Am gestrigen Donnerstag wurde der Goldpreis durch die Äußerungen der designierten Fed-Chefin Janet Yellen, die die expansive Geldpolitik der Notenbank verteidigte, deutlich angeschoben. Zeitweilig stieg der Preis für eine Unze des gelben Metalls um 25 USD auf ein Tageshoch von 1.293,80 USD – wovon auch viele angeschlagene Goldaktien profitierten. Nur die Nummer Eins der Branche nicht.

Während Goldcorp (WKN 890493), Kinross Gold (WKN A0DM94) oder AngloGold Ashanti (WKN 164180) teilweise deutlich stiegen, gab Branchenprimus (nach Produktion) Barrick Gold (WKN 870450) leicht auf 18,93 CAD ab. Der Grund war, dass bekannt wurde, dass die gewaltige Kapitalerhöhung des Konzerns, mit einem Volumen von 3 Mrd. USD die größte in der Geschichte Kanadas, nur auf begrenztes Interesse stieß.

Der Konzern hatte Ende Oktober angekündigt, dass man 163,5 Mio. Stammaktien zu 18,35 USD pro Aktie ausgeben werde, um seinen Schuldenberg zumindest teilweise abzubauen. Das war zum damaligen Zeitpunkt ein Abschlag von 5% auf den Kurs.

Die Transaktion wurde heute abgeschlossen und laut einem Bericht von FT.com blieb das von RBC Capital Markets, Barclays und GMP Securities geführte Konsortium auf rund 40 Mio. Aktien sitzen. Wenig verwunderlich eigentlich, wenn man bedenkt, dass die Barrick-Aktien zwischenzeitlich am Markt deutlich günstiger zu erwerben waren.

2013 war für Barrick Gold ein, gelinde gesagt, schwieriges Jahr. Der Konzern, der dieses Jahr rund 7 Mio. Unzen Gold produzieren sollte, litt nicht nur unter dem niedrigen Goldpreis, sondern auch unter hausgemachten Problemen. Das größte war dabei die gigantische Pascua Lama-Mine auf der Grenze zwischen Argentinien und Chile, dessen geschätzte Kosten auf 8,5 Mrd. USD explodierten. Nachdem man bereits 6 Mrd. USD investiert hatte, musste Barrick dann die Arbeiten auf Eis legen, da Umweltauflagen der chilenischen Behörden nicht erfüllt wurden.

Der Konzern hat seit 2007 Aktien im Wert von mehr als 7 Mrd. USD verkauft und hat in New York derzeit einen Börsenwert von rund 18,1 Mrd. USD. Das ist dieses Jahr ein Rückgang von 48% und weit unter der Marktkapitalisierung von 54 Mrd. USD, die vor gerade einmal zwei Jahren erzielt wurde.

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