Lithium und Kobalt gelten beide als unverzichtbarer Rohstoff zur Batterieherstellung. Viele Unternehmen haben dies erkannt und fokussieren ihre Fördertätigkeit auf diese beiden Metalle. Experten sind sich sicher, dass in einigen Jahren eine große Anzahl von Elektrofahrzeugen weltweit auf den Straßen zu finden sein wird. Über die Höhe des Marktanteils ist man sich allerdings nicht einig.

Die International Energy Agency ermittelte, dass letztes Jahr weltweit 2 Mio. Elektrofahrzeuge unterwegs waren. Das sind doppelt so viel wie 2015, aber dennoch erst 0,2% der Gesamtfahrzeuge.

Analysten der UBS haben nun untersucht, wie hoch das zukünftige Wachstum an Elektromobilen sein wird. Besonderen Fokus legten die Analysten auf den neu auf den Markt gekommenen Chevy Bolt. Er ist das erste Massen taugliche Elektrofahrzeug, dass eine Reichweite von über 200 Meilen hat und zu einem ähnlichen Preis verkauft wird wie der demnächst auf den Markt kommende Tesla 3. Der neue Chevy ist in der Produktion 4 600 USD billiger als erwartet., so die UBS. Weitere Kostensenkungen werden erwartet.

Die Analysten glauben, dass der Chevy Bolt bereits nächstes Jahr genauso wettbewerbsfähig wie ein VW Golf sein wird. Dies sollte die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen erheblich steigern. Andere Modelle werden folgen. Dementsprechend hat die UBS die Prognosen für zukünftige Elektromobilverkäufe deutlich nach oben revidiert; um satte 50%. Es wird nun erwartet, dass 2021 3,1 Mio. E-Fahrzeuge verkauft werden. 2025 dürften es schon 14,2 Mio. sein.

Der Marktanteil sollte somit in 2021 auf 3% und 2025 auf 14% ansteigen. Dieser könnte sogar noch deutlich höher werden als von den UBS Analysten erwartet. Denn es ist nicht nur die Autoindustrie selbst, die vermehrt kompetitive E-Mobile produziert. Auch staatliche Interventionen werden einen positiven Effekt auf die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen haben.

In London müssen ab nächstes Jahr alle neuen Taxis zumindest teilweise Elektro betrieben sein. In Kalifornien aber auch in China gibt es bereits Regeln, wie hoch der zukünftige Anteil an E-Fahrzeugen sein muss.

Diese grüne Revolution wird den Preis für Lithium und Kobalt in den nächsten Jahren deutlich beeinflussen. Händler und Analysten kämpfen allerdings damit ein allgemeingültiges Nachtfragemodell zu kalkulieren. Es gibt einfach immer noch zu viele Unsicherheitsfaktoren. Somit dürfte die Preisentwicklung der beiden Rohstoffe in den nächsten Perioden volatil bleiben. Ein Preisverfall scheint aber sehr unwahrscheinlich. Rückschläge könnten zur Kaufgelegenheit werden; auch bei Rohstoffunternehmen, die sich auf die Förderung und Exploration von Lithium und Kobalt konzentrieren.