Der Goldpreis stieg in der vergangenen Handelswoche auf ein neues Allzeithoch bei 1.561 € (1.689 $). Zuletzt wurde die Rallye von der Angst, das Coronavirus könnte eine weltweite Rezession auslösen und monetäre Lockerungen nach sich ziehen, getrieben. Während smarte Investoren bereits den sicheren Hafen des Goldes suchten, ignorierte die Masse den Stillstand der chinesischen Wirtschaft und trieb den DAX, S&P500 sowie den Dow Jones noch vor einer Woche auf neue Allzeithochs. Erst mit dem Ausbruch neuer Epidemien in Südkorea und Norditalien, dämmerte es allmählich den Schlafschafen und Lemmingen, dass die Weltkonjunktur in Gefahr sein könnte, was der Anfang eines historischen Einbruchs am Aktienmarkt war. Wollen alle gleichzeitig verkaufen, während niemand bereit ist die Hände aufzuhalten, dann fallen Börsenkurse ins Bodenlose.

Der Dow Jones brach in der vergangenen Handelswoche in der Spitze um fast 15% ein und der Deutsche Aktienindex verlor über 11% zum Vorwochenschlusskurs. Die Suche nach Sicherheit ließ die Kurse für US-Staatsanleihen auf neue Allzeithochs steigen, sodass die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erstmals auf 1,17% fiel, während das deutsche Pendant wieder mit -0,61% selbst nach offizieller Lesart negativ rentiert. Der Rohölpreis, der zuvor schon unter einem persistenten Überangebot litt, bekam durch den Stillstand großer Teile der chinesischen Wirtschaft zusätzlichen Druck und die OPEC+ Staaten werden nun genötigt, in Bälde weitere Produktionskürzungen zur Preisstabilisierung umzusetzen.

Die Aktienmärkte crashten, Zinsen und Rohölpreis fielen wegen den realwirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus
Das Virus hat den Börsenbullen niedergestreckt. Die Injektionen frischen Geldes zeigen jedoch keine Wirkung

Der Goldpreis, der in den vergangenen Wochen noch von seiner Funktion als Fluchthafen in turbulenten Börsenzeiten profitieren und auf ein neues Mehrjahreshoch ansteigen konnte, kam zum Wochenschluss letztlich auch unter die Räder und fiel binnen zweier Tage um fast 100 US-Dollar (-5,7%) von 1.660$ in der Spitze auf 1.563$ im Tief. Die vergangene Handelswoche startete bereits mit einem kurzen Schlag auf den Goldpreis, der das Momentum sowie das bullische Sentiment zerstörte. Wir sind der Überzeugung, dass die Notenbanken weltweit koordiniert auf den Goldpreis hämmerten, um einen weiteren Anstieg zu verhindern. Alle großen Nationen fürchten den Anstieg des Goldpreises, da dieser den Kaufkraftverlust der eigenen staatlichen Fiat-Währungen wiederspiegelt. Die USA, Europa, Japan und China haben ein vitales Interesse daran, dass der Goldpreis gerade dann nicht ansteigt, wenn die Märkte einbrechen. Diese Nationen dürften vergangene Woche mit physischen Verkäufen einen weiteren Anstieg des Goldpreises verhindert haben, da Gold ein Politikum ist und nur geordnet ansteigen darf. Bereits in der Vorwoche des Einbruchs hatten wir deutliche Manipulationen am Terminmarkt festgestellt, weshalb wir Premium-Abonnenten bereits Anfang vergangener Woche ein kurzfristiges Verkaufssignal bei 1.660$ gaben und zum Wochenschluss das Signal zur Eindeckung der Short-Position.

Der Silberpreis zeigte sich hingegen schon seit Wochen relativ schwach, da dieser bereits seit längerer Zeit unter der sich langsam abschwächenden Weltwirtschaft und gleichzeitig hoher Minenproduktion, litt. Wie von uns in den letzten Analysen vorhergesagt, kam der Silberpreis noch einmal unter Druck und fiel auf 14,85€ je Feinunze im Tief. Dies alles führte dazu, dass das Gold/Silber-Ratio auf 96 anstieg, womit Silber seit 1991 nicht mehr so günstig gegenüber Gold war. Silber leidet unter der Demonetarisierung sowie fehlender Investmentnachfrage, was sich in Zukunft jedoch wieder ändern wird.

