Eben sind die Augustzahlen veröffentlicht worden und es bestätigt sich aufs Neue: Hong Kong ist die Haupthandelsstätte für Goldlieferungen an das Mutterland. Stattliche 110,5 Tonnen wurden im Monat August netto an China geliefert. Ähnlich die Zahlen der vorangegangenen Monate: 116 Tonnen im Juli, 105 Tonnen im Juni und 109 im Mai 2013. Spitzenreiter war der März mit 136 Tonnen des Edelmetalls. In Summe waren es heuer bereits gewaltige 745 Tonnen, die von Jänner bis August netto an China geliefert wurden. Rechnet man auf Basis der bisherigen Ziffern auf das Gesamtjahr hoch, so könnten heuer rd. 1.185 Tonnen Gold von Hong Kong nach China fließen.

Setzt man diese immense Summe nun in Relation zur globalen Goldproduktion von geschätzten 2.400 Tonnen (Juni 2012 bis Juni 2013 – ohne Chinas eigene Produktion), so zeigt sich, dass China alleine rd. 50% aller im Zeitraum geförderten Unzen abnimmt. Bemerkenswert ist auch die Steigerung der Goldkäufe in den letzten Jahren. 2012 waren es noch 558 Tonnen, also knapp die Hälfte des heurigen Jahres. 2011 waren mit rd. 372 Tonnen noch relativ bescheidene Mengen zu verzeichnen gewesen. Dieser scheinbar unstillbar steigende Kaufhunger des Landes ist faszinierend.

Das Beeindruckende an den Zahlen ist nicht nur der Import/Export der Börse Hong Kong an das Mutterland China, sondern vor allem, wie viele Tonnen insgesamt auch von anderen Ländern an diesem Börsenplatz gehandelt wurden.

Betrachten wir dazu einmal die nackten Zahlen:

Sind die importierten 110,5 Tonnen für China schon beeindruckend, so muten die gesamten Importziffern aus allen Teilen der Welt von Hong Kong mit 276 Tonnen alleine im August dieses Jahres schon fast wie ein Druckfehler an. Und doch stimmen sie! Noch stärker wirkt diese Zahl, wenn man bedenkt, dass lediglich 15 Tonnen Gold wieder an andere Länder verkauft wurden. Das bedeutet unterm Strich, dass die restlichen 151 Tonnen in Hong Kong verblieben.

Legen wir nun die bisherigen Ergebnisse aus den vergangenen 8 Monaten zusammen, so hat heuer Hong Kong bereits an die 1.284 Tonnen Gold importiert. Hochgerechnet auf die Gesamtimporte für das Jahr 2013 würde dies an die 2.000 Tonnen bedeuten. Und das bei gerade einmal 2.400 Tonnen Gesamtproduktion weltweit.

Nachfolgend die Grafik, die dieses Phänomen noch deutlicher verstehen lässt als die nackten Zahlen alleine:

total hong kong gold imports

Quelle: mining.com

Die obige Grafik zeigt somit eindrucksvoll welche Tonnagen in den ersten 8 Monaten dieses Jahres von Hong Kong gesamt importiert wurden, wobei die roten Balken die Menge der Abgaben an China bedeuten und die gelben die in Hong Kong verbleibenden Goldmengen. Die schmalen blauen Balken kennzeichnen die Weiterverkäufe an andere Länder.

Woher kommen all diese Goldmengen?

Interessant ist die Betrachtung des Goldflusses aus aller Welt, der die zentrale Rolle von Hong Kong sehr deutlich veranschaulicht:

goldfluss karte

Quelle: mining.com

In den letzten Monaten kamen alleine aus der Schweiz durchschnittlich 84 Tonnen pro Monat. Im August explodierte dann der Import um 46% auf 133 Tonnen. Die Schweiz ist auf diesem Sektor deshalb so von Bedeutung, da sie nicht nur die weltgrößte Raffineriekapazität hat, sondern darüber hinaus auch noch die beste Sicherheits- und Transportlogistik. Und wäre dies nicht schon genug, ist die Schweiz auch der Sammelplatz für Gold von Mineuren, Fonds, reichen Personen und Handelsplatz von Zentralbanken.

Doch nicht alles, was aus der Schweiz kommt, stammt auch von der Schweiz. Großbritannien zum Beispiel hat in den ersten 6 Monaten dieses Jahres den beachtlichen Berg von 798 Tonnen Gold in die Schweiz exportiert – sicherlich ein großer Teil dessen, was von der Schweiz Richtung Hong Kong floss.

Die USA war der zweitgrößte Lieferant an die Schweiz mit 32,6 Tonnen Gold im August und bislang heuer mit steigender Tendenz, denn im Juli waren es noch 22,4 Tonnen und z.B. im Jänner dieses Jahres nur 9,9 Tonnen.

Diese aus den USA erfolgten Lieferungen sind deshalb interessant, da die vereinigten Staaten als 3.größter Goldproduzent im vergangenen Jahr noch an die 234 Tonnen Gold produzierte, heuer jedoch hochgerechnet nur mehr auf 214 Tonnen kommen sollte.

Zusammengefasst kann man somit durchaus erkennen, dass ein sich verstärkender Trend der Goldströme aus dem Westen in Richtung Osten eingesetzt hat. Ein nicht unwesentlicher Aspekt für aufmerksame Investoren, wenn klar wird, dass nach Abzug aller Goldlieferungen in den asiatischen Raum für die restliche Welt nur mehr ein äußerst geringes Angebot übrig bleibt. Bereits die letzten 3 der 5-Jahrespläne Chinas, beginnend mit dem Jahr 2000, beinhalten die strategische Ausrichtung des Landes auf eine kontinuierliche Entwicklung des Goldmarktes. Wie alleine aus dem oben angeführten Zahlenmaterial des heurigen Jahres erkennbar ist, scheint China nun die Früchte dieser Strategie ernten zu können. Der Westen (inklusive Japan) scheint als einzige Strategie das „Schlechtreden“ des Goldes zum Ziel zu haben, um die Nachfrage einzudämmen.

Eine Strategie des Westens, einmal logisch betrachtet, die auf die Dauer nicht gut gehen kann. Vor allem dann nicht, wenn über Hong Kong weiterhin solch gewaltigen Tonnagen des Edelmetalls in Richtung China fließen, wovon man aus heutiger Sicht durchaus ausgehen kann.

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