Kolumne von Björn Junker

Gold - Experten sehen Chance auf Fortsetzung der Preiserholung

Der Goldpreis setzt seine Erholung zu Beginn des neuen Jahres erst einmal fort. Die positive Tendenz könnte zumindest noch einige Tage anhalten, da Händler und Fonds, die Rohstoffindizes folgen, ihre Assets umschichten.

Die Marktteilnehmer werden zudem ein Auge darauf haben, ob die physische Nachfrage, die zu Jahresbeginn bislang hoch war, anhält, nun da der Preis sich von den Tiefs Ende 2013 deutlich erholt hat. Im morgendlichen europäischen Handel (9:50 Uhr) notiert der Goldspotpreis bei knapp 1.239 USD pro Unze.

In einer Umfrage des Informationsdienstes Kitco, an der 17 von 34 Befragten teilnahmen, erwarten zehn Teilnehmer diese Woche steigende Preise, während sechs Befragte mit fallenden Preisen rechnen und ein Teilnehmer von einer Seitwärtsbewegung ausging. Bei den Befragten handelt es sich um Goldhändler, Investmentbanken, Futures-Trader und Chartanalysten.

Die jährliche Neugewichtung der Indizes ist eine der wenigen Marktbewegungen, die wesentlich früher angekündigt wird, als sie erfolgt. Die verschiedenen Rohstoffindizes wie der Standard & Poor’s GSCI oder der Dow Jones-UBS Commodity geben in der Regel im vierten Quartal bekannt, wie sie die Gewichtung an das kommende Jahr anpassen. Wie üblich werden dabei Rohstoffe, die deutliche Gewinne verzeichnet haben reduziert und der Anteil von Rohstoffen, die Verluste verbuchten, erhöht. Da auch Gold und Silber zu diesen Indizes gehören und angesichts der hohen Verluste der beiden Edelmetalle 2013, hoben die Indexmanager deren Gewichtung an.

Das bedeutet, dass Gesellschaften, die einen solchen Index abbilden, ihre Bestände gemäß den Vorgaben anpassen müssen. Die Indexneugewichtung beginnt in der Regel in der ersten vollen Handelswoche des neuen Jahres, wie aber vergangene Woche zu beobachten war, beginnen einige Marktteilnehmer schon zuvor, um zu profitieren, wenn die Neugewichtungen dann wirklich losgehen. Viele Marktbeobachter führten die Stärke von Gold und Silber in der vergangenen Woche genau auf diesen Effekt zurück.

Der Goldpreis war kurz vor Ende des vergangenen Jahres in den Bereich von 1.180 USD pro Unze gefallen, was nach Ansicht von Experten dazu führte, dass Schnäppchenjäger – insbesondere aus Asien – zuschlugen. Experten, die mit einem weiteren Goldpreisanstieg diese Woche rechnen, sehen die Möglichkeit, dass asiatische Käufer erneut tätig werden, da Ende dieses Monats das chinesische Neujahr ansteht, das traditionell auch mit Goldgeschenken begangen wird.

Überwiegend gehen Marktbeobachter aber davon aus, dass 2014 ein volatiles Jahr mit hohen Preisausschlägen werden wird. Denn nachdem der Goldpreis 12 Jahre in Folge gestiegen war und dann 2013 stark einbrach, müsse er nun erst einmal ein neues Gleichgewicht finden.


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