Der Rohstoffgigant Rio Tinto (WKN 855018) will, zusammen mit dem Partner BHP Billiton (WKN 908101), noch diese Woche einen Minenplan für die Entwicklung eines der größten, nicht-entwickelten Kupfervorkommen weltweit einreichen.

Die Konzerne haben die Planungen für das 6 Mrd. USD teure Kupferprojekt Resolution in Arizona abgeschlossen, das zu 55% Rio und zu 45% BHP gehört und rund 500.000 Tonnen des roten Metalls pro Jahr produzieren könnte. Das würde ausreichen, um ein Viertel der US-amerikanischen Kupfernachfrage abzudecken, erklärte Rio Tinto. Der Konzern schätzt, dass die Ressource für mehr als 40 Jahre Produktion ausreichen könnte.

Die Einreichung eines Minenplans bei den Behörden ist der erste Schritt, bevor eine umfassende Prüfung der Auswirkung des geplanten Projekts auf die Umwelt vorgenommen werden kann. Allerdings kann es mehrere Monate dauern, bis der US Forest Service, der dafür zuständig ist, die Genehmigung erteilt.

Unternehmen wie BHP und Rio Tinto hatten zuletzt vor allem Assets abgestoßen und Investitionen aufgeschoben, nachdem die Rohstoffpreise stark unter Druck geraten waren. Der Markt für das Industriemetall Kupfer allerdings dürfte nach Ansicht vieler Experten trotz des steigenden Minenangebots robust bleiben.

Der Preis für eine Tonne des roten Metalls hat sich von einem Tief bei 6.602 USD zur Jahresmitte, unter anderem auch auf Grund der hohen chinesischen Importe, bereits wieder erholt. Kupfer zur Auslieferung in drei Monaten kostet an der London Metall Exchange derzeit rund 7.021 USD pro Tonne.

Die Analysten von Morgan Stanley sind der Ansicht, dass Kupfer durchaus besser laufen könnte als vom Markt erwartet. Und zwar nicht nur angesichts der starken Nachfrage aus China, sondern auch auf Grund möglicher Verzögerungen bei der Schaffung neuen Minenangebots. Morgan Stanley geht davon aus, dass der Kupferpreis in den kommenden Jahren größtenteils stabil bleiben wird.

Die Resolution-Lagerstätte liegt rund 2.100 Meter unter der Oberfläche. Das Projekt, das im Herzen des historischen Bergbaudistrikts Pioneer gelegen ist, wurde von BHP 1996 mit der Übernahme von Magma Copper erworben. 2004 übernahm Rio Tinto durch seine Tochtergesellschaft Resolution Copper, die auf dem Gelände Bohrungen durchgeführt hatte, über eine so genannte Earn-In-Vereinbarung mit BHP die Kontrolle über das Projekt.

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