Kolumne von Martin Siegel

Finanzaufseher für Banken ist erschrocken

Tagesbericht vom 19.02.14

Der Goldpreis verbessert sich im gestrigen New Yorker Handel von 1.314 auf 1.322 $/oz. Heute Morgen gibt der Goldpreis im Handel in Shanghai und Hongkong wieder nach und notiert aktuell mit 1.316 $/oz auf dem Vortagesniveau. Die Goldminenaktien entwickeln sich weltweit uneinheitlich.

Von der Weltfinanzkrise zum Crack-up-Boom (Katastrophenhausse)

Finanzaufseher für Banken Raimund Röseler: "Es erschreckt mich schon, mit welcher Gier und welcher Skrupellosigkeit einzelne Personen offensichtlich agiert haben". "Libor war schon groß, aber das Devisen-Thema hat sicherlich Potential für einen Skandal".

Kommentar: Die Bevölkerung erwartet seit 2008 wirkungsvolle Maßnahmen gegen die von der Finanzaufsicht festgestellten Missstände und der Finanzaufseher für Banken ist 2014 "erschrocken".

Die Edelmetallmärkte

Auf Eurobasis gibt der Goldpreis bei einem schwächeren Dollar nach (aktueller Preis 30.769 Euro/kg, Vortag 30.898 Euro/kg). Am 18.07.11 hatte der Goldpreis die vorläufige Zielmarke von 1.600 $/oz überschritten und wurde damit erstmals seit über 20 Jahren wieder fair bewertet. Durch Preissteigerungen und die Ausweitung der Kreditmenge hat sich der faire Wert für den Goldpreis mittlerweile auf 1.800 $/oz erhöht. Mit der anhaltend volatilen Entwicklung an den Finanzmärkten ist nach heutiger Kaufkraft ein Preisband zwischen 1.700 und 1.900 $/oz gerechtfertigt. Unter 1.700 $/oz bleibt der Goldpreis unterbewertet, über 1.900 $/oz (nach aktueller Kaufkraft) beginnt eine relative Überbewertung. Bei einem Goldpreis von über 1.800 $/oz können viele Goldproduzenten profitabel wachsen und die Goldproduktion insgesamt längerfristig erhöhen. Bei einem Goldpreis von unter 1.700 $/oz wird die Goldproduktion mittelfristig sinken. Wegen der fehlenden Anlagealternativen empfiehlt es sich, auch zum Beginn einer zu erwartenden Übertreibungsphase voll in Gold, Silber und den Edelmetallaktien investiert zu bleiben. Mit der seit Anfang 2011 negativen Berichterstattung wurden die schwachen Hände aus dem Goldmarkt vertrieben, so dass nach dem Ausverkauf der letzten Monate ab 2014 wieder mit einer stabileren und freundlicheren Preisentwicklung gerechnet werden kann. In der kommenden Inflationsphase (Crack-up-Boom, Beschreibung in der Zeitschrift "Smart-Investor", Ausgabe April 2009 (http://www.smartinvestor.de/pdf/Smart-Investor-4-2009-S-44-49.pdf) wird der Zielkurs des Goldpreises deutlich angehoben werden müssen.

Silber entwickelt sich stabil (aktueller Preis 21,67 $/oz, Vortag 21,53 $/oz). Platin gibt leicht nach (aktueller Preis 1.412 $/oz, Vortag 1.416 $/oz). Palladium verliert leicht (aktueller Preis 731 $/oz, Vortag 734 $/oz). Die Basismetalle verbessern sich um etwa 0,5 %.

Der New Yorker Xau-Goldminenindex verbessert sich um 0,8 % oder 0,9 auf 102,8 Punkte. Die Standardwerte zeigen sich wenig verändert. Bei den kleineren Werten haussieren Eco Oro 19,5 %, Golden Queen 18,4 %, Crocodile 16,0 %, Northern Dynasty 13,9 %, Vista 13,7 % und Veris 11,5 %. Gabriel fällt 11,7 % zurück. Bei den Silberwerten steigen Arian 24,3 %, Aurcana 12,0 % und Excellon 11,2 %.

Die südafrikanischen Werte entwickeln sich im New Yorker Handel uneinheitlich. Harmony kann um 2,2 % zulegen. DRD gibt 3,0 % nach.

Die australischen Goldminenaktien entwickeln sich heute Morgen nachgebend. Bei den Produzenten verlieren Millennium 9,5 %, Saracen 8,8 % (Vortag -11,1 %) und Perseus 7,5 %. Northern Star können 8,3 % und Dragon 6,7 % zulegen. Bei den Explorationswerten geben Arc 14,3 % und Panterra 12,5 % nach. Drake ziehen 15,4 % und Excelsior 11,1 % an. Bei den Metallwerten fällt Mincor um 4,7 %.

Stabilitas Fonds

Der Stabilitas Pacific Gold+Metals Fonds (A0ML6U) verbessert sich um 4,0 % % auf 62,43 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Excelsior (+11,1 %), Northern Star (+8,3 %) und Gold Road (+7,1 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Millennium (-9,5 %), Saracen (-8,8 %) und Papillon (-8,1 %). Der Fonds dürfte heute deutlich gegen den Xau-Vergleichsindex nachgeben.

