Macquarie nimmt die Goldbranche unter die Lupe

Die Weihnachtsferien sind vorbei. Mehr und mehr Analysten kehren an ihre Schreibtische zurück und nehmen ihre Arbeit wieder auf. So haben die Experten bei Macquarie einen Rundumschlag gemacht und sich sehr intensiv mit der Goldbranche auseinandergesetzt.

Diese hatte 2013 wenig Grund zur Freude gehabt. Der Goldpreis ist klar gefallen und inzwischen Welten von den ehemaligen Höchstständen entfernt. Für viele Goldproduzenten bedeutet dies, dass sie auf die Kostenbremse drücken müssen. In Zeiten der hohen Goldpreise hatte man die Spendierhosen an und konnte auch auf schwierigen und damit kostenintensiven Feldern expandieren, jetzt muss man sich wieder verstärkt der Kostendisziplin unterwerfen. Der Druck der Margen und die Erwartungen der Aktionäre an Kurs und Dividende zwingen zum Umdenken.

So werden sich vor allem die Goldproduzenten in Nordamerika im neuen Jahr auf die Margen und auf den freien Cashflow fokussieren, so die Analysten von Macquarie. Das bedeutet gleichzeitig, dass die Kosten sinken müssen, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Die Experten zeigen sich davon überzeugt, dass dies machbar ist. Zuletzt lagen die durchschnittlichen sogenannten "All-in-Kosten" bei rund 1.100 Dollar je Unze. Aufgrund der Aktivitäten der Minenbetreiber werden diese in den kommenden Jahren sinken (müssen), wenn man profitabel arbeiten will. Für 2014 rechnen die Experten daher auch mit einem branchenweiten Absinken dieser Kosten auf 986 Dollar je Unze, für 2015 soll der Wert auf 935 Dollar je Unzen fallen. Schon jetzt erkennen die Experten erste Indizien dafür, dass sich die Kostenschraube wieder nach unten bewegt. So wird die Arbeitskraft günstiger, auch die Vertragsgesellschaften bieten ihre Dienstleistungen billiger an.

Für die anstehenden Zahlen zum vierten Quartal 2013 sind die Experten dennoch deutlich vorsichtiger als der Markt. Bei den großen Goldproduzenten rechnen sie mit einem Rückgang der Gewinne je Aktie um 7 Prozent, bei den Mittelgroßen fällt die Prognose um 15 Prozent. Mit ihren Schätzungen liegen sie derzeit rund 20 Prozent unter dem Marktkonsens. Dieser könnte somit möglicherweise auch noch nach unten revidiert werden.

Besonders hart trifft es in der Branchenanalyse die Aktien von Kinross Gold (ISIN: CA4969024047). Die Experten reduzieren ihr Kursziel für den Titel um 38 Prozent auf 4,00 Dollar. Nur wenig glimpflicher kommt Detour Gold (ISIN: CA2506691088) weg. Hier fällt das Kursziel um 17 Prozent auf 10,00 Dollar, während es bei Yamana Gold (ISIN: CA98462Y1007) um 12 Prozent auf 9,50 Dollar verringert wird.

Es ist aber nicht alles dunkelgrau in der Branche. Einige Companies haben ihre Hausaufgaben schon gemacht bzw. sind auf einem guten Weg. Daher könnte es bei den anstehenden Zahlen auch einige positive Überraschungen geben, die die Kurse entsprechend beeinflussen könnten. Große Hoffnung setzen die Experten dabei auf Goldcorp (ISIN: CA3809564097), Silver Wheaton (ISIN: CA8283361076), B2Gold (ISIN: CA11777Q2099) und Tahoe Resources (ISIN: CA8738681037). Das negative Ende der Erwartungsliste führen Agnico Eagle (ISIN: CA0084741085), Barrick Gold (ISIN: CA0679011084) und Iamgold (ISIN: CA4509131088) an. Hier kann es mit den kommenden Quartalszahlen mögliche Enttäuschungen geben.

Einigen Unternehmen zeigen die Experten sogar die dunkelgelbe Karte, wenn man die Fußballersprache nutzen will. Mit den Namen Allied Nevada (ISIN: US0193441005), Elgin Mining (ISIN: CA2864011044) und Lachlan Star (ISIN: AU000000LSA2) verbinden die Experten das Risiko, dass diese bei noch weiter fallenden Goldpreisen möglicherweise in massive Schwierigkeiten kommen könnten, die sogar Existenz bedrohend sein könnten. Demnach sollten Investoren diese Papiere meiden.

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