Kolumne von Florian Grummes

pro aurum-Chartanalyse Silber - Die technische Lage verbessert sich zunehmend

Der Start in das neue Jahr verlief für alle Edelmetalle recht günstig. Hatte es bis Ende Dezember durchaus verständliche Zweifel an meiner These der "Bodenbildung bei den Edelmetallen" gegeben, so stellt sich das Bild nun doch klarer und freundlicher dar. Vor allem der Goldpreis konnte in den letzten zwei Wochen zulegen, aber auch Silber schaffte zumindest den Sprung zurück über die Marke von 20,00US$. Beide Edelmetalle hatten kurz nach Weihnachten noch mal die Tiefststände von Ende Juni 2013 getestet und konnten sich seitdem deutlich nach oben absetzen. Letztlich läuft der Silberpreis jedoch seit Ende November in einer engen Spanne zwischen 19,20US$ und 20,40US$ seitwärts. Zu Beginn dieser Woche gab es mit 20,58US$ einen ersten bullischen Ausbruchversuch, der aber bis zur Stunde misslang.

Sowohl Gold als auch Silber haben am vergangenen Freitag erstmals seit Ende Oktober wieder ihre jeweilige 50-Tagelinie erreicht (Gold: 1.244,51US$, Silber 20,10US$). Diese wichtige Durchschnittslinie ist im ersten Anlauf ein klarer Widerstand. Daher ist die seit drei Tagen laufende Konsolidierung um diese Marken herum nicht verwunderlich. Sobald der Silberpreis die 50-Tagelinie hinter sich gelassen hat, ist das nächste Ziel, die fallende 200-Tagelinie (21,66US$), aktiviert. Zuletzt notierte der Silberpreis Mitte Februar 2013 oberhalb der 200-Tagelinie. Die 200-Tagelinie stellt eine größere Hürde dar und dürfte ebenfalls mindestens zu einer mehrtägigen Konsolidierung, vermutlich jedoch zu einem erneuten Rücksetzer an die 50-Tagelinie führen.

Die Indikatoren stehen einem Anstieg derzeit nicht im Wege. Der "MACD" hat bereits Anfang Dezember ein bis heute gültige Kaufsignal generiert. Der "RSI" hat seit dem April 2013 immer höher Tiefs erzielt und damit die Kurstiefs im Dezember nicht mehr bestätigt. Einzig der "Slow Stochastic" notiert bereits im überkauften Bereich, hätte bei weiteren Kursanstiegen aber die Chance, in den "embedded Status" zu wechseln. Insgesamt ein positives Bild.

Die Bollinger Bänder auf dem Tageschart laufen zwar seitwärts, ziehen sich jedoch gleichzeitig immer weiter zusammen. Hier baut sich zunehmend Druck auf, welcher sich in einer größeren Bewegung in den kommenden Monaten entladen wird müssen. Diese Konstellation alleine sagt noch nichts über die Richtung aus. In Kombination mit allen anderen charttechnischen Analysebausteinen ist ein Anstieg nach oben aber klar zu präferieren.

Übergeordnet ist die von mir seit Monaten vermutete Bodenbildung allerdings erst bei Kursen von 23,00US$ bzw. vor allem oberhalb von 25,00US$ eindeutig abgeschlossen.

Das Gold/Silber Ratio klammert sich seit Monaten an die 200-Tagelinie (61,66) als auch an die Aufwärtstrendlinie. Auch ist das Ratio bereits weit in das Dreieck gelaufen. Es scheint, als ob ein Durchbruch nach unten unmittelbar bevor steht.

Laut dem aktuellen CoT-Report zufolge hielten die kommerziellen Händler am 7.Januar 2014 netto 25.529 leerverkaufte Kontrakte auf den Silberfuture. Im langfristigen Vergleich ist diese Short-Positionierung äußerst niedrig und unterstützt deutliche Preisanstiege in den kommenden Monaten.
Dennoch stimmt der Anstieg in den letzten vier Wochen nachdenklich, denn Silber konnte in diesem Zeitraum kaum zulegen. Die kommerziellen Händler haben in etwa die gleiche Zahl an Silberkontrakte leerverkauft wie Anfang September. Damals notierte Silber allerdings noch oberhalb von 23,00US$. Insofern sind die CoT-Daten mittel- und langfristig weiterhin sehr positiv zu deuten, kurzfristig jedoch deuten sie für den Silberpreis möglicherweise erneut Korrekturbedarf an.

Der CoT-Report für den Goldpreis hingegen stellt sich deutlich positiver dar. Interessant dabei ist auch die Tatsache, dass die spekulativen großen Hedgefonds aktuell eine der niedrigsten Longpositionen seit 2005 halten.

Alle Stimmungsindikatoren notieren weiterhin an Mehrjahrestiefststände. Silber und vor allem Gold bleiben damit antizyklisch auf dem aktuellen Niveau ein klarer Kauf.

Bis Mitte Februar bleiben die Edelmetalle vom saisonalen Zyklus stark unterstützt. Wirklich ungünstig wird die saisonale Komponente erst ab Ende April.
Wie an dieser Stelle immer wieder angemerkt, haben sich die Edelmetalle in den letzten 12 Monaten allerdings nur teilweise an die saisonalen Vorgaben gehalten.

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