Der Rohstoffriese BHP Billiton (ISIN: GB0000566504) wird sich mehr und mehr auf die Bedürfnisse des chinesischen Marktes ausrichten. Dies geht aus Aussagen hervor, die Konzernchef Andrew Mackenzie gegenüber der Presse getroffen hat. Die Manager des Unternehmens nehmen dabei vor allem die nächste Entwicklungsstufe in den Fokus, die China ihrer Meinung nach nun durchlaufen werde. Die chinesische Wirtschaft entwickle sich aus einer Aufbauphase in eine Konsumphase, glauben Mackenzie und Co. – allerdings schränken die Manager diese Transformation noch ein: Man geht davon aus, dass Chinas Urbanisierungstrend noch lange Zeit anhalten werde.

Diese Einschätzungen haben Auswirkungen auf die Strategie von BHP Billiton. Einen Umschwung sieht man zum Beispiel seit einiger Zeit schon in der Kalisparte. Diese kann man schon zu den Kernbereichen bei BHP Billiton zählen, der Konzern hat hier 800 Millionen Dollar jährliche Investitionen angekündigt. Experten gehen davon aus, dass mit sich ändernden Ernährungsgewohnheiten in China zukünftig wesentlich mehr Düngemittel gebraucht werden – Kali ist ein enorm wichtiger Rohstoff für die Düngemittelproduktion. Zentrale Kernbereiche sieht Mackenzie für BHP Billiton im Geschäft mit Kupfer, Kohle, Eisenerz sowie Öl und Gas.

Dass Chinas stark wachsende Wirtschaft, die Urbanisierung und der steigende Konsum zudem den Strombedarf des Landes in die Höhe schnellen lässt, ist in der BHP-Chefetage natürlich nicht unbemerkt geblieben. Trotz der sinkenden Kohlepreise ist man daher um das Kerngeschäft nicht Bange. Mackenzie geht davon aus, dass zukünftig mehr Kohle benötigt werde, nicht weniger. Und auch in der Eisenerzsparte gibt man sich kämpferisch: Der Bereich sei auch bei noch niedrigeren Preisen konkurrenzfähig, so der Manager mit Blick auf die jüngsten Preisstürze für die Tonne des Stahl-Rohstoffs.

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