Das ist ein Paukenschlag: Der australische KupferproduztenKylylahti-Mine verkauft seine finnischen Assets – für 95 Mio. Mio. USD!

Genauer gesagt gehen die produzierende Kylylahti-Mine sowie bis auf einige Explorationsassets alle Ländereien und Anlagen des Unternehmens an die schwedische Boliden (WKN 983215). Dafür erhält Altona 95 Mio. USD zuzüglich eines eventuellen Ausgleichs für bis zum Abschluss des Deals vorgenommene Investitionen, Betriebskapital und Nettoverbindlichkeiten, der die Transaktionssumme voraussichtlich auf 100 Mio. USD (rund 106 Mio. AUD) erhöhen dürfte.

Die Transaktion hängt allerdings unter anderem noch von der Zustimmung der Altona-Aktionäre ab, die darüber auf einer Hauptversammlung entscheiden sollen, die am oder um den 14. August 2014 abgehalten werden soll. Hier wird eine einfache Mehrheit der Stimmen benötigt. Von Seiten der finnischen Wettbewerbsbehörden erwartet Altona keinen Einspruch, da das Produktionsvolumen im Vergleich zur Größe des europäischen Marktes gering ist.

Altona rechnet damit nach Abschluss der Transaktion, über Cash in Höhe von 120 bis 125 Mio. AUD zu verfügen. Zudem geht man davon aus, dass genügen Verlustvorträge vorhanden sind, um alle aus dem Deal entstehenden Steuerforderungen abzudecken.

Und was hat Altona dann mit diesem Geld vor? Geplant ist laut der heutigen Pressemitteilung eine Auszahlung an die Aktionäre von 15 Cent pro Aktie, was ungefähr 80 Mio. AUD entsprechen würde. Dieses wird aus einer Kombination aus einer Kapitalherabsetzung, einem Aktienrückkaufprogramm oder einer Dividende bestehen. Zu welchen Teilen wird das Unternehmen entscheiden, sobald man den Entscheid der australischen Steuerbehörde vorliegen hat.

Sollten die Aktionäre der Transaktion zustimmen und die Ausschüttung wie geplant erfolgen, wird Altona also noch über 40 bis 45 Mio. AUD an Cash verfügen sowie über 100% am Little Eva-Projekt in Queensland und eine Beteiligung am angrenzenden Chinalco Yunnan Roseby Explorations-Joint Venture. Darüber hinaus wird man noch die Rechte an einigen Explorationsassets in Finnland halten.

Im Detail wird Altona am Hautalampi-Projekt in der Nähe von Outokumpu festhalten. Allerdings hat das Unternehmen Boliden eine Option gewährt, die Hautalampi-Lagerstätte gegen eine Erlösbeteiligung (Net Smelter Royalty) von 2% an Altona abzubauen oder das Projekt direkt für 3 Mio. USD zu erwerben. Darüber hinaus hält Altona an der Nickelmine Sarkiniemi fest.

Nach Abschluss der Transaktion und der Auszahlung der Aktionäre will Altona sich dann darauf konzentrieren, einen strategischen Partner für Roseby zu finden oder auch dieses Asset zu verkaufen, um so weitere Werte für die Aktionäre zu schaffen. Parallel dazu will man Little Eva weiter aufwerten, indem man Bestimmungsbohrungen auf den Satellitenlagerstätten Turkey Creek und Lady Clayre vornimmt und die sehr aussichtsreichen Ziele auf Greenhills und Airport testet. Zusätzlich will man die Reserven optimieren. Um der wegfallenden Produktion in Finnland gerecht zu werden und den Cashburn zu minimieren, sollen zudem die allgemeinen Kosten gesenkt werden. Darüber hinaus werde man über Unternehmens- oder Assettransaktionen nachdenken, um weitere Werte für die Aktionäre zu schaffen, hieß es.

Auf den ersten Blick erscheint uns die Summe, die Boliden für Altonas finnische Assets zahlen wird, durchaus angemessen und die geplante Ausschüttung an die Aktionäre, die nur geringfügig unter dem gewichteten Durchschnittskurs von Altona in den vergangenen drei Monaten liegt, ebenfalls gerechtfertigt.

Wie es mit Altona nun weitergeht hängt nach Abschluss des Deals aber allein davon ab, was das Unternehmen in Bezug auf Roseby auf die Beine stellen kann – potenziell ein wesentlich größeres und Gewinn bringenderes Projekt als das finnische Outokumpu-Projekt.

Altona befindet sich ja bereits seit Längerem in Gesprächen mit verschiedenen Interessenten über eine mögliche Beteiligung oder einen Verkauf. Angesichts dessen, dass das Unternehmen nun seine finnischen Assets fast komplett abstoßen wird, könnte man spekulieren, dass sich auch in dieser Hinsicht in näherer Zukunft etwas tun könnte. Aber das ist zu diesem Zeitpunkt wie gesagt reine Spekulation.

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