Seit dem Jahresbeginn arbeitet sich der Fonds auf den 1. Platz von 79 Fonds nach oben: http://www.onvista.de/fonds/performance.html?TIME_SPAN=CY&DIA=ABS&TYPE_FUND=72&FOCUS=5584&SELECTED_ID=EUR

In der Auswertung zum 31.01.14 verbessert sich der Fonds um 17,4 % und damit wesentlich besser als der Xau-Vergleichsindex, der um 12,7 % zulegen kann. Die im Fonds vorwiegend enthaltenden mittelgroßen Produzenten deuten dabei ihr Erholungspotential an. Das Fondsvolumen steigt parallel zu den Kursgewinnen von 6,5 auf 7,7 Mio Euro.

Gewinn im Jahr 2009: 131,1 % (bester Goldminenfonds)
Gewinn im Jahr 2010: 81,3 % (zweitbester Goldminenfonds)
Verlust im Jahr 2011: 22,3 %
Verlust im Jahr 2012: 14,0 %
Verlust im Jahr 2013: 62,9 %
Gewinn im Jahr 2014: 17,4 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Silber & Weissmetalle (A0KFA1) verbessert sich um 0,1 % auf 29,58 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Aurcana (+12,0 %), Excellon (+11,2 %) und Impact (+9,0 %). Der Fonds dürfte heute stärker als der Hui-Vergleichsindex zulegen.

In der Auswertung zum 31.01.14 verbessert sich der Fonds um 13,4 % etwas weniger als der Hui-Vergleichsindex der um 14,9 % zulegen kann. Die Entwicklung ist auf die etwas schwächere Entwicklung des Silberpreises im Vergleich zum Goldpreis und damit auch der Silberminenaktien zurückzuführen. Außerdem hatte der Fonds den Vergleichsindex im Dezember weit hinter sich gelassen. Das Fondsvolumen erhöht sich durch die Kursgewinne und leichte Zuflüsse um 16,8 % von 16,1 auf 18,8 Mio Euro.

Gewinn im Jahr 2009: 47,9 %
Gewinn im Jahr 2010: 60,3 % (zweitbester Rohstofffonds 2010, Euro und Euro am Sonntag)
Verlust im Jahr 2011: 27,3 %
Verlust im Jahr 2012: 3,7 %
Verlust im Jahr 2013: 53,7 %
Gewinn im Jahr 2014: 13,4 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Gold+Resourcen (A0F6BP) verbessert sich um 2,7 % auf 25,88 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Northern Star (+8,3 %), Gold Road (+7,1 %) und Tribune (+4,1 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Saracen (-8,8 %), Troy (-6,5 %), und St Barbara (-4,9 %). Der Fonds dürfte heute gegen den Xau-Vergleichsindex nachgeben.

Seit dem Jahresbeginn präsentiert sich der Fonds als bester von 210 Fonds im Bereich Rohstoffaktien: http://www.onvista.de/fonds/performance.html?TIME_SPAN=CY&DIA=REL&TYPE_FUND=ALL&FOCUS=5495&SELECTED_ID=EUR

In der Auswertung zum 31.01.14 verbessert sich der Fonds mit 17,4 % deutlich besser als der Xau-Vergleichsindex, der um 12,7 % zulegen kann. Der Fonds deutet damit das Erholungspotential bei einer Trendwende im Goldmarkt an. Das Volumen erhöht sich durch die Kursgewinne und leichte Zuflüsse von 1,9 auf 2,3 Mio Euro.

Gewinn im Jahr 2009: 12,4 %
Gewinn im Jahr 2010: 21,8 %
Verlust im Jahr 2011: 30,9 %
Verlust im Jahr 2012: 20,1 %
Verlust im Jahr 2013: 58,3 %
Gewinn im Jahr 2014: 17,4 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Gold & Resourcen Special Situations (A0MV8V) verbessert sich um 2,3 % auf 22,20 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Northern Star (+8,3 %), Gold Road (+7,1 %) und Pacific Ore (+7,1 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Voyager (-20,0 %), Millennium (-9,5 %) und Indophil (-9,1 %). Der Fonds dürfte heute gegen den TSX-Vergleichsindex nachgeben.

In der Auswertung zum 31.01.14 verbessert sich der Fonds um 7,2 % und entwickelt sich damit deutlich besser als der TSX-Venture Vergleichsindex, der um 1,1 % zulegen kann. Der Fonds bleibt wegen der höheren Gewichtung der Basismetalle derzeit hinter den anderen Stabilitas Fonds zurück. Das Fondsvolumen steigt durch die Kursgewinne und leichte Zuflüsse von 1,7 auf 1,9 Mio Euro an.

Gewinn im Jahr 2009: 73,1 %
Gewinn im Jahr 2010: 87,4 % (bester Rohstoff- und Energiefonds, Handelsblatt)
Verlust im Jahr 2011: 22,3 %
Verlust im Jahr 2012: 37,1 %
Verlust im Jahr 2013: 54,7 %
Gewinn im Jahr 2014: 7,2 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

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