Der Platinpreis brach um 150$ (-15%) ein, was wir exakt prognostiziert hatten. Seit Wochen wiesen wir unaufhörlich auf das physische Überangebot und die relative Schwäche am Terminmarkt hin und rieten dazu bei 1.000$ Platin kurzfristig zu verkaufen. Nachdem die chinesische Automobilindustrie wegen der Epidemie stillstand und gleichzeitig die Neuwagenverkäufe in China um 92% einbrachen, drohte die Nachfrage nach Platin zusätzlich einzubrechen, weshalb ein Rückgang des Platinpreises sehr wahrscheinlich war. Palladium konnte sich als einziges Edelmetall dem Abwärtssog entziehen und erreichte am Donnerstag noch ein neues Allzeithoch bei 2.879 US-Dollar. Letztlich sorgte die Angst vor einer Rezession und dem Einbruch der Automobilindustrie am Freitag auch für einen kurzzeitigen Abverkauf um 400$, der an der nächsten charttechnischen Unterstützung bei 2.480$ bereits wieder sein Ende fand.

Gold und Palladium hielten sich stark, während Silber und Platin stark einbrachen. Das G/S-Ratio stieg auf ein neues Hoch von 95 und der HUI-Goldminenindex brach ebenfalls ein
Nur einmal in der Geschichte war Silber so günstig zu Gold wie aktuell

Die potenzielle Pandemie hat bereits die Blasen an den Märkten angestochen. Das ist nicht nur eine Korrektur am Aktienmarkt, sondern der Beginn einer Rezession sowie eines realen Aktienbärenmarktes. (Nominal erwarten wir eine inflationsinduzierte trendlose Phase unter hoher Volatilität, wie in den siebziger Jahren.) Nie zuvor waren die Spieler an den Märkten so stark gehebelt, wie aktuell nach der längsten Kreditexpansion und Aktienhausse der Geschichte. Nie waren die Schulden höher und nie waren die Fehlallokationen in der Realwirtschaft aufgrund der künstlich niedrigen Zinsen extremer. Dies ist der perfekte Sturm für die Weltwirtschaft und das Coronavirus ist die Nadel, die die Blasen nun zum Platzen bringen könnte.

Auch wenn die FED zuletzt betonte, dass sie noch keine Notwendigkeit für eine Zinssenkung sehen würde, so zeigen die Fed Fund Futures, dass die Märkte bereits eine Zinssenkung um 50 Basispunkte zur nächsten Sitzung der US-Notenbank am 18. März und drei Zinssenkungen bis Jahresende eingepreist haben, was auch den Anstieg des Goldpreises in den letzten Wochen erklärt.

Wie in den vergangenen Wochen und Monaten bereits ausgeführt, dürften Platin und Palladium in den kommenden Monaten eher unter relativer Preisschwäche leiden, wenn die weltweite Rezession Fahrt aufnimmt. Folgende Charts zeigen, dass beide Platinmetalle bisher in jeder Rezession (rote Balken) teilweise stark eingebrochen waren.

Der Palladiumpreis war bisher in jeder Rezession gefallen
Auch der Platinpreis neigt dazu in Rezessionen deutlich einzubrechen

80% der Palladiumnachfrage kommt aus der Automobilindustrie, die es in Katalysatoren verwendet. Bis vergangenen Donnerstag stieg der Palladiumpreis noch, obwohl die weltweite Automobilnachfrage bereits rückläufig war. Das Virus hat sogar zu einem zeitweisen Rückgang der Automobilnachfrage um 92% in China geführt und die Industrie stand teilweise still. Sollte es weltweit ähnliche Zustände geben, so könnte dies zu einem massiven kurzfristigen Nachfrageeinbruch führen. Doch auch langfristig droht in der womöglich stärksten Rezession der Geschichte ein Einbruch der weltweiten Automobilindustrie, was auch mittel- bis langfristig die Nachfrage nach Platinmetalle verringern dürfte. Zwar haben höhere Umweltstandards dazu geführt, dass heute mehr Palladium und Platin in Katalysatoren verwendet wird als früher, doch ob dies den Nachfrageeinbruch diesmal kompensieren kann, bleibt fraglich. Wegen der Ächtung des Diesels stieg in der EU der Benziner-Anteil von 44,2% in 2015 auf 56,7% in 2018, was die Nachfrage nach Palladium einerseits unterstützt, es jedoch bei einem Einbruch der Automobilnachfrage auch stärker trifft, weshalb kurze heftige Preiseinbrüche möglich sind. In der Vergangenheit fielen Platin und Palladium nach starken Anstiegen in Rezessionen immer um die 70%, weshalb man die weitere Entwicklung der Automobilnachfrage genau beobachten sollte.

