Haben wir in unserer letzten Ausgabe, aus unserer Reihe “Aktuelles über den Boomrohstoff Lithium” die Gigafactory von Tesla in den Mittelpunkt der Nachrichten gestellt, so wollen wir diesmal aufzeigen, dass auch innovative kleinere Unternehmen Sensationelles leisten. Wer denkt, dass der Lithiumboom bereits seinen Höhepunkt erreicht hat wird überrascht sein zu lesen, dass auch Staaten einen signifikanten Schwenk in Richtung Elektromobilität durchführen. Vieles deutet daher darauf hin dass der Markt für Elektromobilität und Energiespeicherung erst so richtig in Fahrt zu kommen scheint.

Wussten sie dass…

die Firma Kreisel Electric aus dem österreichischen Mühlviertel einen Elektroantrieb und ein Batteriesystem entwickelt hat und vertreibt, von dem sogar Japan und internationale Großkonzerne schwärmen?

Kreisel Batterie

Quelle: Fa. Kreisel Electric

Das Batteriesystem ist im Vergleich zu Teslas Batterie nicht nur wesentlich leichter sondern hat auch eine wesentlich höhere Energiedichte. Damit fährt ein Porsche Panamera nicht, wie bisher 190 km elektrisch, sondern bis zu 450 km. Und das mit entsperrter Geschwindigkeitsbegrenzung über 300 kmh. Doch das ist noch lange nicht alles. Sogar nach 400.000 km hat diese Batterie immer noch 80% ihres Ladevolumens und kann extern weiter als Energiespeicher genutzt werden. Das Tüpfelchen am I ist aber die computergesteuerte interne Kühlung, die das System in Punkto Sicherheit weit über die Produkte anderer Marktteilnehmer stellt und dem Fahrzeug nebenbei auch noch Über- oder Unterladungen sofort mitteilt. Ein Schnellladegerät mit 22kw schafft das Beladen der Batterie mit Haushaltsstrom innerhalb einer Stunde.

Wussten sie dass…

auch an der kalifornischen Universität eine Batterie entwickelt wurde, die mit sensationellen Werten aufwartet? Einer Pressemeldung zufolge hat eine Forscherin einen Akku entwickelt, der bis zu 400 Jahre halten kann. Mehr als 200.000 Ladungen hält dieser Akku ohne an Leistung zu verlieren. Im Gegensatz dazu hält ein normaler Akku, wie der eines Laptops, nur rund 500 Ladungen. Natürlich sind Forschungsergebnisse einer Universität noch Frühstadien und lässt noch lange keine marktreifen Geräte erkennen. Doch auch diese Nachricht zeigt in welche Dimensionen die Forschung und Entwicklung bereits vorgedrungen ist. So wird es wohl nicht mehr lange dauern bis Batterien dem klassischen Treibstoff in Preis und Leistung mehr als gleichwertig sein werden. Und das wäre der endgültige Durchbruch für die Elektromobilität und der Todesstoß für alle Verbrennungsmotoren.

Wussten sie dass…

in der EU in der ersten Oktoberwoche ein Antrag eingereicht wurde, der die Produktion von Diesel- oder Benzinbetriebenen Fahrzeugen ab dem Jahr 2030 verbieten soll? Und dass dieser Antrag von der überwiegenden Zahl der Mitglieder begrüßt wurde?

Auch wenn es derzeit nur ein Antrag ist, der vorliegt, so darf man gesichert davon ausgehen, dass er in dieser oder ähnlicher Form auch in nächster Zeit als Gesetz verabschiedet wird. Welche gewaltigen Veränderungen dies nicht nur in der Autoindustrie hervorrufen wird, ist aus heutiger Sicht noch gar nicht begreifbar. Und sollte dieses europäische Modell dann Schule machen, so werden weitere Großmächte nicht umhin können ebenfalls auf diesen fahrenden Zug aufzuspringen. Global gedacht stellt sich dann natürlich die Frage womit die bisher reichen erdölproduzierenden Länder dann ihre Brötchen verdienen werden. Die weltweite Industrie alleine wird wohl kaum zu deren Lebenserhalt reichen.

