Kolumne von Martin Siegel

Gläubiger werden Bankenrettung bezahlen

Tagesbericht vom 27.11.13

Der Goldpreis gibt im gestrigen New Yorker Handel von 1.246 auf 1.245 $/oz nach. Heute Morgen entwickelt sich der Goldpreis im Handel in Shanghai und Hongkong seitwärts und notiert aktuell mit 1.245 $/oz um etwa 8 $/oz unter dem Vortagesniveau. Die Goldminenaktien entwickeln sich weltweit schwach.

Von der Weltfinanzkrise zum Crack-up-Boom (Katastrophenhausse)

Daniel Stelter, Gründer des Think Tanks Beyond the obvious "zeigt Wege aus der Schuldenkrise" (Zitat: Handelsblatt). "Ich kann mir vorstellen, dass bald ernsthaft über eine einmalige Vermögensabgabe nachgedacht wird. Noch schrecken Politiker vor dieser unpopulären Maßnahme zurück und hoffen lieber auf ein Wunder, das die Schulden verschwinden lässt. Doch egal, ob das Wunder Wachstum oder Inflation heißt: Es wird so schnell nicht kommen. Ohne eine Gläubigerbeteiligung wird es daher am Ende nicht gehen".

Kommentar: Bereits 2008 war absehbar, dass "die Umschichtung von Wohlstand an die Banker durch die "Rettungspakete" nur die Staatsverschuldung erhöhen und die aktuelle Weltwirtschaftskrise erheblich verlängern werden". Der "gigantische Irrtum, dass wir die Schmarotzerbanken brauchen, muss aufgeklärt werden, um den Prozess der Wohlstandsumverteilung zu stoppen" (s. Analyse www.goldhotline.de vom 23.12.2008). Jetzt reichen die Enteignungen der Sparguthaben durch die niedrigen Zinsen und die Erhöhung der Steuerbelastungen durch die Steuerprogression nicht mehr aus, um die Belastungen durch die Rettung der Schmarotzerbanken zu tragen.

Die Edelmetallmärkte

Auf Eurobasis gibt der Goldpreis bei einem labilen Dollar nach (aktueller Preis 29.504 Euro/kg, Vortag 29.777 Euro/kg). Am 18.07.11 hatte der Goldpreis die vorläufige Zielmarke von 1.600 $/oz überschritten und wurde damit erstmals seit über 20 Jahren wieder fair bewertet. Durch Preissteigerungen und die Ausweitung der Kreditmenge hat sich der faire Wert für den Goldpreis mittlerweile auf 1.800 $/oz erhöht. Mit der anhaltend volatilen Entwicklung an den Finanzmärkten ist nach heutiger Kaufkraft ein Preisband zwischen 1.700 und 1.900 $/oz gerechtfertigt. Unter 1.700 $/oz bleibt der Goldpreis unterbewertet, über 1.900 $/oz (nach aktueller Kaufkraft) beginnt eine relative Überbewertung. Bei einem Goldpreis von über 1.800 $/oz können viele Goldproduzenten profitabel wachsen und die Goldproduktion insgesamt längerfristig erhöhen. Bei einem Goldpreis von unter 1.700 $/oz wird die Goldproduktion mittelfristig sinken. Wegen der fehlenden Anlagealternativen empfiehlt es sich, auch zum Beginn einer zu erwartenden Übertreibungsphase voll in Gold, Silber und den Edelmetallaktien investiert zu bleiben. Mit der negativen Berichterstattung in den letzten Monaten wurden die schwachen Hände aus dem Goldmarkt vertrieben, so dass nach dem Ausverkauf bis Ende Juni wieder mit einer stabileren und ruhigeren Preisentwicklung gerechnet werden kann. In der kommenden Inflationsphase (Crack-up-Boom, Beschreibung in der Zeitschrift "Smart-Investor", Ausgabe April 2009 (http://www.smartinvestor.de/pdf/Smart-Investor-4-2009-S-44-49.pdf) wird der Zielkurs des Goldpreises deutlich angehoben werden müssen.

Silber gibt nach (aktueller Preis 19,85 $/oz, Vortag 20,15 $/oz). Platin verliert leicht (aktueller Preis 1.375 $/oz, Vortag 1.388 $/oz). Palladium entwickelt sich stabil (aktueller Preis 718 $/oz, Vortag 722 $/oz). Die Basismetalle entwickeln sich auf gedrücktem Niveau seitwärts.

Der New Yorker Xau-Goldminenindex verliert 2,2 % oder 1,9 auf 84,3 Punkte. Bei den Standardwerten fallen New Gold 5,3 %, Eldorado 4,5 % und Iamgold 4,2 %. Bei den kleineren Werten fallen Belo Sun 17,3 %, Gold Canyon 15,4 % und Veris 11,9 %. Gegen den Trend erholen sich Goldgroup 27,3 %, Santa Fe 22,5 % und Colossus 11,8 %. Bei den Silberwerten geben United 20,0 %, US-Silver 11,4 % und Sabina 8,2 % nach. Wildcat ziehen 16,9 % und Alexco 6,2 % an.

Die südafrikanischen Werte entwickeln sich im New Yorker Handel nachgebend. Harmony verliert 4,8 %.

Die australischen Goldminenaktien entwickeln sich heute Morgen sehr schwach. Bei den Produzenten fallen Hill End 25,0 % sowie Silver Lake und Millennium jeweils 14,0 %. Bei den Explorationswerten gibt Legend 10,0 % ab. Bei den Metallwerten fallen Paladin 8,0 % und Rex 6,9 %.