In 2008 fiel die weltweite Automobilproduktion nur um 3,5%, was zu einem Preisrückgang um 73% bei Palladium führte und die leichtere Rezession von 2001 sorgte für einen Preiseinbruch um 78%. Diesmal scheint die Lage prekärer zu sein, denn selbst vor Covid-19 sank die chinesische Automobilproduktion in China erstmals sei 1999, was die ersten Ausläufer der unausweichlichen Rezession zeigt. Auch die japanische und deutsche Automobilindustrie hatten zuletzt starke Rückgänge und Kurzarbeit vermelden müssen, noch bevor das Virus um sich griff.

Platinmetalle sind sehr volatil, da die Kosten für 2-4 Gramm Platin oder Palladium je Katalysator in Gesamtrelation zum Kaufpreis eines Neuwagens kaum ins Gewicht fallen und aufgrund gesetzlicher Vorschriften nicht zu ersetzen sind. Doch wenn die Nachfrage nach Automobilen nur leicht einbricht, dann kann der Preis der Platinmetalle kurzzeitig extrem stark einbrechen. Der Platinpreis leidet ironischerweise unter dem hohen Palladium- und Rhodiumpreis, da Minen wie Impala Platinum oder Sibanye Stillwater mit der Förderung von Palladium und Platin aufgrund der historisch hohen Preise so viel Gewinn machen, dass sich die Produktion in den Minen weiterhin rentiert und Platin, obwohl es den Großteil der Förderung ausmacht, aktuell eher als Beiprodukt in Unmengen mitgefördert wird, was das Angebot ständig ausweitet und auf den Preis drückt.

Erst wenn alle Platinmetalle im Preis fallen, dann werden wohl einige Minen die Förderung einschränken und sich auch das Angebot bei Platin reduzieren, doch bis dahin bleibt der Platinmarkt geflutet. Platin und Palladium dürften es daher, wie in den letzten Monaten immer wieder gesagt, es während einer Rezession kurzzeitig schwer haben. Für Platin waren wir mittelfristig ohnehin skeptisch, während wir bei Palladium bis Corona jeden Rücksetzer als Kaufchance sahen. Mit der potenziellen Pandemie hatte sich bereits vor Wochen unsere Einschätzung geändert und wir sehen seither Palladium aufgrund der eben geschilderten Umstände sehr stark gefährdet für einen deutlichen Preisrückgang, was man im Trading entsprechend berücksichtigen muss.

Für Gold und Silber sieht es hingegen sehr gut aus, denn die Notenbanken werden zu monetären Eingriffen gezwungen, wenn in der Rezession das Banken-/Kreditgeldsystem nicht kollabieren soll. Trump hatte vergangene Woche bereits sein Plunge Protection Team (PPT) zusammengerufen und zum Wochenschluss den Aktienmärkten an wichtigen Unterstützungen (S&P500 2.900-3.000 Punkte) unter die Arme geholfen, während man auf den Goldpreis gehämmert hat. Dies wird womöglich auch der nächste Terminmarktreport am kommenden Freitag enthüllen.

