Der Goldmarkt beginnt die neue Woche eher ruhig. Im asiatischen Handel ging es mehr oder weniger seitwärts und auch im frühen europäischen Handel kostet eine Feinunze Gold weiterhin knapp 1.300 USD.

Einige Analysten sind zwar der Ansicht, dass kurzfristig durchaus ein weiter Goldpreisanstieg möglich wäre, sie warnen aber auch, dass viele Anleger bei einer größeren Rallye angesichts der wieder erstarkenden US-Wirtschaft Gewinne mitnehmen könnten.

Die Rohstoffanalysten von IG markets glauben beispielsweise, dass die US-Arbeitsmarktdaten von Freitag zusammen mit den Zahlen von ADP und zwei Berichten des Institute for Supply Management (ISM) zeigen, dass sich die US-Wirtschaft gut erhole. Die Experten glauben, dass Gold kurzfristig Potenzial auf einen Anstieg bis rund 1.321 USD pro Unze hat, würden in diesem Fall aber verkaufen, da sie Gold weiter in einem Abwärtstrend sehen.

Auch die Analysten der Saxo Bank sind der Ansicht, dass der Bereich um 1.320 USD pro Unze von Bedeutung ist. Sie meinen, dass der Goldpreis diese Woche über dieser Marke schließen muss, um genug Schwung zu generieren, um den aktuellen Abwärtstrend verlassen zu können. Gold, so die Saxo Bank weiter, habe einen starken Wochenschluss hingelegt, da im Arbeitsmarktbericht am Freitag Anzeichen für einen steigenden Inflationsdruck zu erkennen gewesen seien. Viele Händler hätten sich auf den Anstieg der durchschnittlichen Arbeitswoche auf 34,5 Stunden konzentriert, was den US-Dollar geschwächt und Gold geholfen habe.

Allerdings, so die Saxo Bank-Experten weiter, dürften sich die Märkte nun verstärkt auf die Tatsache konzentrieren, dass es der US-Wirtschaft gelungen sei, im März 192.000 neue Stellen zu schaffen. Eine anhaltende Besserung der Wirtschaftslage in den USA dürfte ihrer Ansicht nach Gold schaden, insbesondere vor der Veröffentlichung der Protokolle der jüngsten Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank vom 18. und 19. März am Mittwoch.

Nach Ansicht der Analysten dürften diese Protokolle positive Auswirkungen auf den US-Dollar haben, da das Komitee über den Zeitpunkt gesprochen haben dürfte, zudem man die Zinsen wieder anheben werde. Darüber hinaus sei es nicht nur die US-Wirtschaft, die wieder anziehe, auch Europa zeige Anzeichen einer Erholung, so die Saxo-Bank.

Die Analysten glauben, dass der Goldpreis den größten Teil des Jahres über zwischen 1.350 und 1.200 USD pro Unze schwanken wird.

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