Stabilitas Fonds

Der Stabilitas Pacific Gold+Metals Fonds (A0ML6U) verliert 3,4 % auf 47,11 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Altona (+3,6 %) und Oceana (+2,0 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Silver Lake (-14,0 %), Millennium (-14,0 %) und Resolute (-12,0 %). Der Fonds dürfte sich heute zum Xau-Vergleichsindex stabil entwickeln.

In der Auswertung zum 31.10.13 verliert der Fonds mit 0,1 % weniger als der Xau-Vergleichsindex, der um 3,2 % zurückfällt. Der Verlust seit Jahresbeginn bleibt damit bei 48,2 % und nähert sich dem Verlust des Xau-Vergleichsindex (-44,8 %) an. Das Fondsvolumen reduziert sich durch leichte Abflüsse von 9,6 auf 9,3 Mio Euro.

Verlust im Jahr 2008: 63,5 %
Gewinn im Jahr 2009: 131,1 % (bester Goldminenfonds)
Gewinn im Jahr 2010: 81,3 % (zweitbester Goldminenfonds)
Verlust im Jahr 2011: 22,3 %
Verlust im Jahr 2012: 14,0 %
Verlust im Jahr 2013: 48,2 %

Im Januar 2013 erhält der Fonds zum dritten Mal in Folge den Fund Award der Zeitschrift Euro/Euro am Sonntag – für das Jahr 2012 als zweitbester Goldminenfonds im 3-Jahreszeitraum.

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Silber & Weissmetalle (A0KFA1) verbessert sich um 0,3 % auf 23,58 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Wildcat (+16,9 %) und Alexco (+6,2 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der US-Silver (-11,4 %), Sabina (-8,2 %) und Silvercorp (-5,1 %). Der Fonds dürfte heute parallel zum Hui-Vergleichsindex nachgeben.

In der Auswertung zum 31.10.13 verliert der Fonds mit 1,5 % etwas weniger als der Hui-Vergleichsindex, der um 1,9 % nachgibt. Der Fonds kann sich seit dem Jahresbeginn mit einem Verlust von 43,5 % gegenüber dem Hui-Vergleichsindex (-48,8 %) noch relativ gut behaupten. Das Fondsvolumen erhöht sich durch Zuflüsse von 20,0 auf 21,0 Mio Euro.

Verlust im Jahr 2008: 75,6 %
Gewinn im Jahr 2009: 47,9 %
Gewinn im Jahr 2010: 60,3 % (zweitbester Rohstofffonds 2010, Euro und Euro am Sonntag)
Verlust im Jahr 2011: 27,3 %
Verlust im Jahr 2012: 3,7 %
Verlust im Jahr 2013: 43,5 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Gold+Resourcen (A0F6BP) verliert 1,7 % auf 19,42 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Oceana (+2,0 %) und Silver Wheaton (+1,3 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Silver Lake (-14,0 %), Veris (-11,9 %) und Kingsgate (-8,9 %). Der Fonds dürfte heute etwas weniger als der Xau-Vergleichsindex nachgeben.

In der Auswertung zum 31.10.13 verbessert sich der Fonds um 1,9 % gegen den Xau-Vergleichsindex, der um 3,2 % nachgibt. Mit einem Verlust von 44,0 % schneidet der Fonds damit marginal besser als der Xau-Vergleichsindex (-44,8 %) ab. Das Fondsvolumen erhöht sich durch die Kursgewinne von 2,7 auf 2,8 Mio Euro.

Verlust im Jahr 2008: 64,4 %
Gewinn im Jahr 2009: 12,4 %
Gewinn im Jahr 2010: 21,8 %
Verlust im Jahr 2011: 30,9 %
Verlust im Jahr 2012: 20,1 %
Verlust im Jahr 2013: 44,0 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Gold & Resourcen Special Situations (A0MV8V) verliert 2,2 % auf 19,16 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Lemur (+20,0 %), Indophil (+7,7 %) und Base (+6,4 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Silver Lake (-14,0 %), Millennium (-14,0 %) und Resolute (-12,0 %). Der Fonds dürfte heute gegen den TSX-Venture Vergleichsindex zulegen.

In der Auswertung zum 31.10.13 verliert der Fonds mit 4,4 % stärker als der TSX-Venture Vergleichsindex, der um 1,2 % nachgibt. Mit einem Verlust von 44,2 % seit dem Jahresbeginn bleibt der Fonds deutlich hinter dem TSX-Venture Vergleichsindex (-25,9 %) zurück. Das Fondsvolumen reduziert sich durch die Kursverluste von 2,2 Mio Euro (nach der Fusion mit dem Stabilitas Growth-Small Cap Fonds) auf 2,1 Mio Euro.

Verlust im Jahr 2008: 73,9 %
Gewinn im Jahr 2009: 73,1 %
Gewinn im Jahr 2010: 87,4 % (bester Rohstoff- und Energiefonds, Handelsblatt)
Verlust im Jahr 2011: 22,3 %
Verlust im Jahr 2012: 37,1 %
Verlust im Jahr 2013: 44,2 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Growth-Small Cap Fonds (A0LF6K) wurde am 30. September 2013 vom Stabilitas Gold + Resourcen Special Situations steuerneutral übernommen.

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