Kolumne von Ingrid Heinritzi

Champion im Eisenerzland

Das kanadische Eisenerzunternehmen Champion Iron Mines wird nächstes Jahr eine eigene Machbarkeitsstudie herausbringen. Auch eine Lösung für den wichtigen Transport des Eisenerzes an die Küste Quebecs scheint nahe.

Eisenerzproduzenten kennen das Problem: Der Transport des geförderten Rohstoffes ist wegen der großen Mengen äußerst kostenintensiv. Millionen Tonnen von Gestein müssen transportiert werden. Da trifft es sich immer gut, wenn der Staat ein wenig mithilft. Im Labrador Trough im Norden Quebecs, einem großen und bekannten Eisenerzgebiet, scheint es mit der von der Regierung geplanten Eisenbahnlinie zumindest voranzugehen. Quebec will Teile der Kosten für das Eisenbahnprojekt übernehmen. Wenn die Regierung von Quebec nun die Vor-Machbarkeitsstudie für eine dritte Eisenbahnlinie auf den Weg bringt, so dürfte dies die dort ansässigen Eisenerzkonzerne erfreuen. Besonders wichtig ist diese Entwicklung für Champion Iron Mines, die sich dann an die Fertigstellung ihrer Machbarkeitsstudie machen kann, was für 2014 geplant ist. CEO Tom Larsen weiß, wie wichtig die Transportfrage für das Fire Lake North Eisenerzprojekt ist.

Wie er kürzlich in einem Interview andeutete, dürften die Ressourcenberechnungen steil nach oben gehen, 20 Millionen bis vielleicht 30 Millionen Tonnen Eisenerz jährlich werden angepeilt. Damit vergleichbar hohe Ressourcen gibt es nicht im Labrador Trough, sondern nur beispielsweise in Australien. Genügend Cash besitzt Champion Iron Mines mit rund 15 Millionen Kanadischen Dollar ebenfalls. Die geplante Lebensdauer der Mine beträgt immerhin rund 40 Jahre.

Wie Rohstoff-Interessierte wissen, steht es seit geraumer Zeit mit den Aktienkursen vieler Rohstoff-Produzenten und mit den meisten Rohstoffpreisen nicht zum Besten. Der Eisenerzpreis hat sich in diesen nicht einfachen Zeiten noch relativ stabil gezeigt. Eisenerz, ein wichtiger Bestandteil für die Stahlherstellung, sollte gerade jetzt wo sich die Konjunktur allgemein stabilisiert, auch weiter gefragt sein. Das Wachstum in den Schwellenländern wird weiter gehen – und damit der Bedarf an Eisenerz.

Bei den hohen Reserven und Ressourcen, die Champion Iron Mines vorzuweisen hat, wäre es nicht verwunderlich, wenn bald Stahlhersteller an die Tür von Tom Larsen klopfen würden, um sich mit Eisenerz einzudecken. Interessant in diesem Zusammenhang ist die im August diesen Jahres vom Unternehmen verkündete Partnerschaft mit Baotou Chen Hua Investments Limited aus Hong Kong. Diese haben 15 Millionen Aktien von Champion Iron Mines erworben. Hier scheinen wichtige Kontakte geknüpft worden zu sein. Die Aktie des Eisenerz-Spezialisten Champion könnte daher 2014 positive Entwicklungen bei Eisenbahn, Eisenerzpreis und Machbarkeitsstudie widerspiegeln.

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