Der kanadische Goldproduzent Agnico Eagle Mines (WKN 860325) ist im dritten Quartal 2013 in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Im Juniquartal hatte der Konzern noch einen Nettoverlust verbucht. Allerdings bleibt der jetzt gemeldete Quartalsgewinn deutlich unter dem Niveau des Vorjahres, da die niedrigeren Metallpreise sich weiterhin negativ auswirken.

Agnico Eagle meldete für die drei Monate bis Ende September einen Nettogewinn von 47,3 Mio. Dollar oder 27 Cent je Aktie nach einem Nettoverlust von 24,4 Mio. Dollar oder 14 Cent pro Aktie im zweiten Quartal. Im dritten Quartal 2012 hatte der Konzern aus Toronto noch einen Nettogewinn von 106,2 Mio. Dollar oder 62 Cent verbucht.

Bereinigt hätte der Gewinn des letzten Quartals bei 60,5 Mio. Dollar oder 35 Cent je Aktie gelegen. Den Umsatz gab Agnico mit 444,3 Mio. Dollar an nach 535,8 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum.

Agnico-CEO erklärte gegenüber Kitco News, dass man sich bemühe die Kosten zu senken, indem man einerseits die Beiproduktion steigere und gleichzeitig Sparmaßnahmen umsetze. Das Unternehmen senkte die Investitions- und Betriebskosten um 50 Mio. Dollar und beschnitt das Explorationsbudget um 20 Mio. Dollar.

Wie Agnico zudem mitteilte, fiel der realisierte Verkaufspreis im Vergleich zum Vorjahresquartal bei Gold um 15%, bei Silber um 27% und bei Kupfer um 13%. Das machte man zum Teil durch eine Rekordquartalsproduktion wett. Der Konzern hob zudem seine Produktionsprognose für das Gesamtjahr auf 1,06 Mio. Unzen Gold bei niedrigeren Cashkosten von 690 USD pro Unze an. Zuvor hatte Agnico mit einem Ausstoß von 970.000 bis 1,01 Mio. Unzen bei Cashkosten von 735 bis 785 USD pro Unze gerechnet. Für das Gesamtjahr geht man nun von nachhaltigen Gesamtproduktionskosten (all-in sustaining costs) von 1.025 USD pro Unze aus, nachdem man diese bislang auf 1.100 USD je Unze Gold geschätzt hatte.

Laut Aussage von Boyd beruht die Anhebung der Produktionsprognose auf dem höheren Ausstoß der Minen Meadowbank in Nunavut in Kanada und Kittila in Finnland. Im zweiten Quartal hatte die Produktion auf Kittila unter einer ausgedehnten Wartungsperiode gelitten. Diese Arbeiten seien nun abgeschlossen, so Agnicos CEO und der Betrieb sei sehr schnell wieder auf das normale Niveau gestiegen. Zudem habe man auf Kittila zuletzt sehr gute Gewinnungsraten und gute Metallgehalte erzielt.

Konzentriert hat sich Agnico aber auf die Meadowbank-Mine, so Boyd. Es sei dabei gelungen, sowohl die Abbau- als auch die Durchsatzrate um 1.000 Tonnen zu erhöhen. Das sei eine Steigerung von rund 10% gegenüber dem Vorjahr. Da auch die Produktion von Erzen mit höheren Gehalten besser gelaufen sei als erwartet, habe Meadowbank einen Produktionsrekord von 133.489 Unzen zu Cashkosten von 623 USD pro Unze erzielt und einen Großteil der Unternehmensgewinne getragen.

Insgesamt erreichte die Goldproduktion des dritten Quartals 315.828 Unzen, was ebenfalls einen Rekord bedeutet. Die Gesamtcashkosten gab Agnico mit 591 USD pro Unze an nach 556 USD pro Unze im dritten Quartal. Der Anstieg resultierte vor allem aus dem geringeren Beiproduktionsumsatz auf den Minen LaRonde und Pinos Altos.

Bisher hat Agnico damit dieses Jahr 776.892 Unzen Gold gefördert, eingeschlossen 8.801 Unzen von Kittila, Creston Mascota und Goldex, die nicht in der Cashkostenkalkulation berücksichtigt sind. In den ersten neun Monaten 2012 hatte der Konzern eine Goldproduktion von 807.276 Unzen erzielt. Neben den Wartungsarbeiten auf Kittila im zweiten Quartal lag der Rückgang an der vorübergehenden Aussetzung der Laugungsaktivitäten Creston Mascota zwischen dem 1. Oktober 2012 und März 2013. Die Gesamtcashkosten der ersten neun Monate 2013 gibt Agnico mit 692 USD pro Unze an nach 602 USD pro Unze in den ersten neun Monaten 2012.

Damit erzielte man in den ersten drei Quartalen 2013 einen Nettogewinn von 46,8 Mio. Dollar oder 27 Cent pro Aktie nach 228 Mio. Dollar oder 1,33 Dollar pro Unze im gleichen Zeitraum 2012.

Das aus dem operativen Geschäft generierte Cash bezifferte Agnico für das dritte Quartal mit 81 Mio. Dollar, während es im Vorjahreszeitraum noch 199,5 Mio. Dollar waren. In den ersten neun Monaten 2013 generierte Agnico 302,4 Mio. Dollar an Cash nach 590 Mio. Dollar im gleichen Zeitraum 2012. Das lag an den gesunkenen Metallpreisen und der Wartungsschließung auf Kittila.

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