Kolumne von Martin Siegel

Bundesbank holt 37 t Gold nach Deutschland

Tagesbericht vom 30.12.13

Der Goldpreis verbessert sich am Freitag im New Yorker Handel von 1.212 auf 1.214 $/oz. Heute Morgen fällt der Goldpreis im späten Hongkonger Handel zurück und notiert aktuell mit 1.205 $/oz um etwa 9 $/oz unter dem Vortagesniveau. Die Goldminenaktien entwickeln sich weltweit freundlich.

Von der Weltfinanzkrise zum Crack-up-Boom (Katastrophenhausse)

Bundesbank holt im Jahresverlauf 37 t aus dem Ausland zurück nach Deutschland.

Kommentar: Die Meldung auf Bild.de wirft mehr Fragen als Antworten auf. Bereits die Behauptung: "Mehr als 3000 Tonnen Gold lagert die Bundesbank im Ausland" ist falsch. Nach einer Veröffentlichung der Deutschen Bundesbank vom 30.01.2013 lagern 1.036 t im Frankfurt und 2.355 t im Ausland. Weiter im Artikel: "Eine Sicherheitsfirma ließ einen Teil der Goldbarren (Gewicht: 12,5 kg/Stück) einschmelzen, transportierte sie per Flugzeug und Lkw nach Frankfurt". Um die Reinheit des Goldes zu prüfen, hätte die Bundesbank und nicht die Sicherheitsfirma das Gold einschmelzen lassen müssen. Eine Sicherheitsfirma ist für den Transport zuständig und hat zum Einschmelzen gar keine Befugnis. Das Einschmelzen hätte demnach nur den Sinn, um die Herkunft des Goldes zu verschleiern. Weiter im Artikel. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann: Das war "eine große logistische Herausforderung". Nach offiziellen Angaben der Deutschen Bundesbank wurden im Jahr 2000 insgesamt 661 t Gold zurück nach Deutschland geholt. Über die viel größere logistische Herausforderung im Jahr 2000 gibt es keinerlei Kommentare.

Die Edelmetallmärkte

Auf Eurobasis entwickelt sich der Goldpreis seitwärts (aktueller Preis 28.147 Euro/kg, Vortag 28.219 Euro/kg). Am 18.07.11 hatte der Goldpreis die vorläufige Zielmarke von 1.600 $/oz überschritten und wurde damit erstmals seit über 20 Jahren wieder fair bewertet. Durch Preissteigerungen und die Ausweitung der Kreditmenge hat sich der faire Wert für den Goldpreis mittlerweile auf 1.800 $/oz erhöht. Mit der anhaltend volatilen Entwicklung an den Finanzmärkten ist nach heutiger Kaufkraft ein Preisband zwischen 1.700 und 1.900 $/oz gerechtfertigt. Unter 1.700 $/oz bleibt der Goldpreis unterbewertet, über 1.900 $/oz (nach aktueller Kaufkraft) beginnt eine relative Überbewertung. Bei einem Goldpreis von über 1.800 $/oz können viele Goldproduzenten profitabel wachsen und die Goldproduktion insgesamt längerfristig erhöhen. Bei einem Goldpreis von unter 1.700 $/oz wird die Goldproduktion mittelfristig sinken. Wegen der fehlenden Anlagealternativen empfiehlt es sich, auch zum Beginn einer zu erwartenden Übertreibungsphase voll in Gold, Silber und den Edelmetallaktien investiert zu bleiben. Mit der seit Anfang 2011 negativen Berichterstattung wurden die schwachen Hände aus dem Goldmarkt vertrieben, so dass nach dem Ausverkauf der letzten Monate ab 2014 wieder mit einer stabileren und freundlicheren Preisentwicklung gerechnet werden kann. In der kommenden Inflationsphase (Crack-up-Boom, Beschreibung in der Zeitschrift "Smart-Investor", Ausgabe April 2009 (http://www.smartinvestor.de/pdf/Smart-Investor-4-2009-S-44-49.pdf) wird der Zielkurs des Goldpreises deutlich angehoben werden müssen.

Silber kann zulegen (aktueller Preis 19,67 $/oz, Vortag 19,31 $/oz). Platin zieht an (aktueller Preis 1.364 $/oz, Vortag 1.325 $/oz). Palladium verbessert sich (aktueller Preis 706 $/oz, Vortag 693 $/oz). Die Basismetalle zeigen sich freundlich und können bis zu 3 % zulegen.

Der New Yorker Xau-Goldminenindex verbessert sich um 1,2 auf 84,3 Punkte. Bei den Standardwerten ziehen Iamgold 6,6 % und Eldorado 3,0 % an. Bei den kleineren Werten haussieren Colossus 23,1 %, Romarco 23,0 % und Gold Canyon 18,0 %. Bei den Silberwerten erholen sich Silver Bull 13,6 %, Wildcat 13,1 %, Sabina 9,4 % und Santacruz 9,3 %.

Die südafrikanischen Werte entwickeln sich im New Yorker Handel freundlich. DRD können 4,1 % und Harmony 2,5 % zulegen.

Die australischen Goldminenaktien entwickeln sich heute Morgen freundlich. Bei den Produzenten verbessern sich Stone 25,0 %, Silver Lake 14,7 % und Ramelius 8,9 %. Dragon gibt 16,1 % nach. Bei den Explorationswerten haussieren Bassari 33,3 %, Northern Mining 19,4 % und Mutiny 18,5 %. Bei den Metallwerten ziehen Discovery 16,3 %, Rex 9,3 % und Mincor 5,5 % an.

