Vanadium-Fluss-Batterien gelten als das nächste große Ding am Markt für Stromspeicher. Die Technologie erlaubt eine hundertprozentige Tiefenentladung der Akkus ohne negative Folgen und verspricht eine längere Haltbarkeit. Vincent Algar, Managing Director des angehenden Vanadium-Produzenten Australian Vanadium und Geschäftsführer des Batterieherstellers VSun, sieht Akkus aus Vanadium-Basis langfristig konkurrenzfähig. Je länger aktuelle Stromspeicher auf dem Markt seien, desto eher würden sich die Vorteile der Vanadium-Fluss-Batterien zeigen. Bei vielen Lithium-Ionen-Batterien sei aktuell noch immer unklar, wie lange diese halten würden. „Daten aus dem Labor sagen leider wenig über die tatsächliche Haltbarkeit aus“, stellt Algar klar und hofft, dass Vanadium-Fluss-Batterien in den kommenden Jahren die Gunst der Kunden erobern.

Vanadium-Fluss-Batterien bieten Langlebigkeit und Flexibilität

„Die tatsächliche Laufleistung ist ein ganz entscheidender Faktor. Wenn man heute ein Auto kauft, dann weiß man, dass der Motor etwa 200.000 Kilometer weit hält, man das Auto aber besser schon nach 80.000 Kilometern verkauft. Dieses Wissen fehlt Kunden bei Batterietechnologie völlig“, so Algar. Mit seinem Rohstoffunternehmen Australian Vanadium baut der Unternehmer daher auf einen für die Zukunft wichtigen Rohstoff. Gewinnen Vanadium-Fluss-Batterien nicht wie erwartet an Bedeutung, kann Algar seinen Rohstoff immer noch an Stahl- oder Chemiekonzerne verkaufen.

Bereits heute arbeitet der australische Unternehmer eng mit dem österreichischen Batteriehersteller Gildemeister zusammen. Das Unternehmen hat bereits heute einige große Stromspeicher im Angebot. Das besondere an Vanadium-Fluss-Batterien ist deren Flexibilität. Während bisherige Akkulösungen weitgehend auf bestimmte Kapazitäten ausgelegt sind, lassen sich Akkus auf Vanadium-Basis erweitern. Dies kann gerade bei größeren Investitionen ein Pluspunkt sein, der neben der längeren Haltbarkeit für Vanadium-Fluss-Batterien spricht.

Die Stromspeicher können in autarken Haushalten mit Solarpanels auf dem Dach zum Einsatz kommen und so dabei helfen, Belastungsspitzen abzufedern oder in der Nacht Energie bereitzustellen. Auf diese Weise würde es auch möglich, dass verschiedene mit Stromspeichern ausgestattete Haushalte Energie untereinander austauschen.

Australian Vanadium: Wachstumsperspektive und klassisches Standbein

Doch um die Vanadium-Fluss-Technologie bekannt zu machen, sei in erster Linie der Austausch von Erfahrungen nötig. „Viele Kunden wissen heute wenig darüber, wie die Technologie funktioniert und welche Vorteile sie bietet. Zugleich gibt es um einige Details auch einen wahren Hype. Wir müssen Informationen rund um Batterie-Technologie austauschen, um die Branche an sich nach vorne zu bringen“, erklärt Algar.

Australian Vanadium (WKN: A2ABRH) besitzt aktuell mehrere Liegenschaften in Australien und Südafrika und hat sich neben Vanadium auch auf Lithium, Kupfer und Gold spezialisiert. Somit deckt das Unternehmen neben dem Zukunftsmarkt der Speicherung von Energie auch das klassische Geschäftsfeld als Zulieferer der Stahlindustrie ab.