Die britische Premierministerin Theresa May hatte diese Woche Neuwahlen für das Vereinigte Königreich angekündigt. Dabei betonte sie, dass es vom Brexit kein Zurück gäbe. Sie wolle den Briten aber die Chance lassen, noch vor Beginn der Austrittsverhandlungen neu zu wählen. Der Brexit ist eine Absage an eine politische EU, jedoch nicht an gemeinsamen Freihandel in Europa.

Es bleibt die Sorge der Marktteilnehmer, Frankreich könnte dem britischen Beispiel folgen und aus der EU austreten sowie die EWU verlassen. Bei einem Sieg der Front National unter Le Pen bei den an diesem Wochenende bevorstehenden Wahlen wäre dieses Szenario durchaus möglich. Auch wenn Le Pen einen „Nationalen Aufstand“ gegen den radikalen Islam verspricht und die Grenzen wieder sichern will, damit „Terroristen nicht wie Touristen“ durch das Land reisen können, so dürfe der neuerliche Terrorakt des Islamischen Staates in Paris die Wahlen kaum mehr beeinflussen. Zu häufig sind diese Anschläge mittlerweile, sodass die Fronten in der Bevölkerung wohl längst verhärtet sein dürften. Ebenso wie Wilders in den Niederlanden, dürfte es Le Pen schwer haben eine Mehrheit zu erringen. Nach Umfragen liegt Le Pen hinter dem jungen Emmanuel Macron, der wirtschaftsliberaler ist als Le Pen. Da das gesamte Parteienspektrum in Frankreich noch weiter links angesiedelt ist als in Deutschland, wäre Macron eine kleine Revolution zumindest in der Wirtschaftspolitik – eine echte Wende ist von ihm hingegen nicht zu erwarten.

Vortrag von Markus Blaschzok am Sonntag, den 23.04.2017

Unser Chefanalyst Markus Blaschzok hält diesen Sonntag einen Vortrag auf der Münzmesse in Karlsruhe. Der Titel des Vortrages lautet:

„Der große Raubzug über Inflation und Finanzielle Repression – Wie schütze ich mein Vermögen und gewinne mit Edelmetallen?“

Eine Voranmeldung für einen der auf 120 begrenzten Plätze ist unter http://www.münzmesse-karlsruhe.de/ möglich. Aufgrund der begrenzten Anzahl an Plätzen wird Herr Blaschzok zweimal, um 11 Uhr und um 14 Uhr, referieren.

Der Euro könnte schnell weitere 15% an Wert verlieren

Nebst dem Brexit würde ein Frexit dem Euro einen Tiefschlag versetzen und diesen bei einem Austritt Frankreichs aus der Währungsunion womöglich an den Rand des Abgrunds führen. Auf die Deutschen kämen dann Ausfälle in Billionenhöhe zu sowie gigantische Vermögensverluste durch eine drastische Abwertung des Euros. Es gibt jede Menge Brandherde in Europa und die unkontrollierte Immigration bringt die Staaten sowie deren Wohlfahrtssysteme an den Rand des Kollapses. Die Schuld trägt das politische Europa Brüssels sowie das Zwangskorsett des Euros, das eine nachhaltige natürliche sowie tragfähige Entwicklung unmöglich macht. Ein nachhaltiger Anstieg der Wirtschaftsleistung ist unter diesen Umständen utopisch und man kann froh sein, wenn der Niedergang des Wohlstands in Europa langsam und ohne größere sozialen Unruhen vonstattengeht.

Wie folgender Chart zeigt, fiel der Euro im Jahr 2014 von 1,40$ auf nur 1,05$ im Tief. Seit zwei Jahren konsolidiert der Euro nun auf diesem niedrigen Niveau. Die Masse der Marktteilnehmer geht davon aus, dass der Euro in Bälde wieder zur Stärke zum US-Dollar neigen dürfte. Dies halten wir im Augenblick für eine fatale Fehleinschätzung, denn bei einem möglichen schrittweisen Exit der europäischen Geldpolitik handelt es sich bisher nur um Gerüchte und wilde Spekulationen. Fakt ist, dass die US-Notenbank die Zinsen immer weiter anheben will in diesem Jahr, während die EZB monatlich 60 Mrd. Euro an neuem Baumwollgeld drucken wird und die Niedrigzinsen noch weiter über das Ende von 2017 sichern will. Alleine das reicht aus, um den Euro auf neue Tiefs zu führen. Der Terminmarkt spricht dabei eine eindeutige Sprache und die Last der nackten Longs auf den Euro wiegt immer schwerer, sodass die Wahrscheinlichkeit für einen erneuten Einbruch des Euros zum Dollar in den kommenden Monaten im Augenblick relativ hoch zu sein scheint. Der Euro könnte noch einmal 15% auf 0,90$ abwerten, wenn sich die Geldpolitik in Europa und den USA nicht völlig ändert und in das Gegenteil verkehrt. Auf einen steigenden Euro zu setzen birgt im Moment sehr hohe Risiken.

