Der US Präsident Donald Trump hat mit seiner Ankündigung Strafzölle auf Stahl und Aluminium zu erhöhen vor allem eins erreicht: die restlichen Staaten rücken noch enger zusammen und planen eventuelle Gegenmaßnahmen.

So haben die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und der chinesische Präsident Xi Jingping diesen Samstag über das Problem der Überkapazitäten im Stahlmarkt diskutiert. Es wurde beschlossen, an einer gemeinsamen Lösung zu arbeiten, die der G20 Gruppe gerecht wird.
Während eines Telefonats der beiden Staatsleute hat man nochmals die engen Verbindungen beider Nationen bestätigt. Beide Staaten sind von den geplanten US Zöllen betroffen. Man hat sich darauf verständigt, die strategische Partnerschaft zu vertiefen.

Merkel und Xi haben nochmal darauf hingewiesen, dass multilaterale Handels-Kooperationen notwendig sind und nahmen damit deutlichen Abstand von den aktuellen Tendenzen und Plänen der US-amerikanischen Politik.

Laut der chinesischen staatlichen Nachrichtenagenturen Xinhau sollten Merkel und Xi Botschafter für eine neue Art internationaler Beziehungen sein. Beide Länder dürften trotz ihrer ideologischen Differenzen eng zusammenarbeiten, um gemeinsam die angekündigte „One Belt, one Road“ Initiative nach vorne zu bringen.

Lösung für Überkapazitäten von Stahl wird gesucht

Merkel und Xi haben das Problem der weltweiten Stahlüberkapazitäten diskutiert und wollen nun gemeinsam daran arbeiten, eine Lösung des Problems zu finden.

Trump hat beide Staaten, Deutschland und China, dafür kritisiert, dass diese Handelsüberschuss gegenüber der USA hätten.

Merkel sagte dazu, dass Deutschlands Handelsüberschuss sich verringert hätte und die Regierung daran arbeiten würde, dass es sich weiter reduziert.

Diese Woche fliegt Deutschlands Wirtschaftsminister Altmaier nach Washington, um Verhandlungen darüber zu führen, wie Deutschland von den Stahl- und Aluminium-Zöllen verschont werden kann. Generell ist die Europäische Union darum bemüht, die US Sanktionen zu vermeiden.

Auch der Finanzminister Olaf Scholz wird das Thema während eines G20 Treffens in Argentinien mit dem US Minister Steven Mnuchin ausdiskutieren.

Die Bundesregierung ist generell der Meinung, dass die geplanten Sanktionen die Prinzipien der World Trade Organisation verletzen würden und dass darüber Gespräche geführt werden sollten.