Kolumne von Björn Junker

Negativer Cashflow erwartet: Seltenerdenproduzent Molycorp stark in Bedrängnis

Der in den USA ansässige Seltene Erden-Produzent Molycorp (WKN A1C2G7) hat in einem bei der SEC eingereichten Dokument öffentlich gemacht, dass man für das dritte Quartal mit einem negativen Cashflow rechnet. Die Mountain Pass-Mine des Unternehmens erreichte nicht das geplante Produktionsniveau.

Molycorp geht zudem davon aus, Abschreibungen auf seine Endprodukte und halbfertige Güter vornehmen zu müssen, ohne aber bislang das Ausmaß dieser Wertberichtigungen beziffern zu können. Das schickte die Aktie am gestrigen Dienstag auf Talfahrt. Sie schloss um mehr als 21% tiefer bei 5,58 USD.

Tatsächlich kann Mountain Pass 19.050 Tonnen an so genannten Seltenen Erden pro Jahr produzieren, doch es ist Molycorp bislang nur gelungen, eine Jahresproduktionsrate von 10.600 Tonnen zu erreichen, obwohl man für kurze Zeit auch Raten von 15.000 Tonnen pro Jahr erzielte. Das Unternehmen hofft, die Produktionskapazität im vierten Quartal des kommenden Jahres auf 23.000 Tonnen anheben zu können. Im ersten Halbjahr 2014 rechnet Molycorp aber erst mal weiterhin mit einer Produktion von weniger als 10.050 Tonnen pro Jahr.

Hinzu kommt, dass Molycorp schätzt, dass es sich bei 48,8% des im Bastanit enthaltenen Seltene Erden-Materials um Cerium handelt, für das eine eher geringe Nachfrage besteht. In den vergangenen Quartalen sei ein substanzieller Teil der Produktion von Cerium nicht zu verkaufen gewesen, hieß es weiter, und Molycorp geht davon aus, dass sich daran auch 2014 zunächst nichts ändern wird. Entsprechend sei mit negativen Auswirkungen auf Margen, EBITDA und Cashflow zu rechnen, bis der Cerium-Absatz steigt.

Zum 20. September 2013 verfügte das Unternehmen über liquide Mittel in Höhe von 160 Mio. Dollar, von denen man 50 bis 70 Mio. Dollar für die restlichen Investitionen auf Mountain Pass aufwenden muss. Hinzu kommen weitere 5 bis 8 Mio. Dollar für die Wartung und Expansionsinvestitionen bis zum Jahresende.

Angesichts des schwachen Preisumfelds für Seltene Erden und anderer Faktoren rechnet Molycorp mit einem erheblich niedrigeren Umsatz und Cashflow als bislang erwartet. Deshalb wolle man weiteres Kapital aufnehmen, im sicherzustellen das ausreichende Mittel für die Zwecke des Unternehmens vorhanden seien.

Der Nettoerlös der Kapitalerhöhung im Volumen von 200 Mio. Dollar – die zweite Kapitalmaßnahme, die Molycorp dieses Jahr durchführt – soll genutzt werden, um den aktuellen Bedarf an Investitions- und Betriebskapital zu decken.

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