Die Goldman Sachs Group hat kürzlich eine Studie über die zukünftige Entwicklung der Rohstoffindustrie veröffentlicht. Die Analysten der Investmentbank sind sehr positiv  und glauben sogar, dass wir uns heute in einem ähnlich positiven Umfeld befinden wie im Superzyklus 2008.

Volkswirtschaften weltweit wachsen aktuell überdurchschnittlich stark, Fabriken laufen auf Hochtouren, die Rohstoffvorräte sinken. Zusätzlich ist die Nachfrage nach Metallen und Rohöl überproportional hoch und viele Produzenten melden bereits Kapazitätsengpässe.

Jeffrey Currie und Michael Hinds, Analysten bei Goldman Sachs, glauben, dass vor allem die Preise von Kupfer, Rohöl und Eisenerz dieses Jahr weiter ansteigen sollten.
„Das Umfeld für Investitionen in Rohstoffe ist das Beste seit der Periode zwischen 2004 – 2008“, sagen beide in ihrem Report.

Die erwarteten weiterhin steigenden Rohstoffpreise dürften einen positiven Kreislauf auslösen und die Bilanzen der Rohstoffproduzenten wie auch Kapitalgeber verbessern. Diese Entwicklungen sollten vor allem in aufstrebenden Märkten wiederum zu einer deutlichen Expansion der Wirtschaftsentwicklung führen.

Preisanstieg von Kupfer erwartet

Goldman glaubt, dass vor allem der Kupferpreis in den nächsten 12 Monaten weiter ansteigen sollte. 2017 verzeichnete das Metall bereits den größten Preisanstieg seit acht Jahren.
Das Metall wird als Barometer für die positive Verfassung der Weltwirtschaft gesehen. Die Analysten erwarten für 2018 einen Kupferpreis von 8 000 USD pro Tonne. Dies entspräche dem höchsten Niveau seit 2013.

Goldman ist damit die Bank der Wall Street, welche die Preisentwicklung am Positivsten sieht. 2018 erwartet die Citigroup für Kupfer ein Preisziel von 7 125 USD pro Tonne und die Deutsche Bank sieht Kupfer bei 7 175 USD pro Tonne.

Rohöl bei 80 USD in sechs Monaten

Goldman gibt in seinem Report auch eine sehr positive Prognose für die Entwicklung des Rohölpreises. Die Experten glauben, dass in den nächsten sechs Monaten der Preis eines Barrels Brentöls auf 80 USD ansteigen sollte. Der Grund liegt in einer generell höheren Nachfrage und einem eingeschränkten Rohölangebot, da die OPEC Staaten die Produktion weiterhin knapphalten sollten.
Seit Mai 2017 hat sich der Preis für Eisenerz verfünffacht. Goldman Sachs prognostiziert ein moderates Wachstum für Kohle, da der Konsum aufgrund der gestiegenen Preise zurückgehen sollte.

Der sehr positive Ausblick für Rohstoffe von Goldman Sachs kommt in einer Phase, wo Europäische Industrien ihre Produktion auf Höchstlevel fahren. Außerdem glaubt die Bank für 2018 an sehr starke Finanzzahlen aus den USA.

Da auch andere Länder sehr stark wachsen sollten, gehen die Analysten für 2018 von einem globalen Wirtschaftswachstum von annualisierten 5,1% aus.

 

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