Noch am Montag hatten sich die Fraktionsvorsitzenden von Demokraten und Republikanern im Senat hoffnungsvoll gezeigt, dass es Dienstag zu einer, wenn auch vorläufigen, Einigung kommen könnte und von einem möglichen „schönen Tag“ gesprochen. Doch die Hoffnung trog.

Ein Einigungsvorschlag der gemäßigten Parlamentarier wurde nicht zur Abstimmung im Repräsentantenhaus vorgelegt, stattdessen wurde ein separater Gesetzesvorschlag eingebracht, der auch prompt von US-Präsident Obama sowie auch von Mitgliedern der radikalen Tea Party-Bewegung abgelehnt wurde. Scharfe Rhetorik von beiden Seiten ließ Zweifel aufkommen, ob eine Einigung noch rechtzeitig erzielt werden kann.

Damit geht die Teilschließung – der so genannte Shutdown – der US-Regierung in den 15. Tag und am morgigen Donnerstag wird die Schuldenobergrenze erreicht. Viele Beobachter glauben weiterhin, dass eine Einigung erst in letzter Sekunde erfolgen wird – was der Markt wohl von Anfang an vermutet hat. Sollte das allerdings doch nicht gelingen, dürfte das zu erheblichen Verwerfungen an den Märkten führen. Unter anderem dürfte die Attraktivität von Gold als Sicherem Hafen erheblich steigen. Ein solches Szenario erscheint vielen Beobachtern unwahrscheinlich, andererseits zeigen sich andere Experten angesichts des ihrer Ansicht nach nicht mehr richtig funktionierenden US-Kongresses pessimistischer.

Der Goldpreis jedenfalls legt nach dem vorerst gescheiterten Einigungsversuch erst einmal wieder zu und steigt auf derzeit rund 1.287 USD pro Unze.

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