Liberia ist seiner ersten kommerziellen Goldmine einen Schritt näher gekommen. Denn die kanadische Aureus Mining (WKN A1H9DM) hat nun Zugriff auf 100 Mio. Dollar an Krediten, um den Bau ihrer Goldmine New Liberty zu finanzieren. Bislang war Liberia für seine Eisenerzvorkommen bekannt – nicht für Gold.

Die 100 Mio. Dollar, die von Nedbank, FirstRand Bank und Rand Merchant Bank stammen, decken den Rest der Kosten für New Liberty ab. Aureus ist mit den grundlegenden Bodenarbeiten bereits gut vorangeschritten, da man schon vor einiger Zeit erhebliche Summen an Kapital aufnehmen konnte, um das Projekt voranzubringen – 80 Mio. Dollar 2012 und weitere 15 Mio. Dollar Mitte April dieses Jahres. Um aber in der Lage zu sein, die Ziellinie auch überschreiten zu können, mussten erst die Kredite durchgehen.

Insgesamt schätzt Aureus die Kosten für den Bau der Mine, die 859.000 Unzen Gold über eine Lebensdauer von acht Jahren produzieren soll, auf 152 Mio. Dollar. In den ersten sechs Jahren soll die Mine im Schnitt 120.000 Unzen Gold pro Jahr liefern. Die Lagerstätte ist für einen Tagebau mit Reserven von 8,5 Mio. Tonnen bei 3,4 Gramm Gold pro Tonne (924.000 enthaltene Unzen Gold) vergleichsweise hochgradig. Allerdings ist auch das Verhältnis von Abraum zu Erz mit durchschnittlich 15,5:1 hoch.

Gehalt und die so genannte Strip Ration scheinen sich aber, was die Wirtschaftlichkeit angeht, gut auszubalancieren. Die operativen Cashkosten werden auf 668 USD pro Unze geschätzt und die all-in sustaining costs auf „nur” 850 USD pro Unze. Bei einem Goldpreis von 1.300 USD je Unze, würde das Projekt einen internen Zinsfuß nach Steuern von 19% erbringen.

Durch den nun erlangten Zugang zu den Krediten kann Aureus seinen Zeitplan einhalten, der den ersten Goldbarrenguss im ersten Quartal 2015 vorsieht. Das wäre ein bedeutendes Ereignis sowohl für das Unternehmen als auch für Liberia. Denn trotz gewaltigen geologischen Potenzials verfügt das Land derzeit nicht über eine produzierende Mine. Liberia litt besonders in den 1980er und 1990er Jahren unter Missregierung, was unter anderem Exploration und Minenentwicklung einen Dämpfer versetzte. Doch unter Präsidentin und Nobelpreisträgerin Ellen Johnson Sirleaf hat sich das geändert und die Tore für Investitionen aus dem Ausland weit geöffnet.

Auch andere kanadische Bergbauunternehmen haben das Potenzial Liberias erkannt. Dazu gehört der Explorer Sarama Resources (WKN A1JPHS), der über gleich mehrere Projekte in dem westafrikanischen Land verfügt.

Auch wenn Sarama in Liberia noch nicht annähernd so weit fortgeschritten ist wie Aureus, so hat man doch bereits einige hervorragende Explorationsergebnisse erzielt (Wir berichteten.), unter anderem eine Goldanomalie von 15 Kilometer Länge aufgespürt und ermutigende Ergebnisse von Grabenproben erhalten.

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