Tagesbericht vom 11.12.13

Der Goldpreis steigt im gestrigen New Yorker Handel von 1.248 auf 1.262 $/oz an. Heute Morgen gibt der Goldpreis im Handel in Shanghai und Hongkong leicht nach und notiert aktuell mit 1.259 $/oz um etwa 15 $7oz über dem Vortagesniveau. Die Goldminenaktien können sich weltweit kräftig erholen.

Von der Weltfinanzkrise zum Crack-up-Boom (Katastrophenhausse)

Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon: „Mit diesen niedrigen Zinsen erreicht die sie (die EZB) lediglich, dass Sparer enteignet werden und dass die Gefahr von Blasen weiter wächst“.

Kommentar: Entweder will die EZB die Enteignung der Sparer und die Bildung von Blasen, aus denen sich die Banker Milliarden Bonuszahlungen schneiden können, die später vom Steuerzahler getragen werden müssen, oder die EZB ist völlig inkompetent.

Die Edelmetallmärkte

Auf Eurobasis steigt der Goldpreis bei einem labilen Dollar an (aktueller Preis 29.411 Euro/kg, Vortag 29.127 Euro/kg). Am 18.07.11 hatte der Goldpreis die vorläufige Zielmarke von 1.600 $/oz überschritten und wurde damit erstmals seit über 20 Jahren wieder fair bewertet. Durch Preissteigerungen und die Ausweitung der Kreditmenge hat sich der faire Wert für den Goldpreis mittlerweile auf 1.800 $/oz erhöht. Mit der anhaltend volatilen Entwicklung an den Finanzmärkten ist nach heutiger Kaufkraft ein Preisband zwischen 1.700 und 1.900 $/oz gerechtfertigt. Unter 1.700 $/oz bleibt der Goldpreis unterbewertet, über 1.900 $/oz (nach aktueller Kaufkraft) beginnt eine relative Überbewertung. Bei einem Goldpreis von über 1.800 $/oz können viele Goldproduzenten profitabel wachsen und die Goldproduktion insgesamt längerfristig erhöhen. Bei einem Goldpreis von unter 1.700 $/oz wird die Goldproduktion mittelfristig sinken. Wegen der fehlenden Anlagealternativen empfiehlt es sich, auch zum Beginn einer zu erwartenden Übertreibungsphase voll in Gold, Silber und den Edelmetallaktien investiert zu bleiben. Mit der negativen Berichterstattung werden die schwachen Hände aus dem Goldmarkt vertrieben, so dass nach dem aktuellen Ausverkauf wieder mit einer stabileren und ruhigeren Preisentwicklung gerechnet werden kann. In der kommenden Inflationsphase (Crack-up-Boom, Beschreibung in der Zeitschrift „Smart-Investor“, Ausgabe April 2009 (http://www.smartinvestor.de/pdf/Smart-Investor-4-2009-S-44-49.pdf) wird der Zielkurs des Goldpreises deutlich angehoben werden müssen.

Silber kann zulegen (aktueller Preis 20,27 $/oz, Vortag 20,00 $/oz). Platin zieht an (aktueller Preis 1.381 $/oz, Vortag 1.376 $/oz). Palladium entwickelt sich seitwärts (aktueller Preis 735 $/oz, Vortag 736 $/oz). Die Basismetalle können um etwa 0,5 % zulegen und setzen die Bodenbildung fort.

Der New Yorker Xau-Goldminenindex verbessert sich um 4,0 % oder 3,3 auf 85,8 Punkte. Bei den Standardwerten ziehen Kinross und Agnico Eagle jeweils 5,4 % sowie Barrick 5,3 % (Vortag +3,9 %) an. Bei den kleineren Werten haussieren Lake Shore 14,8 %, Intern. Tower Hill 12,8 % sowie Victoria und Sandspring um jeweils 12,5 %. Gabriel fallen 12,2 % und Atna 9,1 % zurück. Bei den Silberwerten ziehen Santacruz 11,1 %, Aurcana 10,2 % und Alexco 8,7 % an.

Die südafrikanischen Werte entwickeln sich im New Yorker Handel fest. Anglogold können 8,9 % und DRD 5,0 % zulegen.

Die australischen Goldminenaktien entwickeln sich heute Morgen gut erholt. Bei den Produzenten haussieren Resolute 22,4 %, St Barbara 16,0 %, Silver Lake 15,4 % und Kingsgate 12,6 %. Dragon fallen 12,5 % und Millennium 11,1 %. Bei den Explorationswerten haussiert Ampella nach einem Übernahmeangebot durch Centamin um 73,3 %. Excelsior steigen 18,6 % und PMI um 12,0 %. Arc fallen 28,6 %, Augur 14,5 % und Azumah 12,5 % zurück. Bei den Metallwerten gibt Oz Minerals 14,2 % ab.

Stabilitas Fonds

Der Stabilitas Pacific Gold+Metals Fonds (A0ML6U) verbessert sich um 0,5 % auf 41,54 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Resolute (+22,4 %), Excelsior (+18,6 %), St Barbara (+16,0 %), Kingsgate (+12,6 %) und Allied Nevada (+10,7 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Azumah (-12,5 %) und Millennium (-11,1 %). Der Fonds dürfte heute hinter dem Anstieg des Xau-Vergleichsindex zurückbleiben. Die Kurse der heute gestiegenen australischen Werte fließen erst in die Fondspreisberechnung von heute ein, die morgen veröffentlicht wird.

