Der Zinkpreis befindet sich seit längerem im Höhenflug. In den letzten Monaten stieg der Preis für eine Tonne um mehr als 15%. Vor zwölf Monaten bezahlte man sogar 44% weniger. Das Beratungsunternehmen GlobalData aus UK bezweifelt aber, dass die Preissteigerungen noch lange anhalten.

Das Unternehmen prognostiziert eine Steigerung der Zinkproduktion bis 2022 um 3,8% pro Jahr. Das Zinkangebot sollte vor allem aufgrund von neuen Minen steig in Kanada, China, Indien, Kasachstan und Mexiko ansteigen.

GlobalData rechnet mit einer Jahresproduktion von 15.7 Mio. Tonnen Zink im Jahr 2022. Die Zinkproduktion war 2016 substanziell gesunken , steigt aber seit 2017 wieder massiv an.

2017 wurden 13,2 Mio. Tonnen Zink gefördert, 2018 waren es 13,4 Mio. Tonnen Zink. Verantwortlich für das Wachstum war eine Produktionsausweitung von 9,9% in Australien, 8,5% in Peru, 7,9% in Indien und 5,9% in den USA.

Das starke Wachstum in Australien wurde durch einen höheren Output des MMG Projekts Dugald River ausgelöst. MMG hieß früher Minerals and Metals Group und ist eine Tochtergesellschaft der chinesischen Minmetals Corporation, die 74% des Unternehmens hält.

Zusätzlich sorgten zwei weitere Minenunternehmen für eine höhere Zinkproduktion – die New Century Mine, die in Besitz des australischen Minenunternehmen New Century Resources ist und das Hellyer Tailings Projekt, welches Teil der NQ Minerals ist.

Trotz dieser Produktionsausweitungen befindet sich der Markt immer noch in einem starken Defizit. Verantwortlich hierfür sind mehrere Minenschließungen und Produktionseinschränkungen aufgrund der Angst, dass es zu einem Preisverfall von Zink kommen könnte.

Minenschließungen in China

Zudem dürfte in China die Zinkproduktion gefallen sein. In Kraft tretende neue Umweltgesetze führten zu Minenschließungen. Allerdings sollte sich die chinesische Zinkproduktion nur um 1% verringert haben. China ist und bleibt immer noch der größte Zinkproduzent.

Generell liegt die Produktion aber immer noch um 1,1 Mio. Tonnen unter der weltweiten Nachfrage liegt. Vor allem in Belgien, China, Deutschland und den USA ist die Nachfrage nach Zink groß.

Die Analysten gehen aber davon aus, dass in naher Zukunft mehr als 100 Zink Projekte zwischen 2019 und 2022 in Produktion gehen werden. 24 davon befinden sich aktuell im Bau, alle anderen sind in diversen Entwicklungsphasen.

Fünfzehn dieser Projekte sind in Australien, elf in Kanada, acht in Mexiko, sechs in Peru, fünf in den USA und je vier in Kasachstan, Russland und China.

Aufgrund der ansteigenden Produktion rechnen die Experten mit einer Stabilisierung des Zinkpreise bis 2022.