Kolumne von Björn Junker

Mehr als 2 Mrd. Dollar: Rohstoffriese Rio Tinto – Sparziel für 2013 vorzeitig erreicht

Der Rohstoffgigant Rio Tinto (WKN 852147) hat nach eigener Aussage sein Ziel, die operativen Kosten bis zum Ende des Jahres um 2 Mrd. Dollar zu senken, bereits erreicht. Vorrangig, so der Konzern, wolle man im kommenden Jahr nun den immensen Schuldenberg reduzieren.

Die Großen der Rohstoffbranche wie Rio Tinto, bemühen sich, angesichts der niedrigen Preise ihre Bilanzen zu stärken und die Gewinne zu maximieren. Rio hatte beispielsweise bereits angekündigt, sein Investitionsbudget bis 2015 auf unter 8 Mrd. Dollar zu senken, während Konkurrent BHP Billiton (WKN 908101) bekannt gab, seine Investitionsaufwendungen in Zukunft auf unter 15 Mrd. Dollar zu senken. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte BHP noch 21,7 Mrd. Dollar investiert.

Um ihre Rentabilität zu steigern, senken die Bergbaufirmen auch ihre Betriebskosten, indem sie unter anderem ihre Belegschaft reduzieren, die Produktionskapazität auf ihren Minen steigern und Lieferverträge anpassen. Rio Tinto hatte bereits im Februar angekündigt, seine operativen Kosten durch solche Maßnahmen bis Ende des Jahres um 2 Mrd. Dollar senken zu wollen.

Nun teilte Rio-CEO Sam Walsh Analysten mit, dass man dieses Ziel bereits übererfüllt habe und auf dem besten Weg sei, die operativen Kosten 2014 im Vergleich zum vergangenen Jahr um 3 Mrd. Dollar zu senken. Man verbessere die Produktivität, erreiche neue Produktionsrekorde und senke gleichzeitig die Ausgaben, so Walsh.

Allein im Bereich Exploration hat der Konzern dieses Jahr die geplanten Einsparungen in Höhe von 750 Mio. Dollar schon um 50 Mio. Dollar übertroffen, während man in der Energiesparte in den ersten zehn Monaten 2013 600 Mio. Dollar einsparte. Gleichzeitig hat Rio Tinto mehr als 1.500 Initiativen zur Kostensenkung angestoßen, um die Produktivität auf seinen Uran- und Kohleminen in Australien, Afrika und Kanada zu steigern. Darüber hinaus hat der Konzern Asset-Verkäufe im Wert von insgesamt 3,3 Mrd. Dollar durchgeführt oder angekündigt, um seinen Aktionären eine höhere Rendite bieten zu können.

Für 2014 sieht Rios CFO Chris Lynch die Senkung des hohen Verschuldungsgrades des Unternehmens als oberste Priorität an. Man werde zwar weiterhin eine Dividende zahlen, aber darüber hinaus zur Verfügung stehende Mittel nutzen, um den Schuldenberg, der Ende Juni 22,1 Mrd. Dollar betrug, abzutragen. Bis Ende des Jahres will Rio Tinto seine Nettoverschuldung auf rund 19 Mrd. Dollar senken und damit sicherstellen, dass das derzeitige Kreditrating von "A" erhalten bleibt.

Walsh erklärte, dass die Transformation des Konzerns, die größere Werte für die Aktionäre erbringen soll, sich auf einem guten Weg befinde. Man werde aber auch weiterhin eher konservativ in den Schätzungen bleiben, um dann hoffentlich die ausgegeben Ziele übererfüllen zu können.

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