Dieser Status scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein. Mehr als 5 Jahre hatte die Schweiz mit der EU über die Marktzugänge verhandelt, ohne Erfolg und viel zu lange. Demnach wird es am 1. Juli 2019 wohl soweit sein, dass europäische Banken und Vermögensverwalter nicht mehr an der Schweizer Börse handeln können. Es gibt zu wenig Fortschritte in den Verhandlungen über das Abkommen zu den politischen und wirtschaftlichen Beziehungen der EU und der Schweiz, klagte EU-Kommissar Maros Sefcovic.

Speziell für die Schweizer Börse ist dies ein Tiefschlag, verliert sie dadurch doch rd. 50% ihres Handelsvolumens. Im Gegensatz dazu hat auch die Regierung in der Schweiz bereits 2018 als Notmaßnahme verfügt,  dass es den europäischen Börsen untersagt ist Schweizer Aktien zu handeln.

Zwar ist in Anbetracht der weltweiten Krisenherde dies kein zentrales Thema, doch für den europäischen Anlegermarkt bedeutend. Leider zeigt dieses „Ergebnis“ eindeutig, dass zwei so eng verbundene Partner wie die Schweiz und die Europäische Gemeinschaft nicht in der Lage sind, zwischenstaatliche Probleme befriedigend zu lösen.

Für den europäischen Anleger bedeutet dies eine unliebsame Einschränkung in der Wahl der Investments, war doch die Schweiz aufgrund ihrer qualitativ hochstehenden Wirtschaft stets ein attraktiver Markt. Dies scheint nun vorbei zu sein, denn von einer Fortsetzung der Verhandlungen ist derzeit nichts bekannt.