Deutschland und die übrigen europäischen Staaten leiden unter einer schwachen Konjunktur. Staatliche Investitionen könnten dem Kupferpreis zum Aufschwung verhelfen.

Die Regierungen in Europa sind sicher nicht begeistert von den eher schwachen Konjunkturdaten. Daher wären Gegenmaßnahmen, nämlich die Ankurbelung staatlicher Ausgaben, ein Mittel, um die Wirtschaft zu stärken. Und dies wegen der Panik, die Konjunktur könnte zusammenbrechen und den Arbeitsmarkt in Mitleidenschaft ziehen. Sicher hat Angela Merkel kein Interesse daran, dass die Stimmung kippt und eine Wiederwahl in Frage gestellt wird.

In der Regel kommen solche staatlichen Pläne den Infrastrukturprojekten zu Gute. Auch wenn solche Vorhaben volkswirtschaftlich gesehen eher unproduktiv wären und eine Entlastung der Konsumenten durch niedrigere Steuern sinnvoller wäre. Auf jeden Fall sollte das Baugewerbe profitieren und damit den Kupferverbrauch steigern. So zeigt sich auch der Kupferpreis stabiler als andere Basis -und Inustriemetalle. Begründet dürfte dies in einer anhaltenden Versorgungslücke sein. Dies zeigen auch die Lagerbestände an den Terminbörsen. Mit nur 270.000 Tonnen befinden sie sich auf dem niedrigsten Stand seit fünf Jahren.

Denn die Kupfernachfrage steigt: In der ersten Jahreshälfte 2014 um 14,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In diesem Zusammenhang ist auch der positive US-Arbeitsmarktbericht vom September – die niedrigste Arbeitslosenquote seit Juli 2008 – ein gutes Zeichen. So erwarten auch die Analysten der Großbank UniCredit für die erste Hälfte 2015 einen Kupferpreis um die 7.000 US-Dollar je Tonne.