Minenaktien – Das Vertrauen der Investoren kehrt zurück

Der SNL Metal Economics Group’s Pipeline Aktivitäten Index (PAI), welcher die Investitionen in die Erschließung neuer Rohstoffe misst, ist einer der am meisten beachteten Indizes für die Entwicklung im Explorationssektor. Der PAI hat sich in den letzten 6 Monaten stabilisiert, steht jedoch weiterhin nahe den historischen Tiefstständen.

Die gute Nachricht, so das im kanadischen Halifax beheimatete Marktforschungsunternehmen, liege darin, dass stichhaltige Beweise vorliegen, dass die immer noch unter dem langjährigen Durchschnitt liegenden Bohraktivitäten einen Boden gefunden haben. Die schlechte Nachricht liege darin, dass noch nicht absehbar sei, ob bereits im nächsten Jahr eine Erholung einsetzen werde.

Mining Chart

Quelle: Mining.com / SNL Economics Goup

Wie aus der Grafik zu erkennen, liegt die Marktkapitalisierung aller Rohstoffunternehmen (im Diagramm als Balken dargestellt) bei ca. 1,6 Billionen USD, in Zahlen 1.600.000.000.000. Eine ganz schön große Zahl. Auch wenn wir damit "nur" in etwa das Niveau von Anfang 2008 erreicht, also vor dem Subprime-Crash erreicht haben. Die Metallpreise liegen weiterhin auf hohem Niveau, mit Ausnahme der unmittelbaren Folgen der Subprime-Krise Ende 2008 bis Ende 2009 sogar über dem Vorkrisenniveau (blaue Kurve). Seit Juni 2013 steigen die Unternehmensbewertungen langsam wieder. Die Experten der SNL führen diese Entwicklung darauf zurück, dass die Bemühungen zur Kostenreduktion bei den Bergbau-Konzernen entsprechenden Anklang finden und langsam belohnt werden.

Die Explorationstätigkeit ist im Mittel über das Jahr 2013 weiterhin rückläufig, wobei saisonale Schwankungen zu erkennen sind. Gerade in Regionen, in denen Projekte nicht ganzjährige erkundet oder erschlossen werden können, dürfte die Pause in diesem Jahr möglicherweise etwas länger ausfallen.

Aufgrund der Tatsache, dass bei den meisten Explorern die Kassen leer sind und es weiterhin extrem schwierig ist, sich am Finanzmarkt neue Mittel zu besorgen, könnten die Bohraktivitäten der Explorer in 2014 noch weiter sinken…und wo heute nicht exploriert wird, stehen mittel- bis langfristig keine Resourcen zur Verfügung, um die bis dahin abgebauten Rohstoff-Reserven zu ersetzen.

Bemerkenswert ist jedoch, dass entgegen der letzten Phase Ende der 90er Jahre bis ca. 2002, wo die Exploration aufgrund niedriger Rohstoffpreise und Überangeboten stark gedrosselt wurde, diesmal ein Rückgang trotz hohen Rohstoffpreise zu verzeichnen ist. In Verbindung von massiven Ausgabenkürzungen bei den großen Rohstoffkonzernen und reduzierter Explorationstätigkeit bin ich zuversichtlich, dass der Rohstoffmarkt in näherer Zukunft vor einer Trendwende steht.

Ihr Manuel Giesen

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