Colin Kettell, Gründer der Rohstoffgesellschaft Palisades Gold, hat zuletzt einen flammenden Appell für Investitionen in kleine Junior-Gesellschaften veröffentlicht. Kettell verweist darauf, dass der TSX Venture Composite Index aktuell auf dem Niveau mehrjähriger Tiefs notiere. Dies sei während eines Gold-Bullenmarktes äußerst ungewöhnlich. Über Jahre hätte sich der kanadische Rohstoffmarkt dadurch ausgezeichnet, dass steigende Notierungen zu einem „Tröpfeleffekt“ von oben nach unten geführt hätten. Anziehende Preise hätten zunächst die Aktien großer Rohstoffproduzenten angeschoben und später dazu geführt, dass Anleger auch die mittelgroßen Gesellschaften entdeckt hätten. Dies hätte die Folge gehabt, dass die Bewertungsunterschiede zu Junior-Gesellschaften, also Explorations -und Entwicklungsunternehmen ohne eigene Förderung, so groß geworden seien, dass auch dieser Sektor letztlich profitiert habe.

Auch heute hält Kettell ein solches Szenario für realistisch: Zu stark würde beispielsweise Gold von der aktuellen Marktsituation profitieren. Dennoch hätten die Kurse von kleineren Unternehmen aus dem Sektor nicht angezogen. Dies könne daran liegen, dass Marktbeobachter glaubten, dieses Mal sei alles anders. Der Boom würde lediglich die großen Unternehmen betreffen. Auch der verstärkte Einsatz von ETFs könne laut einigen Marktbeobachtern dazu führen, dass kleinere Unternehmen, die nicht in wichtigen Indizes vertreten seien, vom Markt ignoriert würden.

Staatliche Ausgabenprogramme sollten Gold stützen

Am Ende würde sich Qualität allerdings durchsetzen, so der Gründer. Wie Kettell glaubt, könnten Anleger aktuell unter den besten Junior-Unternehmen wählen. Der Rohstoff-Kenner geht davon aus, dass die Beteiligung an Kapitalmaßnahmen bei kleinen Rohstoffgesellschaften, insbesondere mit einem Fokus auf Gold, langfristig eine gute Entscheidung ist. Er verweist auch auf Investoren-Legende Eric Sprott, welcher zuletzt immer mehr kleinere Unternehmen in den Fokus genommen habe, um sich an ihnen zu beteiligen.

Die wachsende Unsicherheit rund um die Corona-Krise und die zunehmenden staatlichen Ausgabenprogramme dürften darüber hinaus dafür sorgen, dass der Aufwärtstrend bei Gold auch weiterhin intakt bleibt. Kurzfristige volatile Verwerfungen können in diesem Umfeld gar Chancen bieten. Investoren, die sich der Risiken von Junior-Unternehmen bewusst sind, können in der aktuellen Marktphase einen Fuß in die Tür stellen. Aussichtsreich könnte beispielsweise die Aktie des Junior-Unternehmens Cabral Gold Inc. (TSX-V: CBR, WKN: A2JC8S; ISIN: CA1271061022) sein. Das Unternehmen ist in Brasilien tätig und sucht dort neben Gold auch nach Kupfer. Das Cuiú-Cuiú-Projekt liegt in der Tapajos-Region, wo zwischen 1978 und 1995 ein regelrechter Goldrausch stattfand. Dementsprechend verfügt die Region über Infrastruktur. Zuletzt konnte Cabral mit Bohrergebnissen bereits für Aufsehen sorgen. Zuletzt kam die Aktie im Zuge des Marktumfeldes allerdings unter Druck.

Goldsuche in Serbien

Ähnlich sieht es bei den Anteilsscheinen von Medgold Resources Corp. (TSX-V: MED, WKN DE: A1W9Z3, ISIN: CA58436R2019) aus. Das kanadische Unternehmen ist in Serbien tätig und führt dort ebenfalls Explorationsarbeiten in einem historischen Abbaugebiet durch. Obwohl das Unternehmen ursprünglich nach Zink und Blei suchte, traf man auf dem sogenannten Barje-Projekt auf Gold. In diesen Monaten arbeitet das Unternehmen an einer vorläufigen Wirtschaftlichkeitsstudie.