Der Goldpreis kam entsprechend unserer Erwartung Ende der vergangenen Woche noch einmal unter Druck und testet aktuell die wichtige Unterstützung bei 1.270$, während Silber seine Unterstützungen bereits durchbrach und sich kurz vor dem Sell Off befindet. Es gibt einige Hinweise, dass die Märkte ihre bisherige Richtung bis Jahresende fortsetzen dürften. Die amerikanischen Aktienmärkte erleben aktuell eine Kaufpanik, die an die Entwicklungen am Markt für Kryptoprogramme erinnert. Lediglich der Deutsche Aktienindex DAX schwächelt wieder. Derartige Kaufpaniken mit extremen Kursanstiegen ereignen sich immer zum Ende einer Hausse, kurz bevor die Märkte kollabieren. Die Zinsanhebungen und die Reduzierung der Notenbankbilanz könnte diesmal wirklich bis Ende des nächsten Jahres zu einem Einbruch an den Märkten führen.

Die Kryptomanie führte dazu, dass der Bitcoin bereits zu 11.800$ gehandelt wurde und wir sind uns sicher, dass Aufstieg und Fall des Bitcoins in die Geschichte der von Gier getriebenen Manien eingehen wird. Ein kurzzeitiger Crash des Bitcoins in der vergangenen Woche führte dazu, dass die größte amerikanische Handelsplattform „Coinbase“ nicht mehr erreichbar war und andere Plattformen nahmen keine neuen Verkaufsorders auf Termin mehr entgegen. Zu anderen Handelsbörsen gibt es Gerüchte, dass diese, ebenso wie die ehemalige japanische Plattform Mt. Gox, in Schieflagen geraten sein könnten, weshalb es jederzeit dort zu einem Totalverlust kommen kann. Kryptoprogramme haben sicherlich ihre Nische im Onlinehandel, weshalb ich auch eine Kaufempfehlung bei 250$ Mitte 2015 gab. Seither stieg der Handelswert jedoch um 4.600% und ist nur noch mit der großen Tulpenzwiebelblase des 17. Jahrhunderts vergleichbar. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Bitcoin, ganz so wie die Tulpenzwiebeln, wieder auf einen Preis nahe Null fallen werden, ist sehr hoch.

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Seit unserer Kaufempfehlung bei 250$ Mitte 2015 stieg der Bitcoin um 4.600% an

Man hört sogar, dass die Österreichische Schule angeblich den Bitcoin als neues Geld legitimieren würde, was nur jene sagen, die sich mit der Österreichischen Schule nicht auskennen. Die Hybris jener, die Kryptoprogramme als neues Geld und deren Bewertung in unendliche Höhen steigen sehen, kennt aktuell keine Grenzen. Wer lediglich etwas über die Österreichische Schule gelesen hat, fühlt sich zum Experten berufen, ebenso wie jene, die eine Chartsoftware besitzen und nach dem Motto „Probieren geht über Studieren“ Linien in den Chart einzeichnen. Selten hört man so viel Unsinn, wie in der letzten Zeit, da sich jeder, der ein paar Bitcoin hält oder nach neun Jahren Aktien-Bullenmarkt Gewinne erzielt, sich nun für einen Profi hält und über die sozialen Medien sein eigenes Buch redet. Dies wiederum ist ein untrügliches Zeichen einer Blase, die durch die Geldpolitik der Notenbanken entstand und bisher immer weiter aufgebläht wurde.

Doch mit dem Ende der Zufuhr neuer Liquidität seitens der Notenbanken im kommenden Jahr, könnte auch diese lange Rallye am Aktienmarkt ihren Treibstoff verlieren und sich die Manie in eine Verkaufspanik wandeln. Die letzten Jahre war ich aufgrund der unablässigen Liquiditätszufuhr bullisch für den Aktienmarkt, da sich nur ein Tor gegen die Geldpolitik der Notenbank stellt. Mit dem Ende der Geldzufuhr und den steigenden Zinsen sehe nun auch ich erstmals bis Ende des nächsten Jahres 2018 die Chance, dass die Märkte stärker korrigieren oder gar einbrechen könnten. Womöglich schiebt man die Schuld an dem Wirtschaftseinbruch dann auf den Kursverlust der Kryptowährungen und/oder die Politik des neuen amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Mit dem Einbruch der Kryptowährungen wird das Vertrauen in alternatives Geld verloren gehen und der Währungswettbewerb ungeheuren Schaden nehmen, während die Notenbanken und ihr staatliches Geldmonopol gestärkt daraus hervorgehen werden.

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Der amerikanische Aktienmarkt verfällt in eine Kaufpanik

Für Gold und Silber, die im Augenblick von jedermann verschmäht werden und inflationsbereinigt historisch günstig sind, sehen wir ebenso eine wahrhaft goldige Zukunft. Wenn die Blasen platzen und die Vernunft zurückkehrt, wird man sich dem echten und freien Geld des Marktes mit natürlichem intrinsischen Wert zuwenden und in Gold und Silber fliehen. Deren Preise werden explodieren, während Scheinvermögen in Kryptowährungen und am Aktienmarkt ausgelöscht werden. Wer nach dem Anstieg von 4.600% beim Bitcoin glaubt, dieser Markt wäre eine Einbahnstraße, sollte sich bewusst sein, dass die letzten beiden Blasen am Kryptomarkt zu jeweils 90% korrigiert wurden. Die Erstkäufer haben längst ihre Anteile an das dumme Geld verkauft und sobald der Preis einbricht, werden die Spekulanten (99% der Halter) durch die gleiche Türe hinaus und verkaufen wollen. Die Käufer werden jedoch fehlen und die Kursverluste werden in kürzester Zeit dramatisch sein.

