Für Minen stehen viele Investoren nach wie vor an der Seitenlinie

Für Minen stehen viele Investoren nach wie vor an der Seitenlinie roxcon - Fotolia / Avanti/Ralf Poller

Vergangene Woche haben wir berichtet, dass viele Minengesellschaften nach den sehr schwachen Jahren 2013 und 2014 für Übernahmen und Beteiligungen im Jahr 2015 wieder mehr Geld auszugeben gedenken. Eine aktuelle Recherche von mining.com, welche wir Ihnen an dieser Stelle nicht vorenthalten wollen, beleuchtet die Situation bei einigen großen Investmenthäusern.

Demnach warten viele der namhaften Investmentgesellschaften noch auf den finalen Ausverkauf und auf attraktivere Einstiegspreise. Das Sentiment müsse erst drehen, damit man in einen steigenden Markt einsteigen könne. Sollte sich die Situation nicht verbessern, so kann es durchaus sein, dass sich das bereitgestellte Kapital anderen Anlageklassen zuwende. Das kann geschehen wenn in diesem Bereich keine mittel- bis langfristige Erholung in Sicht ist und die institutionellen Anleger generell das Interesse an den Rohstoffen verlieren. Derzeit stehen allerdings noch viele Investoren mit prall gefüllten Taschen an der Seitenlinie und beobachten den Markt.

Die neu gegründete Venturegesellschaft X2 Resources zum Beispiel, gegründet vom ehemaligen Xstrata Direktor Mick Davis hat für Investitionen an die 5 Mrd. US-Dollar in der Hinterhand.

Apollo Global Management, eine private Beteiligungsgesellschaft, hat 2013 USD 1,3 Mrd. eingesammelt und davon gerade einmal USD 300 Mio. im Februar 2013 für einen Deal mit einer Kohle Mine in Virginia abgeschlossen.

Denham Capital's letzte Investition ging mit USD 100 Mio. an Auctus Minerals. Man ist aber daran interessiert den Fond mit einem Vermögen von rd. USD 7,9 Mrd. weiter aufzufüllen. Brookfield Capital Partners hat in seinem Topf USD 3 Mrd. für Liegenschaften und Infrastruktur angesammelt.

Waterton Global Resource Management hat im April 2014 USD 1 Mrd. eingesammelt und davon bislang nur Kleininvestitionen, überwiegend in Goldprojekte in Nevada, vorgenommen. Darüber hinaus auch nur die Übernahme der Goldmine Chaparral in Nevada für USD 73 Mio. Resource Capital Funds, eine der aktivsten Beteiligungsgesellschaften, hat in letzter Zeit an die USD 4 Mrd. eingesammelt, und ihr Pulver noch lange nicht verschossen.

BlackRock World Mining hat sich in vergangener Zeit mit afrikanischen Eisengesellschaften und der Ebola-Plage gehörig die Finger verbrannt und wird von der Investmentbranche als warnendes Beispiel für voreilige Geschäfte gesehen.

QKR Corp., ein USD 1 Mrd. Fond aus Quatar, errichtet von den ehemaligen Managern von JP Morgan Lloyd Pengilly und Roger Kennedy, hat im vergangenen Jahr um USD 110 Mio. die Navachab Mine von Anglo American erworben. Seitdem ist es sehr still geworden um weitere Aktivitäten des Fonds.

Magris Resources, gegründet von Aaron Regent, Ex-CEO bei Barrick, vermeldete vor 2 Wochen den Abschluss der Übernahme der Niob-Mine in Quebec von IamGold um USD 530 Mio. Es ist aber bekannt, dass Aaron Regent zu den risikofreudigen Investoren zählt.

Sandown Bay Resource Capital, gegründet von ehemaligen Mitarbeitern bei Rio Tinto und KKR, hatten USD 1 Mrd. angehäuft, aber in den vergangenen 7 Monaten ihres Bestehens hat man noch keine Aktivitäten erkennen können.

Wie an der beispielhaften Auflistung etlicher großer Marktplayer erkennbar ist, so stünde bei Erstarkung des Marktes enorm viel Kapital zur Belebung der Branche zur Verfügung. Doch wie bei vielen kleinen Privatinvestoren, der Markt muss sich das Vertrauen erst wieder zurück erobern um dementsprechend mit Liquidität versorgt zu werden.

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