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Der Euro könnte vor einem erneuten Einbruch stehen und die Parität zum Dollar erreichen

Gold in Euro wird massiv ansteigen

Wer dann nicht längst mit Gold und Silber vorgesorgt hat, könnte all seine Ersparnisse verlieren. Sollte der Euro in den kommenden Monaten um 15% abwerten, so dürfte der Goldpreis in Euro um etwa den gleichen Prozentsatz im Preis ansteigen. Der Preis würde dann schnell bis auf das Hoch des Jahres 2013 bei 1.380 Euro je Feinunze klettern.

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Der Goldpreis in Euro steht womöglich vor einem neuen Sprung

Der Chart zeigt, dass sich der Goldpreis in Euro bereits seit drei Jahren wieder im Aufwärtstrend befindet. Angesichts der katastrophalen und aussichtslosen Lage, in der sich Europa befindet, ist davon auszugehen, dass der grün eingezeichnete Aufwärtstrend Bestand haben wird. Der Preisanstieg könnte sogar noch an Fahrt aufnehmen, wenn es zu weiteren politischen Erdbeben kommt, wovon wir stark ausgehen. In keinem Fall wird der Goldpreis jetzt in eine erneute Phase der mehrjährigen Konsolidierung oder einen Bärenmarkt übergehen. Die Chancen im Verhältnis zum Risiko scheinen enorm gut zu sein und jeder sollte zumindest einen Teil seines Vermögens in Edelmetalle zur Absicherung seines Vermögens stecken.

JP Morgan lagert mittlerweile über 100 Mio. Unzen Silber

Seit langer Zeit verfolgen wir die Entwicklung der Lagerhausbestände für Gold und Silber an der US-Warenterminbörse „COMEX“. Mitte 2011 begann die Investmentbank JP Morgan, die unter dem Verdacht steht den Silberpreis zu manipulieren und zu drücken, große Mengen Silber in physischer Form zu horten. Mittlerweile hat allein diese eine Bank einen Silberschatz von 102 Mio. Unzen Silber angehäuft, was 54% der gesamten physischen Lagerhausbestände der COMEX entspricht. Die Futures-Kontrakte für Silber an der COMEX sind zu 17,5% gedeckt, was mehr als ausreichend ist, sodass ein Engpass bei weitem nicht in Sichtweite ist. Wofür braucht JP Morgan all dieses Silber? Spekuliert die Bank selbst mit dem eigenen Konto auf einen bald explodierenden Silberpreis? Werden nackte Shorts ihrer Kunden auf diese Weise abgesichert oder hortet man diese Mengen um später den Silberpreis drücken zu können, wenn die Investmentnachfrage wieder zunimmt und Silber im Begriff wäre durchzustarten? Alle drei Möglichkeiten sind gut möglich, wobei ich aufgrund der Geschichte der Manipulation des Silbermarktes über Bear Stearns und später JP Morgan davon ausgehe, dass man das Silber im Ernstfall eher für die Drückung des Marktes und der Stabilisierung des Finanzsystems verwenden würde. Einem beschränkten Profit stünden unkalkulierbare Risiken bei einem Systemcrash gegenüber, sodass es im Eigeninteresse der Bank wäre, im Ernstfall physische Silberbestände eher in steigende Preise hinein zu verkaufen, als den Markt zu „cornern“ und den Preis nach oben zu treiben.

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JP Morgan hat Stück um Stück einen gigantischen Silberschatz aufgebaut

Die hohen Silberbestände bei JP Morgan können also ein sehr bullisches Indiz sowie auch ein bärisches Indiz für Silber sein – je nachdem aus welchem Grund JP Morgan diese Bestände angelegt hat. Es ist in jedem Fall äußerst außergewöhnlich, dass 54% aller Lagerhausbestände für Silber an der COMEX von einer Bank gehalten werden. Wirft man einen Blick auf die Positionierung der Spekulanten am US-Terminmarkt im folgenden Chart, so zeigt sich schnell, dass es im Augenblick eine extreme Positionierung dieser gibt. Die Masse der Spekulanten ist davon überzeugt, dass der Preis für Silber das Tief gesehen hat und von diesem Niveau aus nur noch steigen kann. Da die Spekulanten massiv long sind, während JP Morgan enorme Bestände anhäuft und der Preis dabei nicht durch die Decke schießt, deutet dies zumindest auf einen temporären physischen Angebotsüberhang am Markt hin.

