Der US Präsident Donald Trump wird es nicht verhindern können: Der Kohlekonsum geht weltweit deutlich zurück! Laut eines Energie-Berichtes der BP Plc. sind in 2016 die Kohleproduktion und der -konsum weltweit auf einen Tiefpunkt gesunken. Die Kohlenachfrage sank auf jeden Kontinent außer in Afrika. Global ist sie in 2016 um 1,7% gefallen. Dies steht im Gegensatz zu jährlichen Wachstumsraten von 1,9% in den letzten Jahren, so der BP Report.

China, weltweit der größte Energiekonsument hat 2016 so wenig Kohle verbraucht wie seit 6 Jahren nicht mehr und auch in den USA war der Konsum so niedrig wie zuletzt 1970. Die US-Nachfrage fiel um 33,4 Mio. Tonnen Öleinheiten auf 358,4 Mio. Tonnen in 2016.

Kohle trägt zu hohem Maß zur Umweltverschmutzung bei und war dennoch jahrelang weltweit die am schnellsten wachsende Energiequelle. Dies scheint sich nun deutlich zu ändern. Staaten wie auch Unternehmen sind mittlerweile bereit, das Pariser Klimaabkommen umzusetzen. Unternehmen fokussieren sich auf die Produktion von Erdgas. Konsequenterweise sinkt daher die Nachfrage nach Kohle. Zudem setzt man in China vermehrt auf den Einsatz erneuerbarer Energien wie Wind oder Solar, die günstiger werden. Außerdem wird die chinesische Volkswirtschaft nach und nach Service orientiert und fertigt weniger Industrieprodukte. Auch dies reduziert die Kohlenachfrage erheblich.

BPs Chefökonom Dale Spencer sagt „Wir erleben eine große strukturelle Veränderung. Die Faktoren sind langfristig. Erdgas und erneuerbare Energien werden zunehmend wettbewerbsfähig; dies in Kombination mit einem vermehrten sozialen wie auch staatlichen Druck verschiebt die Nachfrage von Kohle hin zu anderen Energiequellen“

Diese Trendwende kommt zu einem Zeitpunkt, wo US Präsident Donald Trump eine Wiederbelebung von Kohle anstrebt und versprochen hat, Jobs im US-Kohlebergbau zu schaffen. Allerdings glauben Experten, dass weder Donald Trump noch der US-Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen, den Niedergang von Kohle aufhalten wird.