Kolumne von Martin Siegel

Fed manipuliert Weltkonjunktur

Tagesbericht vom 09.01.14

Der Goldpreis gibt im gestrigen New Yorker Handel von 1.230 auf 1.226 $/oz nach. Heute Morgen entwickelt sich der Goldpreis im Handel in Shanghai und Hongkong ruhig und notiert aktuell mit 1.226 $/oz um etwa 1 $/oz unter dem Vortagesniveau. Die Goldminenaktien geben weltweit leicht nach.

Von der Weltfinanzkrise zum Crack-up-Boom (Katastrophenhausse)

Handelsblatt: "Yellen (neue Chefin der Fed) hat künftig die ganze Kraft der Notenbank im Rücken, einer Institution, die im großen Stil die US-Wirtschaft und damit die Weltkonjunktur manipuliert".

Kommentar: 1. Dass die Fed die Weltkonjunktur manipuliert, wird fast nie so deutlich gesagt. 2. Wenn die Fed die Weltkonjunktur manipuliert, warum soll sie dann nicht auch die Aktien- und Rohstoffmärkte manipulieren?

Volumen spanischer Firmenkredite schrumpft seit 2008 um 33,5 %.

Kommentar: Bei der Rettung der Banken ging es nicht darum, die Kreditvergabemöglichkeiten der Banken zu erhalten.

Die Edelmetallmärkte

Auf Eurobasis entwickelt sich der Goldpreis seitwärts (aktueller Preis 29.035 Euro/kg, Vortag 28.957 Euro/kg). Am 18.07.11 hatte der Goldpreis die vorläufige Zielmarke von 1.600 $/oz überschritten und wurde damit erstmals seit über 20 Jahren wieder fair bewertet. Durch Preissteigerungen und die Ausweitung der Kreditmenge hat sich der faire Wert für den Goldpreis mittlerweile auf 1.800 $/oz erhöht. Mit der anhaltend volatilen Entwicklung an den Finanzmärkten ist nach heutiger Kaufkraft ein Preisband zwischen 1.700 und 1.900 $/oz gerechtfertigt. Unter 1.700 $/oz bleibt der Goldpreis unterbewertet, über 1.900 $/oz (nach aktueller Kaufkraft) beginnt eine relative Überbewertung. Bei einem Goldpreis von über 1.800 $/oz können viele Goldproduzenten profitabel wachsen und die Goldproduktion insgesamt längerfristig erhöhen. Bei einem Goldpreis von unter 1.700 $/oz wird die Goldproduktion mittelfristig sinken. Wegen der fehlenden Anlagealternativen empfiehlt es sich, auch zum Beginn einer zu erwartenden Übertreibungsphase voll in Gold, Silber und den Edelmetallaktien investiert zu bleiben. Mit der seit Anfang 2011 negativen Berichterstattung wurden die schwachen Hände aus dem Goldmarkt vertrieben, so dass nach dem Ausverkauf der letzten Monate ab 2014 wieder mit einer stabileren und freundlicheren Preisentwicklung gerechnet werden kann. In der kommenden Inflationsphase (Crack-up-Boom, Beschreibung in der Zeitschrift "Smart-Investor", Ausgabe April 2009 (http://www.smartinvestor.de/pdf/Smart-Investor-4-2009-S-44-49.pdf) wird der Zielkurs des Goldpreises deutlich angehoben werden müssen.

Silber gibt leicht nach (aktueller Preis 19,53 $/oz, Vortag 19,60 $/oz). Platin verbessert sich (aktueller Preis 1.414 $/oz, Vortag 1.407 $/oz). Palladium zeigt sich stabil (aktueller Preis 735 $/oz, Vortag 736 $/oz). Die Basismetalle verlieren etwa 0,5 %.

Der New Yorker Xau-Goldminenindex verliert 1,3 % oder 1,2 auf 85,8 Punkte. Bei den Standardwerten fallen Newmont 2,2 % und New Gold 2,1 %. Yamana verbessert sich um 1,6 %. Bei den kleineren Werten geben Colossus 27,3 %, Carpathian 17,4 % und Wesdome 7,8 % nach. Gold Canyon können um 12,5 % und Eco Oro 7,3 % zulegen. Bei den Silberwerten fallen United 20,0 %, Aurcana 4,1 % und US-Silver 4,0 %. Wildcat können 4,8 % (Vortag +7,7 %) und Impact 3,5 % zulegen.

Die südafrikanischen Werte entwickeln sich im New Yorker Handel schwächer. Gold Fields geben 3,4 % und DRD 2,8 % nach.

Die australischen Goldminenaktien entwickeln sich heute Morgen uneinheitlich. Stone fallen 20,0 %, Millennium 7,7 % und Metals X 5,9 %. Perseus kann um 5,5 % zulegen. Bei den Explorationswerten verliert Bassari 25,0 %. Die Metallwerte zeigen sich wenig verändert.

Stabilitas Fonds

Der Stabilitas Pacific Gold+Metals Fonds (A0ML6U) verliert 1,5 % auf 46,60 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Excelsior (+5,6 %) und Silverlake (+3,5 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Millennium (-7,7 %), Gold Road (-5,1 %) und Ramelius (-4,0 %). Der Fonds dürfte heute stärker als der Xau-Vergleichsindex nachgeben.

