Heute veröffentlichte die Thomson Reuters GFMS eine Studie zu Platin. Trotz einem Ansteigen von Platin-Recycling und einer robusten Platinproduktion wurde 2017 das Platinangebot durch einen Rückgang von „Schmuckverschrottung“ beeinträchtigt. Dadurch blieb das Platinangebot 2017 nahezu unverändert. Nach Ansicht der Analysten sollte der Preis für eine Unze Platin in der zweiten Jahreshälfte 2018 leicht auf mehr als 1 000,- USD ansteigen.

„Wir rechnen damit, dass sich der Platinpreis dieses Jahr erholen sollte; allerdings relativ langsam. Der Grund liegt an einem kleinen Angebotsdefizit von 300 000 Unzen für dieses Jahr. Dies wurde ausgelöst durch eine Angebotskürzung hauptsächlich aus Südafrika kombiniert mit einer ansteigenden Nachfrage“ so die Vorsitzende der Thomson Reuters GFMS Rhona O´Connell.

Geringe Platinproduktion vor allem in Südafrika

Der geringere Minen-Output, so O`Connell, kam aufgrund einer Kombination aus geringeren Investitionen, wenig neuen Projekten und der Schließung von einigen Minen zustande.

Der Nachfragerückgang nach Platin fiel weniger dramatisch aus. Eine hohe Industrienachfrage konnte hier die geringere Nachfrage nach Schmuck ausgleichen. Dies führte zu einem generellen Defizit für das vierte Jahr in Folge.

Die Platin Produktion war mit 5,92 Mio. Unzen 2017 um 1% geringer als im Vorjahr. Vor allem Südafrika, Simbabwe und Kanada waren für den negativen Trend verantwortlich.

In Südafrika waren vor allem Instandhaltungsarbeiten, Produktionsstopps aus Sicherheitsgründen und Verzögerungen die Gründe für den Rückgang.

Der Report hebt weiter hervor, dass die Produktion von Applikationen für Autokatalysatoren letztes Jahr um gesunde 7,1% auf 3,48 Mio. Unzen anstieg. Dies trotz eines negativen Sentiments aufgrund von Problemen im Diesel Markt.

Geringere Platinnachfrage in Europa

Die Platinnachfrage in Europa (der größte Platinmarkt) ging 2017 um 2% auf 1,4 Mio. Unzen zurück. Im Gegensatz dazu wuchs die Nachfrage nach Platin in China (Nummer 2 weltweit) 2017 um hervorragende 17%; so die Studie.

Die Nachfrage nach Schmuck sank im Jahresvergleich um 5% auf geschätzte 2,2 Mio. Unzen. Dies ist der vierte Jahresrückgang in Folge. Der größte Rückgang war in China gefolgt von Europa zu verzeichnen. Dort fielen die Märkte um 8% bzw. 6%.

 

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