Das Dow/Gold-Ratio liefert uns einen guten Anhaltspunkt, wie stark die Edelmetalle noch im Verhältnis zum Aktienmarkt ansteigen könnten. Wir gehen davon aus, dass am Ende des Wirtschaftseinbruchs das Ratio der beiden Märkte wieder die Parität erreichen wird. Dem aktuellen Ratio von 18,4 entsprechend ist es wahrscheinlich, dass sich die Edelmetalle 18-mal besser entwickeln werden als der Aktienmarkt in den kommenden zehn Jahren.

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Das Dow/Gold Ratio hat das Niveau wie vor dem großen Crash am Aktienmarkt von 1929 erreicht

Nach einer Dekade mit historisch einmalig niedrigen Zinsen bzw. realen Negativzinsen, werden die Marktzinsen inflations- und krisenbedingt wieder in den zweistelligen Bereich springen, während deren Notierungen in den Keller gehen werden. Deshalb stellen langfristig auch Schuldpapiere keine Anlagealternative dar, sondern werden nur Verluste bringen. Der smarte Investor läuft nicht der Masse der Schafe zur Schlachtbank hinterher, sondern investiert dort, wo niemand hinsieht und woran niemand aktuell Interesse hat. Man sollte günstig unterbewertete Märkte kaufen und in den Manien verkaufen. Um die reale Inflationsrate bereinigt sind die Edelmetalle aktuell so günstig wie zum Jahr 2000, worüber wir uns freuen und in Erwartung großer Gewinne in der Zukunft in diesen Markt investieren.

Technische Analyse zu Palladium

Positionierung der spekulativen Anleger (Commitment of Traders)

Die wöchentlich von der US-Terminmarktaufsicht „CFTC“ veröffentlichten Daten für Palladium zeigen eine unvermindert hohe bullische Spekulation beim Palladium an, was angesichts der starken physischen Nachfrage und des immer weiter ansteigenden Preises auch nicht verwundert. Solange es ein Angebotsdefizit am physischen Markt gibt, sind die Sentiment-Daten zweitrangig.

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Der Terminmarkt für Palladium zeigt, dass die Masse der Spekulanten sehr bullisch ist

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Die einfache Darstellung zeigt an der roten Farbe, dass Palladium jederzeit einen Rückschlag erleiden kann

Weitere CoT-Charts zu insgesamt 27 Futures finden Sie wöchentlich aktualisiert auf http://www.blaschzokresearch.de/research/cot-daten/

Chartanalyse zu Palladium in US-Dollar

Palladium steigt getrieben von starker physischer Nachfrage immer weiter an. Diese begründet sich auf dem politischen Kampf gegen Dieselfahrzeuge und die gleichzeitige Förderung von Elektrofahrzeugen, bei denen Palladium eingesetzt wird. Solange diese Nachfrage und das Defizit anhalten, solange kann der Preis grundsätzlich weiter ansteigen. Charttechnisch bleibt nur zu sagen, dass der Aufwärtstrend weiterhin intakt ist und lediglich prozyklische trendfolgende Handelsansätze Sinn machen. Aufgrund der relativen Stärke verbieten sich antizyklische Shorts zum aktuellen Zeitpunkt, da die hohe Spekulation solange ignoriert werden muss. Stop Loss Orders sollte man unterhalb des Aufwärtstrends platzieren, doch solange dieser intakt bleibt, gibt es keinerlei Handlungsbedarf und man darf zusehen, wie der Preis weiter ansteigt.

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Palladium kann aufgrund der hohen Nachfrage immer weiter ansteigen

Chartanalyse zu Palladium in Euro

In Euro hatten wir Anfang 2016 Palladium bei 450€ je Feinunze aufgrund seiner relativen Stärke zu allen anderen Edelmetallen und dem gleichzeitigen Erreichen einer signifikanten Unterstützung, zum Kauf empfohlen. Da die EZB beschlossen hat bis September 2018 weiterhin Geld zu drucken, wird der Euro weiterhin an Kaufkraft verlieren und somit den Preis für Palladium in Euro besonders stützen. Charttechnisch gibt es keinen Handlungsbedarf, solange der Preis nicht unter 750€ je Feinunze fällt und man darf zusehen, wie der Preis weiter ansteigt.

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Im kommenden Jahr dürfte Palladium in Euro aufgrund der expansiven Geldpolitik der EZB profitieren und gut unterstützt sein

Platin/Palladium-Ratio

Das langfristige Ratio von Platin zum Palladium zeigt uns, dass Palladium historisch gesehen relativ teuer zum Platin ist. Der langfristig orientierte Investor könnte daher vermehrt auf Platin setzen und dies in einem Edelmetalldepot strategisch zum Palladium übergewichten.

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Im kommenden Jahr dürfte Platin in Euro aufgrund der expansiven Geldpolitik der EZB profitieren und gut unterstützt sein