Ereignisse von weltpolitischer Bedeutung strahlen meist auch auf die Rohstoffpreise ab. So stiegen beispielsweise die Werte von Basismetallen wie Kupfer oder Zink nach der Wahl von US Präsident Donald Trump. Hintergrund ist Trumps Vorhaben bis zu eine Billion US Dollar in neue Strassen, Schulen und Brücken zu investieren. Kupfer und Zink gehören zu den in der Baubranche häufig verwendeten Metallen.

Bis Anfang Dezember ging es mit deren Werten nach oben, momentan haben sich diese auf hohem Niveau stabilisiert. Nun herrscht eine angespannte Erwartungshaltung bei Marktteilnehmern wie es weitergeht. Bisher präsentierte sich der neue Präsident jedenfalls so, daß er seinen Worten stets Taten folgen ließ und sich bemühte seine Wahlversprechen einzulösen. Die Attraktivität dieser Basismetalle lässt sich auch an der Zunahme der Diebstähle ablesen. Erst in der Nacht zum letzten Freitag meldete die Polizei in Walldürn einen spektakulären Fall. Einbrecher stiegen dort in ein Firmengebäude ein und verluden offensichtlich mit Hilfe eines Gabelstaplers 44 Stapel einer Zinklegierung. Zum Abtransport der rund 22 Tonnen schweren Beute brauchen die Täter mindestens einen größeren LKW.

Grosse Attraktivität und Aufwärtspotential sehen Analysten derzeit auch bei Gold.

Kaum ein Anleger rechnet hier nämlich derzeit mit einem Preisanstieg. Nach der US Präsidentschaftswahl rutschte der Goldpreis zunächst um über 10 Prozent ab. Die Wende kam dann kurz vor Weihnachten und trieb den Goldpreis bis heute wieder auf über 1250 US Dollar pro Feinunze.

Und die politischen Unwägbarkeiten in der EU, die anstehenden Wahlen, sind bisher noch nicht in die Kurse eingeflossen. Der Leiter der Rohstoffanalyse der Commerzbank Eugen Weinberg: „Der Goldpreiskönnte in diesem Jahr sogar 1400 Dollar erreichen.“