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Die Positionierung am Terminmarkt für Silber ist auf einem Extremniveau

Im Jahr 2010 und 2011 gab es jedoch eine Ausnahme der Regel. Damals waren die Spekulanten ebenfalls extrem long positioniert und die massive Investmentnachfrage sorgte dafür, dass es zu einem Engpass am physischen Silbermarkt kam, was den Preis auf 50$ ansteigen ließ. Die Produzenten mussten sich damals sogar in steigende Preise eindecken und verstärkten den Anstieg somit auch noch. Man kann nicht ausschließen, dass es bei einem bewaffneten Konflikt mit Nordkorea oder Syrien zu einem weiteren Anstieg des Goldpreises kommen würde, sodass auch die Investmentnachfrage nach Silber anziehen und der Preis steigen würde. In diesem Fall würde es zu einem schnellen und starken Anstieg des Silberpreises kommen, der diesmal aufgrund der hohen Inflation nachhaltiger sein dürfte, als beim letzten Mal im Jahr 2011.

TECHNISCHE ANALYSE ZU PALLADIUM

Die wöchentlich von der US-Terminmarktaufsicht „CFTC“ veröffentlichten Daten für Palladium weisen mittlerweile eine spekulative Übertreibung auf der Longseite auf. Nachdem über Monate hinweg Stärke zu sehen war, zeigt sich nun Schwäche in den Daten. Dies könnte mit dem Erreichen des Hochs des Jahres 2015 auf Eurobasis zusammenhängen. Womöglich halten sich im Augenblick physische Käufer zurück in der Hoffnung, der Preis könnte korrigieren und etwas fallen. Es ist jedenfalls deutlich ersichtlich, dass entweder die physische Nachfrage abgenommen oder das Angebot zugenommen hat. Kurzfristig scheint die Chance zum Risiko nicht optimal zu sein und es ist mit einer Korrektur zu rechnen, sobald der mittelfristige Aufwärtstrend bricht, doch langfristig zeigt die Stärke der letzten, dass der Preis mittelfristig deutlich weiter ansteigen könnte.

Positionierung der spekulativen Anleger (Commitment of Traders)

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Der Terminmarkt ist bei Palladium ist im Moment etwas überkauft

Weitere CoT-Charts zu insgesamt 26 Futures finden Sie wöchentlich aktualisiert auf http://www.blaschzokresearch.de/research/cot-daten/

PALLADIUM IN US-DOLLAR

Der Preis für Palladium beginnt sich einzukeilen und die bereits leicht bärische Positionierung am Terminmarkt spricht dafür, dass es womöglich kurzfristig zu einer Korrektur kommen könnte. Im besten Fall dürfte sich die Konsolidierung auf hohem Niveau fortsetzen. Nur dann, wenn der Goldpreis den Abwärtstrend jetzt deutlich hinter sich lassen kann, so dürfte auch Palladium kurzfristig noch davon profitieren können. Danach sollte es jedoch erst einmal eine Verschnaufpause geben – immerhin steigt der Preis von Palladium seit 16 Monaten und hat sich dabei fast verdoppelt. Langfristig sind wir hingegen sehr bullisch auf die Sicht der nächsten Jahre und erwarten einen deutlich weiter ansteigenden Preis.

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Palladium keilt sich ein und die Volatilität nimmt ab

PALLADIUM IN EURO

In der europäischen Gemeinschaftswährung ist der Preis für Palladium besonders stark, da die EZB den Euro unablässig entwertet. Wir hatten unseren Kunden und Lesern vor anderthalb Jahren ausdrücklich empfohlen wegen der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank Palladium zu 450 Euro je Feinunze zu kaufen. Mittlerweile hat sich der Preis mit 750 Euro je Feinunze fast verdoppelt.

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Palladium in Euro hat ein neues Hoch erreicht

Der Preis das Hoch des Jahres 2015 bereits kurzzeitig überschreiten stieg damit auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2001. Im Moment halten sich Käufer zurück, da hier mit Gewinnmitnahmen zu rechnen ist. Im Trading halten wir kurzfristig keine Position mehr, da das Chance/Risiko-Verhältnis uns nicht gut genug ist. Bleibt die physische Nachfrage jedoch ebenso stark wie in den Vormonaten, so dürfte Palladium diesen Widerstand bald nehmen und neue Allzeithochs erreichen. Klug war beraten, wer Palladium zu 5% bis 10% zum gut diversifizierten Edelmetalldepot beigemischt hat. Wir empfehlen auch weiterhin Palladium und Platin in diesem Verhältnis dem Gold und Silber als physische Anlage beizumischen.

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Palladium in Euro auf dem höchsten Stand seit 2001