Investments entlang der Versorgungskette von modernen Stromspeichern sind angesagt. Kein Wunder, schließlich haben Metalle wie Lithium und Kobalt in den letzten Jahren deutlich zugelegt. Vor allem der Preis für Lithium schoss durch die Decke. Casper Rawles, Analyst bei Benchmark Mineral Intelligence, gab nordamerikanischen Medien kürzlich ein Interview und verweist auf den starken Anstieg von Lithiumcarbonat und Lithiumhydroxit. In China würden aufgrund technischer Anforderungen sogar noch höhere Preise gezahlt. Doch trotz des bereits drastischen Anstiegs der Preise während der vergangenen Jahre, glauben Experten wie Rawles auch weiterhin daran, dass kritische Metalle wie Lithium attraktiv bleiben.

Hauptursache ist für Rawles das Fehlen geeigneter Förderstätten. Bis entsprechende Minen in Produktion seien, dauere es eine Zeit. Während Lithium in Gesteinsablagerungen schneller zu fördern sei, dauere es eine Weile, bis Sole-Projekte erschlossen sind. Aus diesem Grund sieht der Analyst alle Unternehmen, die aktuell oder in naher Zukunft Lithium fördern gut aufgestellt: „Jedes neue Angebot, wird freudig vom Markt aufgenommen und zu den aktuellen Preisen sind sämtliche Produzenten gut bedient“, fasst Rawles zusammen.

Kleine Unternehmen setzen auf Lithium

Batteriehersteller sieht der Analyst stark unter Druck. Es komme für sie darauf an, sich heute die langfristige Versorgung mit wichtigen Rohstoffen zu sichern. Dabei würden auch Preise oberhalb des aktuellen Marktniveaus gezahlt. Doch um wirklich auf die Zukunft zu setzen, sollten sich Anleger über die Zusammensetzung von Batterien Gedanken machen. Rawles sieht Lithium deutlich aussichtsreicher. Zwar sei Kobalt eigentlich wertvoller, doch komme das in erster Linie bei tragbaren elektronischen Geräten zum Einsatz. Dieser Markt sei bereits gesättigt. Anders sähe es bei der Elektromobilität aus. Hier dominiere Lithium im Vergleich zu Kobalt. Trotzdem können sich auch Kobalt-Investoren freuen. In Metallform legte Kobalt im vergangenen Jahr um rund einhundert Prozent zu. Einen Großteil des Marktes kontrolliert China.

Aktuell gibt es einige junge Unternehmen, die sich mit kritischen Metallen auseinander setzen. Vor allem in Australien gibt es wegen der relativen geographischen Nähe zu China interessante Chancen und einen bereits entwickelten Markt.

Interessante Player sind z.B. das Lithium-Entwicklungsunternehmen Pilbara Minerals (WKN: A0YGCV; ISIN: AU000000PLS0), welches mit Pilgangoora eines der weltweit größten Lithium-Hartgestein-Projekte entwickelt. Aber auch das kanadische Unternehmen Neo Lithium (WKN: A2AP37; ISIN: CA64047A1084), welches im Eiltempo das Sole-Projekt „3Q“ in Argentinien zu einer signifikanten Ressource entwickelt.

Information zahlt sich aus

Angesichts der positiven Nachfrageprognose von Experten, kann es sinnvoll sein, bereits früh in entsprechende Unternehmen zu investieren. Wichtig ist dabei allerdings, den Zeithorizont überblicken zu können. Unternehmen, die eine klare Roadmap hin zu Produktion aufzeigen und zudem bereits Hinweise auf mögliche Produktionskosten geben können, sind im Vergleich zu Projekten im Anfangsstadium klar vorzuziehen.

Teilen Sie diesen Beitrag...
Share on Facebook0Share on Google+0Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn0Share on Xing