In der Auswertung zum 31.12.13 verliert der Fonds mit 4,5 % etwas weniger als der Xau-Vergleichsindex, der um 6,2 % zurück fällt. Die australischen Goldminenaktien können sich nach dem Ausverkauf im November vorsichtig stabilisieren. Der Verlust seit Jahresbeginn erhöht sich auf 62,9 % und liegt damit deutlich über dem Verlust des Xau-Vergleichsindex (-50,9 %). Das Fondsvolumen reduziert sich parallel zu den Kursverlusten von 6,7 auf 6,5 Mio Euro.

Gewinn im Jahr 2009: 131,1 % (bester Goldminenfonds)
Gewinn im Jahr 2010: 81,3 % (zweitbester Goldminenfonds)
Verlust im Jahr 2011: 22,3 %
Verlust im Jahr 2012: 14,0 %
Verlust im Jahr 2013: 62,9 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Silber & Weissmetalle (A0KFA1) verbessert sich um 0,4 % auf 23,72 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Wildcat (+4,8 %) und Impact (+3,5 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Aurcana (-4,1 %) und US-Silver (-4,0 %). Der Fonds dürfte heute etwas weniger als der Hui-Vergleichsindex nachgeben.

In der Auswertung zum 31.12.13 verliert der Fonds mit 3,8 % deutlich weniger als der Hui-Vergleichsindex, der um 9,0 % nachgibt. Der Fonds schließt das Gesamtjahr mit einem Verlust von 53,7 % damit besser als der Hui-Vergleichsindex (-57,1 %) ab. Das Fondsvolumen nimmt durch die Kursverluste von 16,7 auf 16,1 Mio Euro ab.

Gewinn im Jahr 2009: 47,9 %
Gewinn im Jahr 2010: 60,3 % (zweitbester Rohstofffonds 2010, Euro und Euro am Sonntag)
Verlust im Jahr 2011: 27,3 %
Verlust im Jahr 2012: 3,7 %
Verlust im Jahr 2013: 53,7 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Gold+Resourcen (A0F6BP) verliert 1,0 % auf 19,36 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Intern. Tower Hill (+3,9 %), Silverlake (+3,5 %) und Lake Shore (+3,5 %, Vortag +7,4 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Gold Road (-5,1 %), B2 Gold (-4,3 %) und Ramelius (-4,0 %). Der Fonds dürfte heute etwas stärker als der Xau-Vergleichsindex nachgeben.

In der Auswertung zum 31.12.13 verliert der Fonds mit 3,8 % etwas weniger als der Xau-Vergleichsindex, der um 6,2 % zurück fällt. Seit dem Jahresbeginn verliert der Fonds 58,3 % und schneidet damit schlechter als der Xau-Vergleichsindex (-50,9 %) ab. Das Fondsvolumen fällt parallel zu den Kursverlusten von 2,1 auf 1,9 Mio Euro zurück.

Gewinn im Jahr 2009: 12,4 %
Gewinn im Jahr 2010: 21,8 %
Verlust im Jahr 2011: 30,9 %
Verlust im Jahr 2012: 20,1 %
Verlust im Jahr 2013: 58,3 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Gold & Resourcen Special Situations (A0MV8V) verliert 1,1 % auf 19,08 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Voyager (+12,5 %), Western Potash (+11,7 %) und Equatorial (+7,0 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Millennium (-7,7 %), Odyssey (-7,1 %) und Indophil (-6,5 %). Der Fonds dürfte heute etwas stärker als der TSX-Venture Vergleichsindex nachgeben.

In der Auswertung zum 31.12.13 verliert der Fonds mit 3,2 % marginal stärker als der TSX-Venture Vergleichsindex, der um 3,1 % nachgibt. Mit einem Verlust von 54,7 % seit dem Jahresbeginn bleibt der Fonds deutlich hinter dem TSX-Venture Vergleichsindex (-31,3 %) zurück. Das Fondsvolumen bleibt unverändert bei 1,7 Mio Euro.

Gewinn im Jahr 2009: 73,1 %
Gewinn im Jahr 2010: 87,4 % (bester Rohstoff- und Energiefonds, Handelsblatt)
Verlust im Jahr 2011: 22,3 %
Verlust im Jahr 2012: 37,1 %
Verlust im Jahr 2013: 54,7 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Mit unserem kostenlosen Newsletter bleiben Sie stets zu interessanten Rohstoffthemen und Minenfirmen auf dem neuesten Stand. Verpassen Sie keine Marktkommentare und Hintergrundberichte zu spannenden Metallen mehr.

Mit dem Absenden bestätigen Sie, dass Sie unseren Disclaimer / AGB, unsere Datenschutzerklärung und Informationsvertragsbedingungen gelesen haben und akzeptieren.
Sie haben es fast geschafft!

Öffnen Sie Ihr Email Programm (eventuell den Spam Ordner prüfen) und klicken Sie in der Email mit dem Betreff: "Miningscout: Bitte Anmeldung bestätigen" auf den Bestätigungslink.

Fügen Sie info@miningscout.de als Kontakt in Ihrem Email-Programm hinzu, damit unser Newsletter nicht aus Versehen als Spam markiert wird.