Der lateinamerikanische Edelmetallproduzent Hochschild Mining (WKN A0LC38) ist der Ansicht, dass eine Erholung des Silberpreises, der in der Nähe seines Fünfjahrestiefs notiert, davon abhängt, dass die Käufer das Metall als Investment erwerben.

Laut CEO Ignacio Bustamante ist die Investmentnachfrage die entscheidende Komponente, die allerdings kurzfristig nur sehr schwer vorherzusagen sei. Mittel- und langfristig aber, zeigt sich Bustamante überzeugt, werde die Nachfrage nach Silber als Investment steigen.

Der Einbruch des Silberpreises setzt Edelmetallproduzenten wie die peruanische Hochschild schwer unter Druck. Der Konzern meldete so am gestrigen Mittwoch einen Verlust für das vergangene Geschäftsjahr. Der Silberpreis fällt nun bereits zwei Jahre in Folge, insbesondere auf Grund der Stärke des US-Dollars, was die Nachfrage nach dem Metall als Inflationsabsicherung schrumpfen lässt.

Das in Washington ansässige Silver Institute prognostizierte für 2014 eine Silberminenproduktion von 867,7 Mio. Unzen, wobei rund 30% des Ausstoßes von so genannten Primärproduzenten stammt und der Rest als Beiproduktion auf Kupfer-, Blei- und anderen Minen anfällt.

Eine Unze Silber kostet derzeit etwas unter 16 USD, während es 2011 noch 49 USD waren. Silver Wheaton (WKN A0DPA9), der größte Finanzier von Edelmetallminen, erklärte bereits im Dezember, dass rund die Hälfte der primären Silberminen bei 19 USD pro Unze keinen Gewinn macht. Sollte der Silberpreis sich noch lange, auf dem aktuellen Niveau bewegen, dürften deshalb einige Minen schließen müssen, so der Konzern weiter.

Hochschild, das Unternehmen betreibt Minen in Peru und Argentinien, machte 2014 einen Nettoverlust von 68,9 Mio. Dollar nach 123,1 Mio. Dollar im Vorjahr. Man versucht, die Kosten als Reaktion auf den niedrigen Preis zu senken und prognostiziert für dieses Jahr so genannte „all-in sustaining costs“ von 15 bis 16 USD pro Unze. 2014 lagen diese auf der größten Mine des Konzerns noch bei 17,40 USD je Unze.

Hochschild förderte im vergangenen Jahr 22,2 anrechenbare Unzen Silberäquivalent und zielt für 2015 auf rund 24 Mio. Unzen ab.

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