Die groß angekündigte Korrektur und Sommerflaute scheint diesmal bei einem kleinen charttypischen Rücksetzer zu verbleiben. Waren von den meisten Marktexperten rückläufige Kurse bis in den Bereich von USD 1.250 bis 1.280 je Unze für Gold und USD rd. 18,00 für die Unze Silber prognostiziert worden, so hat der Markt es einfach nicht zugelassen.

Ein Blick auf die Charts zeigt folgendes Bild:

Pic 1 Goldchart

Quelle: Gold-Eagle.com

Hatte man darauf vertraut dass die Korrektur die Indikatoren auf ein Kaufsignal generierendes Niveau zurückführen würden, so war bereits auf halben Wege wieder Schluss und die Tageskerzen von Donnerstag und Freitag zeigen einen Trendwechsel auf, der in nächster Zeit steigende Kurse erwarten lässt. Der MFI (Money Flow Index) zeigt bereits wieder nach oben, auch wenn die Stochastik noch auf hohem Niveau steht und der Moving Average gegen Süden zeigt und somit den erneut startenden Trend noch nicht erkannt hat. Speziell der nachlaufende Moving Average benötigt mehr Tageskerzen um zu reagieren.

Das zeigt an dass genügend Kaufdruck am Markt vorhanden ist der die Korrektur vorzeitig beenden ließ. Zwar passt dieser Rücksetzer mit rd. USD 60 je Unze (USD 1.377 -> SD 1.310) in das Korrekturbild vom Juni 2016, wo ebenfalls rd. USD 60 je Unze (USD 1318 -> USD 1.252) gesehen wurden, wurde aber, wie schon erwähnt, ähnlich der Korrektur im Mai 2016 erwartet, wo die Korrektur von rd. USD 106 je Unze die Indikatoren Stochastik und Moving Average in den überverkauften Bereich führte.

Ein ähnliches Bild sehen wir bei Silber:

Pic 2 Silberchart

Quelle: Gold-Eagle.com

Auch bei Silber finden wir die gleiche Situation wie bei Gold vor. Anstatt von USD 21,22 je Unze auf die „bereinigenden“ rd. USD 18,- je Unze zu korrigieren, war ebenfalls bereits bei USD 19,27 Schluss. Auch hier hatte es der Käufermarkt nicht zugelassen und in den letzten beiden Tageskerzen bereits wieder einen erneuten Aufwärtstrend eingeleitet.

Geht man von den marktüblichen Bewegungen aus, so könnten beide Edelmetalle bis in den September steigende Kurse erwarten, bevor der nächste Rücksetzer anstünde. Das wäre durchaus als gutes Zeichen zu werten, denn üblicherweise setzt nach einer Sommerflaute – die heuer eigentlich keine war – der Herbst kräftige Lebenszeichen bei den Kursen. Da die Zinspolitik der USA, die den Goldpreis beeinflusst, für September wohl keine Erhöhung des Leitzinssatzes erwarten lässt, so schwinden damit auch die möglichen Negativeinflüsse auf Gold und Silber als Kurspartner für die nächste Zeit.

Wie es somit aussieht scheint die Korrektur tatsächlich bereits wieder vorbei zu sein, wobei mit Störungen im sich ausbildenden Aufwärtstrend immer gerechnet werden muss.

Werfen wir durch eine Grafik des GDX (Index) noch einen Blick auf die Goldminenaktien:

Pic 3 Golminenaktien Index

Quelle: Gold-Eagle.com

Auch hier sehen wir eine Parallelentwicklung zu den Metallen. Alle Indikatoren befinden sich aktuell in der Ausbildung eines neuen Aufwärtstrends und lassen daher vermuten, dass auch für die Goldminenaktien die Korrektur vorbei ist. Das Verbleiben der Kurse über der Trendlinie signalisiert einen weiter aufrechten Bullenmarkt. Ob der Anstieg, wie von vielen interpretiert, nun tatsächlich bis USD 37,- führt oder nur bis USD 34,- als nächstes Hoch bleibt abzuwarten. Welche Edelmetallkurse wir zum Jahresende sehen werden ist noch Spekulation, aber sowohl Gold als auch Silber und damit verbunden Edelmetallaktien finden aktuell sehr gute Voraussetzungen für gutes Kurspotential vor.