Stabilitas Fonds

Der Stabilitas Pacific Gold+Metals Fonds (A0ML6U) verbessert sich um 1,8 % auf 42,05 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Silver Lake (+14,7 %), Altona (+10,0 %) und Ramelius (+8,9 %). Der Fonds dürfte heute stärker als der Xau-Vergleichsindex zulegen.

In der Auswertung zum 30.11.13 verliert der Fonds mit 24,9 % deutlich stärker als der Xau-Vergleichsindex, der um 9,0 % zurück fällt. Die australischen Goldminenaktien verzeichnen derzeit einen Ausverkauf, der mit dem Ende 2008 vergleichbar ist. Der Verlust seit Jahresbeginn erhöht sich auf 61,1 % und liegt damit deutlich über dem Verlust des Xau-Vergleichsindex. Das Fondsvolumen reduziert sich parallel zu den Kursverlusten und leichten Abflüssen von 9,3 auf 6,7 Mio Euro.

Verlust im Jahr 2008: 63,5 %
Gewinn im Jahr 2009: 131,1 % (bester Goldminenfonds)
Gewinn im Jahr 2010: 81,3 % (zweitbester Goldminenfonds)
Verlust im Jahr 2011: 22,3 %
Verlust im Jahr 2012: 14,0 %
Verlust im Jahr 2013: 61,1 %

Im Januar 2013 erhält der Fonds zum dritten Mal in Folge den Fund Award der Zeitschrift Euro/Euro am Sonntag – für das Jahr 2012 als zweitbester Goldminenfonds im 3-Jahreszeitraum.

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Silber & Weissmetalle (A0KFA1) verbessert sich um 3,7 % auf 21,80 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Wildcat (+13,1 %), Sabina (+9,4 %) und Santacruz (+9,3 %). Der Fonds dürfte heute stärker als der Hui-Vergleichsindex zulegen.

In der Auswertung zum 30.11.13 verliert der Fonds mit 14,9 % deutlich stärker als der Hui-Vergleichsindex, der um 7,9 % nachgibt. Der Fonds behauptet sich seit dem Jahresbeginn mit einem Verlust von 51,9 % noch knapp vor dem Hui-Vergleichsindex, der um 52,8 % im Minus liegt. Das Fondsvolumen nimmt durch die Kursverluste und leicht Abflüsse von 21,0 auf 16,7 Mio Euro ab.

Verlust im Jahr 2008: 75,6 %
Gewinn im Jahr 2009: 47,9 %
Gewinn im Jahr 2010: 60,3 % (zweitbester Rohstofffonds 2010, Euro und Euro am Sonntag)
Verlust im Jahr 2011: 27,3 %
Verlust im Jahr 2012: 3,7 %
Verlust im Jahr 2013: 43,5 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Gold+Resourcen (A0F6BP) verbessert sich um 2,3 % auf 17,75 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Silver Lake (+14,7 %), Ramelius (+8,9 %) und Iamgold (+6,6 %). Der Fonds dürfte heute stärker als der Xau-Vergleichsindex zulegen.

In der Auswertung zum 30.11.13 verliert der Fonds mit 22,6 % deutlich stärker als der Xau-Vergleichsindex, der um 9,0 % zurück fällt. Seit dem Jahresbeginn verliert der Fonds 56,7 % und schneidet damit schlechter als der Xau-Vergleichsindex (-47,6 %) ab. Die Begründung liegt vor allem in der zuletzt sehr schwachen Entwicklung der australischen Werte. Das Fondsvolumen fällt parallel zu den Kursverlusten von 2,8 auf 2,1 Mio Euro zurück.

Verlust im Jahr 2008: 64,4 %
Gewinn im Jahr 2009: 12,4 %
Gewinn im Jahr 2010: 21,8 %
Verlust im Jahr 2011: 30,9 %
Verlust im Jahr 2012: 20,1 %
Verlust im Jahr 2013: 56,7 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Gold & Resourcen Special Situations (A0MV8V) verbessert sich um 0,6 % auf 17,93 Euro. Die besten Fondswerte sind Silver Lake (+14,7 %), Intrepid (+12,3 %) und Indophil (+10,7 %). Belastet wird der Fonds durch den Kursrückgang der Voyager (-20,0 %). Der Fonds dürfte heute stärker als der TSX-Venture Vergleichsindex zulegen.

In der Auswertung zum 30.11.13 verliert der Fonds mit 16,1 % stärker als der TSX-Venture Vergleichsindex, der um 4,4 % nachgibt. Mit einem Verlust von 53,2 % seit dem Jahresbeginn bleibt der Fonds deutlich hinter dem TSX-Venture Vergleichsindex (-29,1 %) zurück. Das Fondsvolumen reduziert sich durch die Kursverluste von 2,1 Mio auf 1,7 Mio Euro.

Verlust im Jahr 2008: 73,9 %
Gewinn im Jahr 2009: 73,1 %
Gewinn im Jahr 2010: 87,4 % (bester Rohstoff- und Energiefonds, Handelsblatt)
Verlust im Jahr 2011: 22,3 %
Verlust im Jahr 2012: 37,1 %
Verlust im Jahr 2013: 53,2 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

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