Eine ganze Reihe von jüngst durchgeführten oder angekündigten Kapitalerhöhungen unter australischen Rohstoff-Juniors lässt die Hoffnung steigen, dass die zwei Jahre andauernde Flaute am Kapitalmarkt langsam ihrem Ende entgegen geht.

Die Aktivitäten in diesem Bereich waren in den vergangenen Jahren eingebrochen, da die sinkenden Rohstoffpreise und eine steigen Risikoaversion vieler Anleger diese in andere Sektoren ausweichen ließ.

Nun aber hat eine Reihe von Deals mehr als 150 Mio. AUD an frischem Kapital für drei kleinere Produzenten und Explorer eingebracht. Das macht Hoffnung für eine Branche, die immer stärker unter Druck geraten war.

Von der australischen Zeitung „The Australian“ zusammengetragene Daten zeigen für dieses Jahr einen anhaltenden Rückgang bei Kapitalerhöhungen unter börsennotierten australischen Rohstoffproduzenten und Explorern. In den ersten zehn Monaten 2013 wurden demzufolge nur 1,16 Mrd. Dollar an Kapital aufgenommen nach 1,44 Mrd. Dollar im gleichen Zeitraum 2012 und 4,11 Mrd. Dollar in den ersten zehn Monaten 2011.

Doch trotz dieses Trends sind die Juniors Sirius Resources (WKN A0YBAV), Tiger Resources (WKN A0CAJF) und Panoramic Resources (WKN A0Q29H) dabei, signifikante Equity-Deals abzuschließen.

Sirius hatte vergangene Woche angekündigt, dass man 83,5 Mio. Dollar aufnehmen wird, um die Exploration und Entwicklung auf den Nickel- und Kupferfunden Nova und Bollinger in Western Australien voranzutreiben, während Tiger, das Unternehmen betreibt die Kupfermine Kipoi in der Demokratischen Republik Kongo, bereits 42,5 Mio. Dollar über die Platzierung von 125 Mio. Aktien eingenommen hat.

Das Unternehmen von Managing Director Brad Marwood will sich zudem weitere 8 Mio. Dollar über einen Aktienkaufplan sichern, der sich an bestehende Privatanleger richtet. Daran können übrigens auch europäische Aktionäre des Unternehmens teilnehmen. Panoramic ließ sich am Freitag vom Handel aussetzen und The Australian geht davon aus, dass die Nickelgesellschaft 25 Mio. Dollar zu 27 Cent pro Aktie aufnehmen wird.

Für einen Sektor, der in den vergangenen Monaten quasi am Hungertuch nagte, was Finanzierungen angeht, bringen diese jüngsten Aktivitäten zumindest ein wenig Hoffnung. Produzenten wie Explorer haben angesichts der negativen Entwicklung Gehälter gekürzt, Mitarbeiter entlassen und Explorationsprogramme ausgesetzt und eine Wiederauferstehung des Kapitalmarktes könnte sehr helfen.

Doch wie australische Broker erklären, berichtet The Australian, sind die Tage des schnellen Geldes für spekulative Rohstoffaktien vorbei und werden auch so schnell nicht wieder kehren. Es gebe zwar deutliches Interesse, doch die Investoren seien sehr wählerisch geworden, hieß es. Noch ist die Situation also weiter schwierig, aber für ausgewählte Unternehmen in guter Verfassung, könnten die Türen wieder offen stehen.

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