Die Notenbanken werden alsbald die Zinsen senken und ihre Gelddruckprogramme ausweiten, während die Regierungen nach keynesianischem Vorbild die Schulden ausweiten und Ersatznachfrage schaffen werden, was letztlich nur zu einer Umverteilung von Vermögen und einer Abwertung der Währungen führen wird. Der Goldpreis erfährt dadurch massiven Kaufdruck und die Investmentnachfrage in ETFs wird sowohl beim Gold, sowie auch beim Silber, drastisch zunehmen. Regierungen und Notenbanken werden dem mit Verkäufen physischer Ware am offenen Markt und kurzfristigen Eingriffen am Terminmarkt gegenüberstehen, weshalb das kurzfristige Timing wichtig bleibt, auch wenn ein übergeordneter Bullenmarkt jetzt Fahrt aufnehmen wird. Aufgrund der hohen Silberlagerbestände in den Lagerhäusern der COMEX, stehen JP Morgan und ihren Auftraggebern hier mehr Pulver als beim Gold zur Verfügung, weshalb es beim Silber weiterhin gelten wird, dass man kurzfristige Spikes auch mal absichern bzw. zur Gewinnmitnahme nutzen sollte. Den Preiseinbruch am Freitag sollte man daher nicht ängstlich sehen, sondern eher als Normalität in einem neuen Bullenmarkt, der immer wieder Attacken durch die Notenbanken erfährt. Die Gold- und Silberhausse wird mit dem Beginn der Rezession und dem Schwarzen Schwan „Coronavirus“ jetzt deutlich an Fahrt gewinnen, weshalb man sich bei diesen beiden Edelmetallen in der aktuellen kurzen Korrektur unbedingt positionieren sollte, denn die Fiat-Währungen werden weiter abwerten.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat bereits die Abschaffung der Schuldenbremse im Grundgesetz thematisiert in der vergangenen Woche und heute verkündet, dass man genügend finanzielle Mittel für ein Konjunkturprogramm hätte. Natürlich kommen diese Mittel nur über die Druckerpresse, die man dem Steuerzahler über die Inflationssteuer letztlich stehlen wird. Ein weiteres mahnendes aber weit vorausschauendes Beispiel ist der Fall Hongkong, wo die Regierung nun 1.180$ an jeden Erwachsenen mit Wohnsitz verteilt, um das Leid durch die Unruhen und das Coronavirus zu lindern. Wenn dies selbst im freiesten Land der Erde geschehen kann, dann wird dieses Mittel auch als Ultima Ratio in den sozialistischen westlichen Nationen genutzt werden, um den politischen und gesellschaftlichen Kollaps zu verhindern. Der Euro wird dabei jedoch seine Kaufkraft verlieren, während der Goldpreis durch die Decke gehen wird!

Analyse zu Platin: Korrektur schon abgeschlossen?

Terminmarkt: Neutral – Terminmarkt war zum Stichtag noch nicht bereinigt

Der Preis fiel zur Vorwoche um 66$ und auch der CoT-Index stieg dabei um 14 Punkte, was eine neutrale Wochenentwicklung ist und leichte relative Schwäche zeigt. Scheinbar hat die Nachfrage aus der Automobilindustrie bereits abgenommen, was erklären würde, warum die Schwäche jetzt zunimmt. Insgesamt waren die CoT-Daten zum Stichtag des 25. Februar immer noch historisch schlecht und mit einer sich abkühlenden Konjunktur kommt ein weiterer Risikofaktor für den Platinpreis hinzu. Die Automobilnachfrage in China ist mittlerweile um 92% eingebrochen.

Hier droht ein Nachfrageeinbruch und damit ein noch stärkeres Überangebot. Das ist kurzfristig weiterhin sehr schlecht für den Platinpreis. Seit Wochen schrieben wir daher, dass die Wahrscheinlichkeit für einen fallenden Platinpreis bei 1.000$ höher sei, als dass der Platinpreis jetzt weiter ansteigen kann. Noch ist der Terminmarkt nicht bereinigt, wobei man in einer Rezession von einer völligen Bereinigung ausgehen muss. Weitere Preisrücksetzer oder eine lange Bodenbildung sind daher wahrscheinlich auf Sicht der kommenden beiden Monate.

Zum Stichtag Dienstag war die Korrektur noch im Anfangsstadium
Die einfache Darstellung zeigt an der roten Färbung, dass die Spekulanten eine historisch hohe Netto-Longposition halten

Weitere CoT-Charts zu insgesamt 37 Futures finden Sie wöchentlich aktualisiert auf http://www.blaschzokresearch.de/research/cot-daten/

