Der australische Kupferproduzent Tiger Resources (WKN A0CAJF) hat ein sehr erfolgreiches Jahr 2013 hinter sich. Das zeigt sich nun auch in den Zahlen zum vierten Quartal und zum Gesamtjahr, die das Unternehmen von Managing Director Brad Marwood heute vorlegte.

Denn wie Tiger darin bekannt gab, erzielte man 2013 aus dem Verkauf von 27.711 Tonnen in Konzentrat enthaltenem Kupfer, wobei ein Verkaufspreis von durchschnittlich 6.966 Dollar pro Tonne erreicht wurde, einen Umsatz von 193,047 Mio. Dollar! Davon stammten allein 6.340 Tonnen und 42,886 Mio. aus dem vierten Quartal des vergangenen Jahres.

Und das ist nur der auf Tiger anrechenbare Teil der Produktion und Umsätze, da das Unternehmen an seiner Kipoi-Mine einen Anteil von 60% hält. Insgesamt verkaufte Tiger 2013 nämlich 43.485 Tonnen des roten Metalls enthalten in Konzentrat, davon 9.411 in den drei Monaten bis Ende Dezember.

Die operativen Gesamtkosten der Produktion gab Tiger für 2013 mit 106,462 Mio. Dollar an (viertes Quartal: 23,106 Mio. Dollar), sodass ein operativer Gewinn von 91,695 Mio. Dollar hängen blieb. Die direkten Cashkosten (Abbau, Verarbeitung und Verwaltung) lagen dabei bei 51,9 Mio. Dollar, was 0,57 Dollar pro produziertem Pfund Kupfer bedeutet. Bestimmte Kostenanpassungen aus dem Vorjahr und andere allgemeine Verwaltungskosten außen vorgelassen, ergaben sich direkte Cashkosten der Produktion von 45,1 Mio. Dollar oder 0,50 Dollar pro Pfund.

Das bedeutet allerdings einen leichten Anstieg der Kosten im Vergleich zu den Planungen. So lagen die Abbaukosten 12% höher als eingeplant, da 7,8% mehr Material bewegt wurde. Die Kosten pro Produktionseinheit lagen um 4% über Plan, da die Abbauflotte mehr Treibstoff verbrauchte als gedacht und mehr Erz mit niedrigeren Gehalten abgebaut wurde, das zu den Halden transportiert werden musste. Auch die Verarbeitungskosten lagen höher als erwartet, da unter anderem die Verbindung zum Stromnetz erst im Dezember 2013 verfügbar war und deshalb Energie teurer aus Diesel generiert werden musste. Darüber hinaus zahlte Tiger im vergangenen Jahr 8,9 Mio. Dollar an Royalty-Abgaben, was Kosten von 0,10 Dollar pro Pfund darstellte.

Alle Investitionskosten und Finanzierungsaktivitäten sowie den Cashflow des vergangenen Jahres aufgerechnet verfügt Tiger damit zum Ende des vierten Quartals 2013 über einen Gesamtcashbestand von 37,416 Mio. USD.

Und all dies ist das Ergebnis der Produktion der „alten“ HMS-Anlage (Heavy Media Separation). Gleichzeitig errichtet Tiger aber eine neue SXEW-Produktionsanlage (Solvent Extraction Electro-Winning), mit der man im ersten vollen Betriebsjahr 25.000 Tonnen Kupfer nicht in Konzentrat, sondern als Kupferkathoden produzieren will. Ab dem zweiten Jahr, soll der Ausstoß dann auf 50.000 Tonnen Kupfer pro Jahr verdoppelt werden. Mit der ersten Kupferkathoden Produktion rechnet Tiger ab dem zweiten Quartal 2014.

Zum Ende des vergangenen Jahres war der Bau dieser Anlage insgesamt bereits zu 87% abgeschlossen. Die Erdarbeiten sind schon zu 93% fertig gestellt und auch der Haufenlaugungsagglomerator sowie die Fördervorrichtung sind bei 93%. Komplett fertig gestellt ist bereits die Haufenlaugungszelle 1 und auch die Errichtung der Solvent-Extraktionsanlagen liegt schon bei 95%, während es bei der Electro-Winning-Zelle 87% sind. Nicht unerheblich ist dabei die Information, dass dieses Projekt bislang komplett unfallfrei und ohne Zeitverlust vorangetrieben werden konnte. Das hat sicherlich auch dazu beigetragen, dass Tiger hier schneller vorankommt als gedacht.


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