China National Gold: Große Einkaufstour in Kanada?

China National Gold: Große Einkaufstour in Kanada?

Der chinesische Goldmarkt hat in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung genommen. Es bedarf nicht viel Phantasie um zu erwarten, dass mit der zunehmenden Freigabe des Goldmarktes durch die Behörden der Edelmetallboom in dem asiatischen Land weiter gehen wird. Längst gehört China zu den wichtigsten Akteuren auf dem Goldmarkt und importiert enorme Mengen des Metalls. Das ist Grund genug für Unternehmen wie die staatliche China National Gold, sich außerhalb der Landesgrenzen nach Zukaufoptionen und Partnerschaften umzuschauen.

Dass die Chinesen im Rohstoffsektor international auf Einkaufstour sind, ist nichts Neues. Der Expansionsfokus liegt derzeit vor allem auf Regionen wie Zentralasien, aber auch Afrika oder Lateinamerika werden genau beobachtet. Doch dieser Fokus könnte sich etwas verschieben. Standen bisher vor allem Projekte und Unternehmen in Schwellenländer auf dem Einkaufszettel, könnten sich die Asiaten zunehmend auch in den Industrienationen nach Partnerschaften und Übernahmen umschauen.

China National Gold streckt Fühler nach Kanada aus

Ein Schritt hierzu könnte das neue Büro sein, das China National Gold nun in Vancouver eröffnet hat. Die kanadische Metropole ist einer der Hot-Spots vor allem für junge Minengesellschaften, die Rohstoffprojekte erkunden und Richtung Förderung voran treiben – eine Sparte der Bergbaubranche, die es seit Jahren am Kapitalmarkt nicht besonders einfach hat, wenn es um die Aufnahme neuer Gelder geht.

Hinzu kommt: Viele Konzerne im Bergbausektor haben zuletzt Millionen und Milliarden in Projekten versenkt, die sich durch die gefallenen Preise und gestiegenen Kosten teilweise oder komplett nicht mehr rechnen oder anderweitige Probleme bereiten – seien es zum Beispiel politische oder technische Gründe. Die schwierige Lage und der Kapitalbedarf vieler Unternehmen öffnet den Chinesen angesichts der Zurückhaltung des Kapitalmarkts nun ein Einfallstor für Partnerschaften und Zukäufe. Im Fokus dürfte dabei neben Gold und Silber vor allem Kupfer stehen.

"Big Deals" in Vorbereitung?

Doch offenbar will man nicht nur mit den "Kleinen" der Branche reden. Gespräche über mögliche Partnerschaften mit dem kanadischen Platzhirschen Barrick Gold (ISIN: CA0679011084) werden bestätigt. Dabei geht es wohl vor allem um Barricks Mehrheitsanteil an African Barrick Gold (ISIN: GB00B61D2N63), die Goldprojekte in Tansania betreibt. Dass sich die kanadische Barrick Gold auf diesem Wege vom Problemkind, dem Goldprojekt Pascua Lama an der chilenisch-argentinischen Grenze, trennen wird, scheint dagegen unwahrscheinlich.

Zudem halten sich hartnäckig auch weitere Spekulationen, unter anderem dass sich die Chinesen bei Ivanhoe Mines (ISIN: CA46579N1033) bzw. in die afrikanischen Projekte des Unternehmens einkaufen werden. Derartige Deals hätten dann, was die Ambitionen der Asiaten angeht, eine ganz andere Qualität als bisherige Deals im Goldsektor, auch wenn China National Gold darauf verweist, dass keine aktuellen Gespräche mit Ivanhoe Mines stattfinden. Bekannt ist aber, dass China National Gold und Ivanhoe-Mastermind Robert Friedland einen engen Draht zueinander haben.

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