Mexiko reiht sich in die Reihe der Länder ein, die eine eigene Steuer für Bergbaugesellschaften erheben. 7,5 Prozent auf das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen will das Land fordern. Noch ist das letzte Wort bei den Details nicht gesprochen, zudem scheint es eine Reihe von Hintertüren zu geben. So kann man offenbar bei der Definition des Ergebnisses eine gewisse Kreativität zeigen. Zudem kann man auch besondere Ausgaben abziehen. Viele Gesellschaften engagieren sich dort schon jetzt bei der Förderung von Schulen oder im Gemeinwesen. Diese Strukturen sollen nicht zerstört werden. Gesellschaften, die noch in einer frühen Aufbauphase sind, sollen zudem nicht belastet werden. Daher ist der Aufschrei der Bergbaugesellschaften auch nicht allzu groß.

Unverändert gilt Mexiko in der Branche als attraktives Land für den Bergbau, so Bergbauexperte Mike Kachanovsky gegenüber Medien. Die Kosten für Explorations- und Förderarbeiten sind niedrig, das Land ist noch wenig erkundet, die Regierung ist dem Bergbau positiv gegenüber gestimmt. All das sind Chancen für aufstrebende Bergbaugesellschaften, auch aus dem Junior-Bereich.

Positiv gestimmt ist Kachanovsky auch, was die Aussichten der Branche, nicht nur in Mexiko, angehen. Er setzt auf steigende Kurse für die Edelmetalle und für die Aktien der Bergbauunternehmen. Der Experte vergleicht die Situation mit 2003. Damals waren die Aktien der Bergbauunternehmen auch am Boden. Dann kamen erste Anzeichen des Aufschwungs. Zuerst stiegen die Metallpreise leicht an, da ging es mit den Kursen der Aktien leicht nach oben. Rasch stiegen die Aktienkurse stärker als die Edelmetallpreise. Dies ist ein Zeichen, dass Investoren sich wieder stärker bei unterbewerteten Gesellschaften engagieren. Ähnliche Zeichen sind auch aktuell am Markt zu erkennen. Vor allem Junior Explorer legen momentan im Wert klar zu und übertreffen die Zuschläge bei den Metallen.

Kachanovsky berät verschiedene Fonds. Dort hört er in diesen Tagen immer wieder, dass man sich bei Junior Explorern engagieren will. Viele dieser kleinen Explorer haben 50 oder gar 90 Prozent ihres Börsenwertes eingebüßt. Für wenige Millionen Dollar kann man sich eine hohe Beteiligung an Unternehmen sichern, die kurz vor der Förderung stehen. Dies muss nicht nur bei einer Beteiligung bleiben. 2014 kann auch der M&A-Markt deutlich in Bewegung geraten. Genügend lukrative Ziele sind vorhanden, das Geld ist ebenfalls im Markt. Dabei befindet sich der Zyklus noch in einer frühen Phase. Bisher werden nur die lukrativsten Unternehmen unter die Lupe genommen. Kachanovsky spricht davon, dass man ein ausgezeichnetes Steak kauft, dafür aber nur den Preis wie für einen Hamburger zahlen muss.

Er glaubt, dass es sowohl beim Gold als auch beim Silber eine klare Korrektur der Kurse geben wird. Silber könnte dabei jedoch seiner Ansicht nach etwas besser abschneiden. Für Investoren sind das ausgezeichnete Nachrichten. Die so lange erwartete Trendwende am Rohstoffmarkt könnte näher sein, als so mancher zu hoffen wagt.