Langfristig ist Platin das günstigste aller vier Edelmetalle, was die Ratios von Platin zu Gold, Silber und Palladium zeigen. Langfristig bieten sich daher große Chancen, doch kurzfristig hat Palladium noch mit einem persistenten Überangebot zu kämpfen, das den Platinpreis bis dato am Boden hält. Der Bruch des langfristigen Abwärtstrends erzeugte ein langfristiges Kaufsignal, das jedoch am Ende eines Konjunkturaufschwungs kam, was immer einen Zeitpunkt hoher physischer Nachfrage kennzeichnet. Trotz des langfristig bullischen Ausblicks warnten wir daher, dass es noch einmal zu einem Rücksetzer auf 800$ je Feinunze kommen könnte. Langfristig hat Platin enorme Chancen und der langfristig agierende Investor findet bei einem historisch so günstigen Preis zu allen anderen Edelmetallen die spekulative Chance auf eine Outperformance. Mittelfristig ist es jedoch wahrscheinlich, dass sich die Bodenbildung noch etwas fortsetzen wird rund um die langfristige Unterstützung bei 800$. Die nun bevorstehende neue Inflationsdekade durch die Ausweitung der Geldmenge der Notenbanken wird für mehr Investmentnachfrage sorgen und so sich das Überangebot langfristig in ein Defizit wandeln.

Der langfristige Abwärtstrend bei Platin wurde im vergangenen Jahr gebrochen, was das erste bullische langfristige Kaufsignal brachte

Im Tageschart sieht man, wie der Platinpreis mehrmals am Widerstand bei 1.000$ scheiterte und nicht darüber ansteigen konnte. Die CoT-Daten zeigten bereits während dieser Wochen, dass die Spekulanten ihre Positionen verdoppelten und dennoch keinen Ausbruch des Preises erreichen konnten. Dies war bereits das klare und beste Setup, für einen Short-Trade, das man sich unter normalen Umständen vorstellen konnte. Dann kam zusätzlich noch das Coronavirus mit der Gefahr einer neuen Rezession, was einen Trade auf einen kurzfristig fallenden Preis zu einer Wette mit extrem hohen Chance/Risiko-Verhältnis machte. Wir wiederholten deshalb in den vergangenen Wochen unermüdlich, dass man bei 1.000$ Short gehen sollte und das Ziel der Korrektur bei mindestens 860$ liegen dürfte.

Die Bullen hatten bis letzte Woche gehofft, dass Platin endlich dem Palladiumpreis folgen und massiv ansteigen würde. Letztlich kam es jedoch exakt so, wie wir erwartet hatten und die Bullen mussten ihre Longkontrakte am Terminmarkt wie eine heiße Kartoffel fallen lassen, wodurch die meisten Spekulanten wohl mit Verlust ausgestoppt wurden und der Preis in einem Long Drop schnell um 150 $ fiel. Genau davor hatten wir gewarnt und uns drauf vorbereitet, was uns gute kurzfristige Gewinne bescherte.

Der Platinpreis fiel wie ein Stein, nachdem die Kreuzunterstützung gebrochen wurde

Im Kurzfristchart sieht man noch einmal schön, wie die Bullen immer wieder am Widerstand bei 1.000$ scheiterten. Mit dem Bruch der Kreuzunterstützung bei 960$ je Feinunze warfen letztlich die Bullen das Handtuch, nachdem die Bären anfingen sie zu verprügeln. Der Preis brach unter seinem eigenen Gewicht an bullischen Kontrakten zusammen, die von Spekulanten aufgebaut wurden, die die Angebot- und Nachfragesituation am physischen Markt nicht richtig eingeschätzt hatten. Der CoT-Report am kommenden Freitag wird zeigen, wie weit dieser Preiseinbruch den Terminmarkt bereits bereinigt hat und ob schon die Chance für einen neuerlichen Preisanstieg besteht.

Angesichts der aufziehenden Rezession sind wir skeptisch und sehen kurzfristig Platin als das Schwächste aller vier Edelmetalle auf Sicht von einem halben Jahr. Gold und Silber werden sich hingegen unter zunehmender Investmentnachfrage stark halten in den kommenden Monaten bis Jahresende. Platin wird hingegen erst später aufholen können und langfristig auf Sicht der nächsten zehn Jahre besteht sogar die Chance, dass Platin die anderen Edelmetalle outperformen könnte, wenn es zu seinem langfristigen Durchschnittsratio zu den anderen Edelmetallen zurückkehren wird.

Vor über einer Woche gab es mit dem Bruch des Abwärtstrends ein Kaufsignal, das man aufgrund der Virus-Lage annehmen durfte