Der australische Kupferproduzent Tiger Resources (WKN A0CAJF) hatte schon vor kurzem einen Produktionsrekord für das dritte Quartal auf der Kipoi-Mine in der Demokratischen Republik Kongo gemeldet. Nun legt das Unternehmen von Managing Director Brad Marwood mit hervorragenden Quartalszahlen nach.

Denn wie Tiger heute meldete, brachte der Produktionsrekord auch einen Rekordwert beim operativen Gewinn mit sich. Der nämlich stieg für die drei Monate bis Ende September auf 27,7 Mio. Dollar und erreichte damit im bisherigen Jahresverlauf insgesamt 76,7 Mio. Dollar!

Tiger verkaufte im dritten Quartal dieses Jahres 51.583 Tonnen Konzentrat, die 12.212 Tonnen Kupfer enthielten. Davon entfielen 8.138 Tonnen auf das Unternehmen, das ja 60% an Kipoi hält. Bei einem realisierten Preis von 6.819 USD pro Tonne des roten Metalls erzielte Tiger so einen Umsatz von rund 55,5 Mio. Dollar. In den ersten neun Monaten hat das Unternehmen damit anrechenbare 21.271 Tonnen Kupfer abgesetzt und bei durchschnittlich 7.026 USD pro Tonne einen Umsatz von rund 150,2 Mio. Dollar gemacht.

Da sich die operativen Gesamtkosten im dritten Quartal auf 31,709 Mio. und in den ersten neun Monaten auf 83,356 Mio. Dollar beliefen, blieb ein operativer Gewinn von 27,674 bzw. 83,356 Mio. Dollar hängen. Die Kosten pro Produktionseinheit lagen so bei 0,64 bzw. 0,67 Dollar. Im ersten Quartal hatten sie noch 0,68 und im zweiten Quartal noch 0,65 Dollar betragen. Die direkten Cashkosten – Abbau, Aufbereitung und Verwaltung – lagen bei 0,48 Dollar pro Pfund Kupfer. Hinzu kamen nicht Cash wirksame Kosten für Wertberichtigungen und Haldenbewegungen von 0,16 Dollar pro Pfund Kupfer sowie Royalty-Zahlungen von 0,08 Dollar pro Pfund des roten Metalls.

Zum 30. September verfügte Tiger damit über liquide Mittel von 9,5 Mio. Dollar nach 13,1 Mio. Dollar am 30. Juni. Hinzu kommen allerdings ausstehende Forderungen und eingelagertes, zum Verkauf bereites Konzentrat im Wert von 13,2 Mio. Dollar nach 9,6 Mio. Dollar zum Ende des zweiten Quartals. Die verfügbaren Kontokorrentkredite wurden in Höhe von 27,1 Mio. Dollar in Anspruch genommen (9,7 Mio. Dollar zum 30. Juni 2013), während das aus dem Betrieb generierte Cash netto bei 25,4 Mio. Dollar lag.

Im dritten Quartal tätigte das Unternehmen einmalige Zahlungen von insgesamt 12,2 Mio. Dollar, darunter 4,0 Mio. Dollar der fälligen Royalty-Zahlung an den Partner Gécamines, 3,7 Mio. Dollar an Steuerzahlungen und 4,5 Mio. Dollar als letzte Rate des Kredits von Trafigura Beheer. Gleichzeitig schloss Tiger aber eine Vorabzahlungsvereinbarung für zukünftige Konzentratlieferungen an Trafigura ab, die dem Unternehmen zinsfreie 4,6 Mio. Dollar einbringt. Die Investitionen in die zweite Produktionsphase auf Kipoi lagen im dritten Quartal bei 40,2 Mio. Dollar.

Den Bau der dafür nötigen neuen SXEW-Anlage (Solvent Extraction Electro Winning) hatte Tiger im Januar dieses Jahres aufgenommen. Mittlerweile sind die Arbeiten nach Aussage des Unternehmens zu 68% abgeschlossen, sodass Tiger damit rechnet wie geplant das erste hochwertige Elektrolytkupfer im zweiten Quartal 2014 produzieren zu können.

Die Machbarkeitsstudie hatte dem Phase 2-Projekt niedrige Kosten und hohe Margen bescheinigt. Die Produktion wird dabei auf bis zu 376.000 Tonnen Kupferkathoden über neun Jahre geschätzt. Dabei sollen Erzreserven von den Lagerstätten Kipoi Central, Kileba und Kipoi North verarbeitet werden, sowie bereits in der HMS-Anlage der ersten Produktionsphase verarbeitetes Material.

Letzteres sollen in den ersten zwei Jahren des Betriebs der neuen Anlage genutzt werden, sodass in dieser Zeit keine Abbaukosten anfallen und die operativen Cashkosten bei 0,72 USD pro Pfund Kupfer liegen sollen. Insgesamt, auf das gesamte Minenleben gerechnet, geht Tiger von Cashkosten von durchschnittlich 1,13 USD pro Pfund Kupfer und von Gesamtkosten (all in cost) von weniger als 1,50 USD pro Pfund des roten Metalls aus!

Doch damit nicht genug der guten Nachrichten. Tiger hob nach Bohrungen zur Kontrolle der Metallgehalte auf dem Kipoi-Projekt seine Produktionsprognose um 85% an! Das Unternehmen rechnet für das kommende Jahr nun mit einem Ausstoß von 39.000 Kupfer in Konzentrat aus der „alten“ HMS-Anlage – nach bislang 21.000 Tonnen Kupfer in Konzentrat. Dabei sollen 2014 weiterhin durchschnittliche operative Cashkosten von gerade einmal 0,30 USD pro Pfund Kupfer anfallen.

Wenn die zweite Produktionsphase wie geplant parallel im zweiten Quartal 2014 anläuft, will Tiger dann in den ersten vollen zwölf Produktionsmonaten 25.000 Tonnen hochwertige Kupferkathoden produzieren.

Angesichts dieser Entwicklungen und Aussichten schließen wir uns der Meinung der Analysten von Foster Stockbroking an, die in einer kürzlich veröffentlichten Analyse erklärten, dass die Aktie von Tiger Resources trotz der Rallye der letzten Zeit immer noch „extrem attraktiv bewertet“ sei.

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