In der Auswertung zum 30.11.13 verliert der Fonds mit 24,9 % deutlich stärker als der Xau-Vergleichsindex, der um 9,0 % zurück fällt. Die australischen Goldminenaktien verzeichnen derzeit einen Ausverkauf, der mit dem Ende 2008 vergleichbar ist. Der Verlust seit Jahresbeginn erhöht sich auf 61,1 % und liegt damit deutlich über dem Verlust des Xau-Vergleichsindex. Das Fondsvolumen reduziert sich parallel zu den Kursverlusten und leichten Abflüssen von 9,3 auf 6,7 Mio Euro.

Verlust im Jahr 2008: 63,5 %
Gewinn im Jahr 2009: 131,1 % (bester Goldminenfonds)
Gewinn im Jahr 2010: 81,3 % (zweitbester Goldminenfonds)
Verlust im Jahr 2011: 22,3 %
Verlust im Jahr 2012: 14,0 %
Verlust im Jahr 2013: 61,1 %

Im Januar 2013 erhält der Fonds zum dritten Mal in Folge den Fund Award der Zeitschrift Euro/Euro am Sonntag – für das Jahr 2012 als zweitbester Goldminenfonds im 3-Jahreszeitraum.

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Silber & Weissmetalle (A0KFA1) verbessert sich um 1,1 % auf 22,00 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Santacruz (+11,1 %), Aurcana (+10,2 %) und Alexco (+8,7 %). Der Fonds dürfte heute parallel zum Hui-Vergleichsindex zulegen.

In der Auswertung zum 30.11.13 verliert der Fonds mit 14,9 % deutlich stärker als der Hui-Vergleichsindex, der um 7,9 % nachgibt. Der Fonds behauptet sich seit dem Jahresbeginn mit einem Verlust von 51,9 % noch knapp vor dem Hui-Vergleichsindex, der um 52,8 % im Minus liegt. Das Fondsvolumen nimmt durch die Kursverluste und leicht Abflüsse von 21,0 auf 16,7 Mio Euro ab.

Verlust im Jahr 2008: 75,6 %
Gewinn im Jahr 2009: 47,9 %
Gewinn im Jahr 2010: 60,3 % (zweitbester Rohstofffonds 2010, Euro und Euro am Sonntag)
Verlust im Jahr 2011: 27,3 %
Verlust im Jahr 2012: 3,7 %
Verlust im Jahr 2013: 43,5 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Gold+Resourcen (A0F6BP) verbessert sich um 0,8 % auf 17,71 Euro. Die besten Fondswerte sind heute St Barbara (+16,0 %), Silver Lake (+15,4 %), Lake Shore (+14,8 %), Intern. Tower Hill (+12,8 %) und Kingsgate (+12,5 %). Der Fonds dürfte heute etwas weniger als der Xau-Vergleichsindex zulegen.

In der Auswertung zum 30.11.13 verliert der Fonds mit 22,6 % deutlich stärker als der Xau-Vergleichsindex, der um 9,0 % zurück fällt. Seit dem Jahresbeginn verliert der Fonds 56,7 % und schneidet damit schlechter als der Xau-Vergleichsindex (-47,6 %) ab. Die Begründung liegt vor allem in der zuletzt sehr schwachen Entwicklung der australischen Werte. Das Fondsvolumen fällt parallel zu den Kursverlusten von 2,8 auf 2,1 Mio Euro zurück.

Verlust im Jahr 2008: 64,4 %
Gewinn im Jahr 2009: 12,4 %
Gewinn im Jahr 2010: 21,8 %
Verlust im Jahr 2011: 30,9 %
Verlust im Jahr 2012: 20,1 %
Verlust im Jahr 2013: 56,7 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Gold & Resourcen Special Situations (A0MV8V) verbessert sich um 0,8 % auf 17,99 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Resolute (+22,4 %), St Barbara (+16,0 %), Silver Lake (+15,4 %) und Kingsgate (+12,5 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Gladiator (-36,4 %), Voyager (-20,0 %) und Millennium (-10,0 %). Der Fonds dürfte heute hinter dem Anstieg des TSX-Venture Vergleichsindex zurückbleiben.

In der Auswertung zum 30.11.13 verliert der Fonds mit 16,1 % stärker als der TSX-Venture Vergleichsindex, der um 4,4 % nachgibt. Mit einem Verlust von 53,2 % seit dem Jahresbeginn bleibt der Fonds deutlich hinter dem TSX-Venture Vergleichsindex (-29,1 %) zurück. Das Fondsvolumen reduziert sich durch die Kursverluste von 2,1 Mio auf 1,7 Mio Euro.

Verlust im Jahr 2008: 73,9 %
Gewinn im Jahr 2009: 73,1 %
Gewinn im Jahr 2010: 87,4 % (bester Rohstoff- und Energiefonds, Handelsblatt)
Verlust im Jahr 2011: 22,3 %
Verlust im Jahr 2012: 37,1 %
Verlust im Jahr 2013: 53,2 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.