Der Goldpreis hat sich am gestrigen Donnerstag wieder an die Marke von 1.200 USD pro Unze herangetastet. Die jüngsten Kommentare von Fed-Chefin Janet Yellen deuteten auf eine spätere und langsamere Zinserhöhung in den USA hin (Wir berichteten), was den US-Dollar unter Druck setzte und Gold deutlich Auftrieb gab.

Sorgen um die wirtschaftlichen Auswirkungen eines immer wahrscheinlicheren Austritts Griechenlands aus der EU spielten ebenfalls eine Rolle bei der Goldpreiserholung. Ein großer Teil der gestrigen Entwicklung aber dürfte darauf zurückzuführen sein, dass Spekulanten massive Short-Positionen eindecken mussten.

In der vergangenen Woche hatten Großinvestoren am Futures-Markt, wie beispielsweise Hedge-Fonds, ihre Wetten auf einen sinkenden Goldpreis gegenüber der Vorwoche um gewaltige 31% ausgebaut. Laut der CFTC (Commodity Futures Trading Commission ) stiegen diese Shortpositionen in der Woche bis zum 9. Juni auf 233,5 Tonnen (mehr als 8,2 Mio. Unzen). Das waren sogar mehr als die 7,7 Mio. im März, als der Goldpreis Tiefstände bei 1.150 USD pro Unze verzeichnete. Netto sind die Hedge-Fonds mittlerweile nur noch Long-Positionen von 4,5 Mio. Unzen auf den Goldpreis eingegangen. Das sind über 10 Mio. Unzen weniger als noch im Januar dieses Jahres.

Allerdings, darauf weisen die Experten der Saxo Bank hin, kommt es, wenn die Hedge-Fonds so geringe Wetten auf einen steigenden Goldpreis eingehen, häufig zu einem Preisanstieg. Das sei seit 2006 nun schon vier Mal geschehen.

Die Marke von 1.200 USD pro Unze Gold hat sich mittlerweile als solide Unterstützung für Gold erwiesen. Experten zufolge muss der Goldpreis aber, damit ein wirklicher Anstieg gelingen kann, die Marke von 1.230 USD je Unze nachhaltig hinter sich lassen. Zuletzt stand Gold im Januar dieses Jahres höher als 1.230 USD je Unze.

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