Wussten sie dass…

in Verbindung mit der Herstellung von Batterien und anderen Speichermedien auch das Recycling eine immer größer werdende Herausforderung darstellt. Auch wenn die kommenden Speichermedien eine immer längere Lebenszeit aufweisen, auch sie haben ihr Laufzeitende und beherbergen hochwertige Rohstoffe. Das Recycling der Rohstoffe steckt noch in den Kinderschuhen, zu hoch sind aktuell noch die Kosten gegenüber den Werten der gewonnenen Rohstoffe. Eine Übergangslösung für alternde Batterien und sonstige Endspeichergeräte hat die Fa. Bosch, zusammen mit BMW und Vattenfall ins Auge gefasst. Demzufolge werden alternde Energiespeicher gesammelt und, zu Blöcken gebündelt, als kommunale Energiespeicher Verwendung finden. Eine recht gute Idee für alle Kommunen, die zumeist ohnehin kaum Kapital für viele Bereiche besitzen.

Aber generell ist die Forschung und Entwicklung mehr denn je gefragt um brauchbare Lösungen für ein Recycling auf den Markt zu bringen. Lösungen in diesem Bereich würden große Mengen an Lithium wieder in den Markt bringen, aber auch Kobalt, das übergroßen Engpässen entgegensieht. Doch auf weiter Flur sind derzeit so gut wie keine innovativen Ansätze zu sehen, die dieses immens wichtige Thema des Recyclings nachhaltig lösen könnten. Zu sehr scheinen derzeit alle Bemühungen alleine auf die Entwicklung von Speichermedien ausgerichtet zu sein.

Das ist auch mit ein Grund warum man als Investor bei gut aufgestellten Lithiumunternehmen auf der überwiegend sicheren Seite liegt. Auf dem Miningscout führen wir speziell in diesem Bereich hochinteressante Unternehmen, die es Wert sind genannt zu werden.

Mit der australischen Bergbaugesellschaft Neometals Ltd. (ASX: NMT; WKN: A12G4J; ISIN: AU000000NMT1) haben wir ihnen auf unserer Homepage einen kommenden Produzenten vorgestellt, der im 4. Quartal 2016 die Produktion aufnehmen wird, und über seinen Partner ELI Process imstande ist, hochreines Lithiumoxid zu produzieren. Neometals steht durch sein weitgehend fertig entwickeltes Platinprojekt künftig auf 2 gesunden Beinen und gehört zu den wenigen westlichen Unternehmen, die in Kürze den Markt beliefern werden.

Pilbara Minerals (ASX: PLS; WKN: A0YGCV; ISIN: AU000000PLS0), ebenfalls ein westaustralisches Unternehmen, besitzt nicht nur Tantal auf einem seiner Projekte sondern mit Pilgangoora die weltweit zweitgrößte Lithiumliegenschaft im Endstadium der Entwicklung. Im letzten Quartal 2016 wird die endgültige Wirtschaftlichkeitsstudie fertiggestellt sein und daraufhin der Start für den Produktionsaufbau für 2017/2018 erfolgen. Trotz der großen Ressource von 192.000 Tonnen Lithiumoxid und 10,7 Mio. Pfund Tantalpentoxid reißen sich die Abnehmer um Verträge. Wesentliche Abschlüsse wurden mittlerweile fixiert und eine eigene Produktion für hochreines Lithiumhydroxid und Lithiumkarbonat ist in Entwicklung.

Lithium Australia (ASX: LIT; WKN: A14XX2; ISIN: AU000000LIT3), drückt mit einer eigens entwickelten Technologie die Produktionskosten um rd. 50% gegenüber dem Mitbewerb. Das eigene Projekt wird voraussichtlich in 2 Jahren zur Produktion gelangen. Daneben ist man in Verhandlungen für zusätzliche Lithiumprojekte. Darüber hinaus ist man durch die entwickelte Produktionstechnologie mit anderen Lithiumunternehmen in Verhandlung um diese Technologie gewinnbringend in deren Projekte einbringen zu können. Lithium Australia ist somit nicht nur ein kommender Produzent von hochwertigem Lithium sondern auch gewinnträchtiger Vermarkter seiner Technologie.

Übrigens: Die o.g. Gesellschaften stellen sich im Rahmen der “Invest in Australian Resources” Konferenz 2016 in Frankfurt und der Edelmetall & Rohstoffmesse in München am Stand #26 persönlich vor.

Um kostenlose Eintrittskarten für das Event in München zu erhalten, registrieren Sie sich bitte noch heute unter folgendem Link (Karten nur solange der Vorrat reicht): https://www.edelmetallmesse.com/de/voranmeldung.html