Sand gehört zu den wichtigsten Rohstoffen der Erde. Doch der scheinbar problemlos verfügbare und zum Beispiel für die Bauwirtschaft elementar wichtige Sand wird oft illegal und unkontrolliert abgebaut und wird in manchen Regionen knapp. Ein drastisches Beispiel hierfür ist Marokko. In Tanger wurden ganze Hotelstädte in kürzester Zeit aus dem Boden gestampft, ein hysterischer Touristikhype entfesselte einen regionalen Bauboom.

Ganze Strände wurden dafür illegal abgetragen und der Bauwirtschaft kostengünstig zur Verfügung gestellt. Der Präsident der marokanischen Vereinigung der Granulathersteller schätzt den bis heute gestohlenen Sand auf rund 45 Prozent des Gesamtbestandes seines Landes. Das Phänomen ist ein globales Problem: Weltweit schrumpfen 90 Prozent der Sandstrände. Die Gründe hierfür sind größtenteils dem illegalen Abbau geschuldet. Neben den ökologischen Problemen lässt sich die Bauwirtschaft in solchen Fällen auf zweifelhafte Rohstoffe ein, die Leben gefährden. Denn, wird der Sand vor dem Betonguss sorgfältig mit Süsswasser abgespült ist der natriumhaltige Sand von einer minderen Qualität, die auch neuerrichtete Gebäude einstürzen lässt.

Für Beton ist Sand unersätzlich. Dass dieser Rohstoff endlich ist, ist eine selten diskutierte Tatsache. Wegen der hohen Transportkosten wird meist Sand verbaut, der aus der Region stammt. Denn bei mehr als 40 Kilometer Entfernung ist bereits die finanzielle Schmerzgrenze erreicht. Sand wird zum knappen Rohstoff und macht ihn damit kostbar.

Auf Branchen Meetings wie zum Beispiel der vor zwei wochen in Houston, Texas abgehaltenen „Frac-Sand-Conference“ (www.frac-sand-conference.com) tauscht man sich nicht nur über die globalen Problemaspekte aus, sondern auch über Zugänge für Investoren. Der texanische Bauunternehmer John Fields: „Die Möglichkeiten für Investoren sich an diesem Rohstoff zu beteiligen wachsen ständig. Und jeder effektive und professionelle legale Abbau, schmälert der Markt des illegalen Abbaus!“