Der Goldpreis steht derzeit relativ stabil bei über 1.200 USD pro Unze. Das bedeutet, auf der Produzentenseite findet Geldrückfluss in ihre Explorations- und Entwicklungsprojekte statt. Gute Aussichten für junge Player in der Branche: Rund um den Globus sind die Zukunftsprognosen vielversprechend. Dies sind die sechs interessantesten Gold-Junioren.

GOLDSTRIKE RESSOURCES

Goldstrike Ressources verfolgt derzeit aussichtsreiche Explorationen in Yukon und genießt seit Neuestem potente Unterstützung: Anfang März ist der Branchengigant Newmont Mining mit 39,5 Mio. USD in Form von Privatplatzierungen und arrangierten Arbeitsverpflichtungen eingestiegen, um das „Plateau“-Projekt zu fördern. Die erste Privatplatzierung beläuft sich auf 4,5 Mio. USD. Dazu kommt ein Zinserwerb an Plateau von 51% bei einer Barzahlung von 6 Mio. USD. Insgesamt fließen 13 Mio. USD in Exploration und Ressourcenschätzung. Eine zweite Phase sieht einen 24%igen Verdienst für Newmont vor, wenn 16 Mio. USD in Exploration und eine Machbarkeitsstudie investiert werden, die 2027 vorliegen soll. Goldstrike-Chef Terence King ist zufrieden, denn der Deal bedeutet Vollfinanzierung, um das Goldprojekt anzuschieben.

KIRKLAND LAKE GOLD

Das Bergbauunternehmen mit Sitz in Toronto hat soeben erfolgreich eine feindliche Übernahme von Gold Fields und Silver Standard Ressourcen abwehren können, die sich auf 1,4 Milliarden USD belaufen hätte. Stattdessen ist Kirkland Lake Gold eine Partnerschaft mit der Newmarket Gold aus Australien eingegangen, was beide zum mittelständischen Unternehmen macht. Jährlich werden nun mehr als 500.000 Unzen aus drei rentablen Quellen gefördert: Der Macassa- und Taylor-Mine in Ontario und der Fosterville-Mine im australischen Bundesstaat Victoria. Im März gab Kirkland Gold außerdem bekannt, im australischen Northern Territory die Goldlagerstätte Lantern Gold lokalisiert zu haben. Im Tage- und Untertagebau wird dort nun in der Cosmo-Mine vielversprechenden Werten nachgegangen: 119 Gramm Gold/ Tonne Erz über 4,5 Meter und 15,24 Gramm/ Tonne über 11,1 Meter.

Ebenfalls im März hat Kirkland Lake Gold die Förderung aus der Macassa-Mine um 37% auf nun 3 Mio. Tonnen (entspricht 2 Mio. Unzen), die der Fosterville-Mine um 66% auf 2,2 Millionen (643.000 Unzen) angekurbelt. Alle drei Projekte zusammen verfügen über Ressourcen von 5,3 Mio. Unzen.

LYDIAN INTERNATIONAL

Lydian International mit Sitz in Denver baut derzeit mit Almusa die erste moderne Goldmine in südlichen Armenien auf. Das Projekt, bei dem Gold und Silber abgebaut wird, ist in Eigenbesitz, gefördert wird im konventionellen Tagebau. Zur Entwicklung des Projektes tragen Lieferverträge mit den Ausrüstern Zeppelin, Sandvik, Azmet, ABB und Renco bei. Die Projektkosten liegen bei 438 Mio. USD, die durch Ausrüstungskredite, kurzfristige Darlehen und Eigenkapital finanziert werden. Nach Stand vom Februar 2017 werden Reserven der Mine auf 103 Mio. Tonnen geschätzt, worin 0,79 Gramm Gold und 3,9 Gramm Silber je Tonne enthalten sind. Die Ressourcen betragen 142 Mio. Tonnen (0,76 Gramm Gold/ 3,8 Gramm Silber); durch abgeleitete Ressourcen kommen 72 Mio. Tonnen (0,55 Gramm Gold/ 3,3 Gramm Silber) dazu. Lydian zielt nach einer langen Entwicklungsphase auf eine jährliche 225.000 Unzen Gold-Produktion, die 2018 anlaufen soll. Produktionskosten pro Unze: 585 USD.

ROXGOLD

Binnen sehr kurzer Zeit ist die kanadische Roxgold ein erfolgreicher Produzent geworden. Die Bergwerksgesellschaft fördert seit Oktober 2016 in Burkina Faso. Dabei wurden Rekorde aufgestellt: Bei Kosten von 4 Mio. USD unter Budget, sechs Wochen vor dem Zeitplan und bereits 30 Monate nach der Machbarkeitsstudie wurde die Produktion aufgenommen. Schon drei Monate später lag die Ausbeute bei 77.157 Unzen; das waren umgerechnet 70 Mio. USD in bar. Auch für dieses Jahr sind große Dinge geplant: Der Abbau von bis zu 115.000 Unzen bei Produktionskosten von bis zu 790 USD/ Unze und eine allgemeine Betriebskostensenkung durch Anbindung an den örtlichen Stromversorger. Roxgold sieht alle Erwartungen und die Bodenbedingungen positiv bestätigt. Ein aktualisierter Mine-Life-Plan für die Yaramoko-Grube soll folgen, einschließlich einer Entwicklungsstrategie für die Bagassi-South-Lagerstätte.

TMAC RESSOURCES

Nunavut ist ein Bezirk in Nordkanada. TMAC Ressources arbeitet dort im Eigenprojekt: Die Anlage Hope Bay läuft zwischenzeitlich bei voller Produktionskapazität. Am 09. Februar 2016 erfolgte die erste Förderung, zum Ende des Jahres hin wurden 121.600 Tonnen (14,5 Gramm/Tonne Erz, das entspricht insgesamt 56.000 Unzen) gelagert. Nun wird gemahlen: Nach einer anfänglichen Erhöhung des Mühlendurchsatzes auf 1.000 Tonnen wird ein Materialumsatz von 2.000 Tonnen Anfang kommenden Jahres anvisiert. Bislang hat TMAC 350 Mio. USD für den Betrieb aufgewendet – der verzeichnet eine stolze Förderkapazität von bis zu 140.000 Unzen im Jahr, bei Produktionskosten unter 750 USD pro Unze.

TOREX GOLD RESSOURCES

Ebenfalls in Kanada beheimatet ist Torex Gold Ressources. 2016 produzierte das Bergbauunternehmen im mexikanischen El Limon/Guajes 279.939 Unzen bei Produktionskosten von 733 USD/ Unze. Die Fördermenge der sogenannten ELG-Mine soll gesteigert werden: Angepeilt sind bis zu 380.000 Unzen, bei Unterhaltungsgeldkosten von 775-825 USD/ Unze. Torex rüstet derzeit technisch auf und arbeitet an der Verbesserung der Anlagen zur Filtration, Sulfidierung, Säuerung, Recycling und Verdickung. Die Reserve von ELG mit ihrem hohem Goldgehalt war 2015 mit 3,6 Mio. Unzen geschätzt worden. Produziert werden sollen 370.000 pro Jahr, bei Produktionskosten von 616 USD/ Unze.

Praktisch nebenan, nur 7 Kilometer entfernt südlich des Flusses Balsa, liegt ein weiteres Torex-Projekt: Media Luna. Eine vorläufige Schätzung sieht Ausgaben von 482 Mio. USD vor, um die Mine in Betrieb zu nehmen. Es sollen für etwa 13 Jahre jährlich 350.000 Unzen bei Produktionskosten von 636/ Unze fördern.