Seit dem Exportbann von Indonesien, der bereits 2012 vorbereitet war , aber erst das Jahr darauf effektuiert wurde und insgesamt 14 Rohstoffe inkl. Nickel betrifft, achten die Analysten verstärkt auf die Bergbauaktivitäten von den Philippinen. Zwar haben sich die erwarteten Preisschübe bei Nickel nach dem indonesischen Bann nicht eingestellt, aber dennoch rücken die Philippinen nun noch stärker in den Mittelpunkt der Beobachtung.

Und das hat seinen Grund. Sind doch die Philippinen nicht nur das weltweit 5. größte Ressourcenland bei Nickel, so produzieren auch 21 von den 35 bestehenden Produktionsbetrieben des Landes den begehrten Rohstoff. Ein wirklich gewaltiger Boom, denn 2009 waren es lediglich 9 produzierende Nickelminen. Darüber hinaus sind noch weitere 4 Projekte im Entwicklungsstadium, die zwischen 2014 und 2017 ihre Produktion aufnehmen werden.

Nickel Asia wird derzeit als größter Nickelproduzent des Landes geführt und betreibt die Minen Rio Tuba, Taganito, Hinatuan und Cagdianao. Weiters wären zu nennen Benguet, Platinum Group Metals, Berong Nickel und Eramen Nickel, Tochter von Eramen Minerals.

Alle Produzenten zusammen haben im vergangenen Jahr 330.000 metrische Tonnen (MT) auf den Markt gebracht und damit Indonesien als weltgrößten Lieferanten abgelöst. Das wird nach Einschätzung von Regierungsstellen auch die nächsten Jahre so sein, denn, wie vom Minenministerium verlautbart wurde, erwartet man in den nächsten 5 Jahren einen Gesamtausstoß von bis zu 25 Mio Tonnen in Summe an direkt verschiffbaren Erzen erreichen zu können.

Wie der CEO von Nickel Asia, Gerard H. Brimo, bereits im September gegenüber der Presse aussagte, werden die Produktionsmengen der Philippinen nur teilweise die durch den Bann ausgefallenen Lieferungen aus Indonesien ersetzen können. Was natürlich höhere Preise mit sich bringen könnte, wenn die Lagerbestände rückläufig werden.

So weit so gut, jedoch ist auch auf die geopolitische Situation zu achten, wenn man auf junge aufstrebende Unternehmen in diesem Land setzen will. Hört man doch immer wieder von Aufständen einheimischer Gruppierungen gegen die Landzerstörung und Etablierung von Minen.

Dem hat die Regierung durch ein im Jahr 2012 neu formuliertes Minengesetz entgegen gewirket. Viel mehr muss demnach auf die Einhaltung der Umweltauflagen geachtet werden, viel stärker die regionalen Bevölkerungsschichten ins Gesamtkonzept integriert werden. Diese Novellierungen der Bergbaugesetze greifen mittlerweile bis in die regionalen Gesetzgebungen hinunter, und es scheint tatsächlich so, dass sich die Philippinen für den Ausbau der Marktführerschaft bei Nickel gerüstet haben.