Der Goldpreis hat in der vergangenen Woche einen Satz nach oben gemacht und notiert wieder deutlich über der Marke von 1.300 USD pro Unze. Und die deutliche Mehrheit der in einer Erhebung von Kitco News unter Goldhändlern, Investmentbanken, Futures-Tradern und Chartanalysten befragten Experten geht davon aus, dass das gelbe Metall diesen Schwung auch in die neue Handelswoche mitnehmen wird.

Von den 26 Teilnehmern der Umfrage rechnen 18 mit steigenden Kursen, während nur sechs Befragte von einem Preisrückgang ausgehen und zwei eine Seitwärtsbewegung erwarten.

Nach Ansicht von Beobachtern hat der Goldmarkt endlich realisiert, dass die US-Notenbank auch in absehbarer Zukunft an einer „sehr lockeren“ Geldpolitik festhalten wird. Fed-Chefin Janet Yellen habe klargestellt, dass jedwede Zinsanhebungen noch eine ganze Weile auf sich warten lassen würden und angedeutet, dass eine höhere Inflation ihr keine Sorgen mache, hieß es. Der Goldpreis war nach dem Junitreffen der US-Notenbanker bereits leicht gestiegen, bevor die erneute Krise im Irak zu einem schnellen Anstieg führte.

Dieser erfolgte allerdings auch erst, als US-Präsident Barrack Obama ankündigte, bis zu 300 Militärberater in den Irak zu schicken und andere Möglichkeiten der Unterstützung für den Irak ausloten zu wollen.

Auch andere Experten weisen auf die Kombination aus einer leicht vorsichtigeren Fed (in Bezug auf das US-Wirtschaftswachstum), der Krise im Irak und einem charttechnischen Ausbruch über den gleitenden 200-Tagedurchschnitt hin.

Jene Teilnehmer der Kitco-Umfage, die von einem sinkenden Goldpreis ausgehen, glauben, dass die Rallye zu plötzlich erfolgte und so ein Rücksetzer zu erwarten sei. Zudem wiesen sie darauf hin, dass der Anstieg bei einer gleichzeitig relativ schwachen physischen Nachfrage erfolgt sei. Ein Problem, das Gold schon seit einigen Monaten plagt.

In frühen europäischen Handel (09:00 Uhr deutscher Zeit) steigt der Goldpreis erst einmal weiter an und liegt bei 1.316,40 USD pro Unze.

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